Abby hatte aufgeräumt, ihre schwarzen Regale abgestaubt und ließ nebenher ihren Hirnnudel-Auflauf im Ofen garen.
Ziva und Amy klingelten etwas verspätet.
„Hallo!!!“, Abby war ziemlich happy. Ziva nickte nur und begrüßte sie knapp und trat in die von Räucherstäbchen verdünstete Wohnung. In den Augenwinkeln sah sie, wie Amy und Abby sich umarmten. Sie schluckte kurz. Am Liebsten würde sie nun sofort wieder gehen.
Sicher, Amy und Abby hatten einiges zusammen durchgestanden und standen sich näher…
Sie versuchte die trüben Gedanken zu vergessen und folgte Abby ins Wohnzimmer.
Obwohl sie nur von Absynth geredet hatte, hatte Abby nun gekocht. Sie nannte es Hirnnudel-Auflauf, aber in Wirklichkeit waren es Hackfleischnudeln mit viel Käse überbacken.
„Wer trinken will, muss vorher auch was ordentliches gegessen haben…“, lachte Abby. Sie war immer noch total nervös.
Ziva aß nicht viel. Sie beobachtete Abby argwöhnisch und analysierte ihre Wohnung. Das war nicht nur Lifestyle…das war eine Krankheit! Sie hatte diesem ganzen Zeug nie etwas abgewinnen können, aber Amy war auch noch davon begeistert.
„Das ist total cool, Abby! Seit wann bist du so…so…?“
„So schwarz? Oder was meinst du? Naja, schon länger, hat auf dem College angefangen, aber nicht weil ich gegen irgend jemand rebellieren wollte, sondern weil ich’s cool fand.“, erklärte Abby.
Ziva musste ein genervtes Stöhnen unterdrücken. Diese ewig selbe Leier hörte man von allen: Goths, Punks, Hippies…dabei waren das Jugendgruppen. Abby sollte langsam zu alt dafür sein.
Als die drei auf dem Sofa saßen und Absynth tranken, wurde Zivas Laune immer mieser. Diese kleine Gruftieschlampe warf sich total an ihre Freundin ran! Ziva hatte einen kleinen Schritt auf sie zugemacht…ihr den kleinen Finger gereicht und sie nahm gleich den ganzen Arm! Amy und Abby kicherten inzwischen betrunken und alberten herum, erzählten sich sinnloses Zeug und Ziva wurde immer schläfriger vom Alkohol.
Sie stand auf und verließ das Zimmer, unter dem Vorwand, aufs Klo zu müssen. Sie stand schließlich in der Küche am offenen Fenster und atmete die kühle Nachtluft ein. Es war zuviel Alkohol, zu viel Abby, zu viel von allem! Sie wollte hier weg…sie würde behaupten, dass sie von dem Absynth hätte kotzen müssen und dass sie nun lieber nach Hause wollte.
Sonntag, 29. November 2009
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