Dienstag, 22. Dezember 2009

Navy Soap (84)

...sie begann, Ziva zu küssen.
Ziva war so überrascht, dass sie im ersten Moment nichts denken oder tun konnte. Sie fühlte Abbys Lippen auf ihren und spürte, wie Abbys Körper gegen ihren drängte. Dann realisierte sie, was hier vor sich ging und sie stieß Abby unsanft von sich weg, fauchte wütend etwas auf hebräisch und rannte schnell davon. Abby stand in der Ecke und starrte erschrocken Ziva hinterher. Was war schon wieder hier passiert? Sie ließ sich an der Wand heruntergleiten und stütze den Kopf auf die Hände. Immer machte sie nur Dummheiten! 'Ich wollte doch alles nur in Ordnung bringen und jetzt fang ich an, Ziva zu küssen!'

Ziva rannte raus, sah sich nicht um. Weg hier. Weg von Abby. Von McGee. Von ihrem Pflichtgefühl.

„Daisy, bitte, lass uns eine Pause machen...es dämmert ja schon!“, flehte Amy, die hinter der sportlichen Daisy herschnaufte, „Das liegt nur daran, dass Winter ist!“, rief Daisy gut gelaunt hinter sich. Sie kamen zu dem kleinen Park mit dem Weihnachtsmarkt. Die ersten Hütten hatten schon offen. „Bitte Daisy!“, rief Amy und blieb stehen und stütze sich auf ihre Knie, nach Luft ringend. Daisy kam zurück gejoggt und sagte: „Na gut, man soll ja klein anfangen...“ Amy protestierte: „Klein?! Wir sind seit 2 Stunden unterwegs! Es ist eiskalt!!!“ Daisy ließ sich von der heftigen Beschwerde ihrer Freundin nicht beeindrucken und sagte: „Ich hol dir nen Kinderpunsch, damit dir warm wird. Morgen geht’s dann weiter...“ Amy japste nur „Essen“ und hielt sich an einem der Tische fest.

Ziva flog fast. Ehe sie ihre langen Schritte weglenken konnte, war sie wieder auf diesem schrecklichen Weihnachtsmarkt. Sie verlangsamte ihre Schritte und sah sich um. 'Warum bin ich hier gelandet???', schoss es ihr durch den Kopf.
Sie sah hinter einer Holzhütte eine Gruppe von Tischen. 'Erst einmal kurz ausruhen und Gedanken ordnen.', kam es ihr und sie rannte zu den Tischen. Sie sah gar nicht, dass dort eine andere Person stand und an einem Tisch lehnte, die sich erschreckt umdrehte, als sie Zivas Schritte hinter sich hörte.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Navy Soap (83)

„Hey Ziva!“, kam Abby zu ihr, als sie gerade am Kaffeeautomaten stand. „Na, hast du auch so nen Schädel wie ich?“ Ziva nickte nur still.
„Ich wollte dir nur sagen, ich ähm...“, begann Abby, wusste aber schon nicht mehr, wie sie weiterreden sollte.
„Ich finde du musst das auch wissen.“, sagte sie dann ernst und sah Ziva an. Die schaute nur verwirrt zurück. „Bist du schwanger?“, wollte sie schon fragen, dachte dann aber, dass solche Witze von ihr immer unlustig waren.
„Ich...hab gestern noch mit McGee geredet...“, setzte Abby an.
Ziva hob abwehrend die Arme. „Ich möchte mich aus dieser Geschichte raushalten! Ich hab selbst genug Probleme!“, sagte sie und wollte mit ihrem Kaffee gehen.
„Nein! Nein, es geht nicht um Tony, Ziva. Es geht...um dich.“
Ziva blieb wie angewurzelt stehen und kniff die Brauen zusammen.
„Er...ich musste ihm einfach sagen was passiert war und warum Amy neulich hier war...und...“
Ziva ließ ihre Kaffeetasse fallen und war kurz davor Abby mit einem Handgriff umzubringen. Sie konnte sich nur nicht entscheiden, mit welchem...und selbst wenn, alle wären viel zu schmerzlos.
„Spinnst du!!!“, fauchte sie Abby an und zwang sich, möglichst leise zu bleiben.
Abby machte eine hilflose Geste. „Ich...konnte nicht anders! Ich musste mit ihm reden!“, erklärte sie verzweifelt.
Ziva drückte sie in eine Ecke, damit nicht jeder die beiden sah.
„Hast du eine Ahnung was du da angerichtet hast? Was, wenn Tony davon erfährt???“, flüstert Ziva wütend. „Wie soll ich denn bitteschön meinen Respekt wahren, wenn das so weiter geht??? Die halten mich doch eh alle für ne Witzfigur!!!“ Abby legte ihre Hände auf Zivas Schultern um sie zu beruhigen. „Aber Ziva, McGee ist doch total vertrauenswürdig, er ist der Letzte, der es Tony weitersagen würde!!!“, sagte Abby und versuchte Ziva zu beschwichtigen, was ihr aber nicht so ganz gelang.
„Der schreibt am Ende noch ein Buch drüber!!!“, sagte Ziva verzweifelt. „Was hat er eigentlich dazu gesagt...?“
Abby atmete aus und sagte: „Nicht viel, er hat einfach nur zugehört. Wie man das eben von einem guten Freund erwartet.“
„Pffff, Freunde!“, schnaubte Ziva verächtlich und wollte eine logische Schlussfolgerung bringen, warum Freundschaft unter Menschen nicht möglich war und ihren Augen nichts weiter als eine opportunistische Farce.
Abby unterbrach sie: „Jetzt hör doch mal auf! Wenn du einfach mal deine Gefühle zulassen würdest und nicht verkrampft versuchen würdest, jede noch so kleine Emotion zu unterdrücken, dann würde dich jeder sehr viel ernster nehmen!“ Ziva konnte darauf nichts mehr sagen. Die Worte von Abby waren wahr – und doch wollte sie sie nicht akzeptieren! Abby sah sie mitleidig an und streichelte ihre Wange. Und nun brachen selbst über sie Gefühle herein, hier so nah bei Ziva zu stehen und ihre verletzten Gesichtszüge zu sehen. So eine Emotion kannte sie nicht und sie fragte sich auch, was es mit ihr machte, als...

Samstag, 19. Dezember 2009

Navy Soap (82)

Ziva und Abby kamen am nächsten Tag verkatert zur Arbeit. Abby, weil sie soviel getrunken hatte, Ziva, weil sie die Szene auf dem Weihnachtsmarkt einfach nicht vergessen konnte. Abby hatte das alles nicht mitbekommen, war weitergelaufen und hatte sich erst viel später gefragt, wo Ziva eigentlich steckte. Ziva hatte sich entschlossen Abby nichts zu erzählen. Es wäre besser, wenn sie Abby nicht weiter reinzog...

Daisy kam am Mittag zur noch schlafenden Amy ins Schlafzimmer. „Aufstehen Dornröschen!“, rief sie gutgelaunt und zog die Vorhänge auseinander. Timmi war ihr gefolgt und gesellte sich zu Frauchen Amy ins Bett. Die rieb sich die Augen und brummte irgendetwas von „Viel zu früh!“
„Nichts gibt’s mit zu früh! Wir gehen jetzt joggen!“, trällerte Daisy fröhlich, aber bestimmt.
Amy setzte sich auf. „Sport?“ Daisy zog eine Sporthose aus Amys Schrank. „Ja!“, lachte sie und schob Amy ins Bad. Sie warf die Tür von außen zu und sagte noch: „Du wirst sehen, du fühlst dich danach wie ein neuer Mensch!“ Amy schaute ihr verschlafenes Spiegelbild an und schob demotiviert ihre Zahnbürste zwischen die Zähne. Sie war Daisy immer noch eine Erklärung wegen gestern Abend schuldig...obwohl sie selbst am liebsten die Begegnung mit Ziva vergessen würde. Was wollte die überhaupt von ihr? Sie war einfach nur da gestanden und hatte sie mit großen Augen angesehen...als ob sie noch nie alte Freundinnen miteinander anstoßen gesehen hätte! 'Ach, fast hätte ichs vergessen...Ziva hat ja keine Freunde!', dachte Amy gehässig.

Gibbs kam zu Jenny ins Büro. Sie sah so aus, als hätte sie drei Tage am Stück geschlafen. „Jenny, man sieht dir an, dass du dich etwas erholt hast!“, musste er sagen. Sie schaute kurz verlegen zu Boden. Er machte ihr nicht mehr oft Komplimente...und jetzt konnte sie es nicht einmal genießen! Die Sache war noch nicht ausgestanden. Da draußen hatte Maria Komplizen...und die hatten es immer noch auf Jenny abgesehen...
„Diese Frau ist eine harte Nuss, ich hab das Protokoll von gestern gelesen, Jethro. Was willst du machen? Die Wahrheit aus ihr rausprügeln?“
Er zuckte mit den Schultern. „Ich denke nicht, dass sie noch länger so stark bleibt.“ Jenny nickte. Sie kannte ihn.

McGee saß nervös an seinem Schreibtisch und zwang sich, nicht ständig zu Ziva rüberzuschielen. Er musste sich ständig vorstellen, wie sie und Abby sich küssten. Als er es gerade wieder tat, bekam er eine Kopfnuss von Tony. McGee sah noch einmal rüber zu Ziva und stellte fest, dass sie gar nicht mehr da saß. „Na Bambino, irgendwelche Fantasien bezüglich Ziva?“, stichelte er und grinste fies. McGee seufzte. Diese Fantasien waren eine willkommene Abwechslung im Gegensatz zu den Fantasien der letzten Tage...

Mittwoch, 16. Dezember 2009

Navy Soap (81)

Ziva sah zuerst entgeistert die Szene vor sich an. Amy in inniger Umarmung mit irgendeiner daher gelaufenen...Was kümmerte sie es eigentlich?
Abby hatte gar nichts bemerkt sondern lief schwankend weiter.

Amy löste sich aus der Umarmung mit Daisy. „Es ist so schön, dass du wieder da bist.“, sagte sie. Daisy nickte. „Ich bin auch froh, hier zu sein.“
Amy bemerkte Ziva gar nicht. Die stand nur wie gelähmt da. Sie wusste nicht, was sie fühlen sollte. „Vielleicht sind sie ja nur gute Freunde...“, murmelte Lara Croft, aber sie klang, als ob sie selbst nicht dran glauben würde. „So ein Quatsch!“, kam es von James Bond. Ziva hörte nicht auf die beiden sondern konnte nur die beiden Frauen vor sich anstarren.
Amy und Daisy stießen mit ihren Tassen an, so dass der Inhalt fast überschwappte. „Auf die Freundschaft!“, sagten die beiden kichernd im Chor und verschlungen die Arme ineinander, bevor sie tranken.
Ziva wollte fast schon erleichtert ausatmen, als James Bond meinte: „Aber was interessiert dich die Schlampe eigentlich noch? Soll sie doch diese Tussi um den Finger wickeln...“ Ziva wischte ihn mit einer groben Bewegung weg, als ob sie versuchte, ein lästiges Insekt zu verscheuchen.
Die Bewegung unweit von sich ließ Amy zu Seite blicken. Das Wort „Ziva“ huschte ihr über Lippen, aber kaum hörbar, wie ein Windhauch. Ziva starrte sie an und Amy starrte zurück. Dann stellte sich Amy kerzengerade hin und sagte, ohne den Blick abzuwenden, zu Daisy: „Komm, gehen wir.“
Amy lief los und Daisy hatte Mühe ihr hinterherzukommen. Sie hörte ihre Fragen nicht. Sie wollte nicht weglaufen, sie wollte zu Ziva, deren Blick sie immer noch im Rücken spürte, wollte sie küssen, sich für alles tausendmal entschuldigen...aber sie konnte nicht! Eine Sperre in ihrem Kopf ließ sie einfach nicht. Sie könnte sich über ihre eigene Sturheit ohrfeigen!
Ziva stand immer noch gelähmt da und blickte den beiden Figuren hinterher. Sie verspürte den Drang, Amy nachzustürzen und sie in ihre Arme zu schließen, sie zu küssen, sich zehntausendmal eine Vollidiotin schmipfen...Warum tat sie es nicht einfach?

Navy Soap (80)

Amy hatte sich überreden lassen und lief bei Daisy untergehakt zwischen den kleinen Holzhütten durch. Nachdem ihr keiner der Verkäufer hatte sagen können, ob die Bratwürste aus Schweinefleisch waren, hatte sie sich für Kartoffelwedges entschieden. Daisy kam gerade mit zwei Tassen Glühwein zurück. „Glaub mir, Glühwein wärmt nicht nur den Körper, sondern auch die Seele.“ Amy nickte nur. „Ja, ich hab schonmal warmes Met getrunken. Ich weiß, wie das ist.“ Sie nahm einen kleinen Schluck von der heißen Flüssigkeit, die einen würzig-süßen Geschmack auf ihrer Zunge hinterließ. Sie schloss die Augen.
Dieser Glühwein schmeckt so...bekannt. Sie nahm noch einen Schluck. Ja, er schmeckte so, wie Ziva roch. Würzig-süß. Orientalische Gewürze und der Duft von Obst. Ziva trug nie Parfum, aber sie roch so. Amy öffnete die Augen und musste die Tasse auf einen der Tische wegstellen. Sie wurde traurig. Daisy sah es ihr an und nahm sie ohne zu fragen in den Arm. Amy kuschelte sich in den Fellkragen von Daisys Mantel. Sie war so froh, dass ihre alte Freundin wir da war! Endlich war sie nicht mehr allein! Es tat so gut jemanden zu haben, der einfach nur da war. Auch wenn sie Daisy nur wie eine Freundin liebte und sie schwor, dass da auch nie mehr sein könnte, fühlte sie sich unheimlich wohl in der warmen Umarmung.

Ziva nippte weiter an ihrem Punsch. Sie mochte den herben Geschmack und das Brennen in ihrer Kehle. Rum. „Naaaaa schmeckt dir der Punsch?“, fragte Abby neckisch. Sie hatte schon ein oder zwei mehr getrunken und bekam langsam eine rote Nase. Ziva nickte nur und grinste verschmitzt. „Why is the rum gone?“, begann Abby zu zitieren und schwankte dabei so bedrohlich wie der Quotator Jakc Sparrow. „Ich muss bei Punsch immer an Rum denken und dann immer an Jack Sparrow!“, lallte Abby und schwankte weiter. Ziva war sich nicht sicher, ob sie versuchte, seinen Gang nachzuahmen, oder ob sie nicht anders konnte. Wenn sie ihn nachahmte, war es jedenfalls verdammt gut. „Du nicht auch?“ Ziva schüttelte den kopf. Sie nahm einen letzten Schluck aus der Tasse, und überlegte, während das Getränk in ihrem Mund hatte, an wen es sie erinnerte. Sie schloss die Augen und ließ den heißen punsch langsam ihre Kehle hinablaufen. Er hinterließ eine prickelnde Spur. Sie seufzte. Als sie Augen öffnete, sah sie die Antwort vor sich: Amy!

Montag, 14. Dezember 2009

Navy Soap (79)

Gibbs hatte darauf bestanden, die Befragung von Maria durchzuführen. Jenny war immer noch ein absolutes Nervenbündel und er hatte Angst, dass sie sie einfach aus Nervosität erschießen würde.
„Gut.“, sagte er und sah der böse dreinblickenden Frau mit Latinowurzeln in die Augen. Sie sah nicht weg, sondern kniff nur ihre Augenbrauen noch enger zusammen. Sie war mehr als stabil, normalerweise sahen die meisten Verdächtigen oder Verbrecher jetzt weg.
„Was wollen sie von mir?“, fragte sie und immitierte einen schweren, mexikanischen Akzent.
Er hob die Brauen. „Sie können wieder normal reden, ihre Deckung ist schon längst aufgeflogen. Ich muss sie fragen, was sie bei Director Sheppard wollten?“
Sie blickte ihn kalt an, ließ sich nichts anmerken und redete weiter mit mexikanischem Akzent: „Ich putze bei ihr. Ist das verboten? Ich habe eine Visum.“
Es heißt „Ich habe Visum“, sagte Gibbs, diesmal auch einen mexikanischen Akzent nachahmend. „Wenn sie uns schon was vorspielen wollen, wenigstens richtig, mit falscher Grammatik. Ich wiederhole also: Was wollen sie von Jenny Shephard?“ Sein Tonfall war gereizter.
Maria verschloss die Arme vor der Brust und sagte, diesmal in einwandfreiem amerikanisch: „Ich sage gar nichts mehr, wenn ich nicht sofort mit meinem Anwalt telefonieren darf!“
Gibbs zeigte sich unbeeindruckt und sagte nichts. Er starrte sie nur weiter mit eisblauen, kalten Augen an.
„Das ist mein gutes Recht!“, keifte sie. Langsam verlor sie die Fassung.
„Dafür, dass sie selbst das Recht von anderen verletzen, wissen sie verdammt gut über ihr eigenes Bescheid. Aber gut, wenn sie nicht reden wollen, sind befinden sich sowieso in Untersuchungshaft.“

Ziva nippte verstohlen an einer Tasse Punsch. Eigentlich wollte sie nicht mehr so viel trinken. Aber der heiße Alkohol wärmte sie von innen und nach ein paar Schlücken vergaß sie den Streß der letzten Tage und wurde lockerer.
Lee und Palmer waren hinter einer Hütte verschwunden. Und knutschten da...oder so.
Abby kicherte und aß eine angeblich deutsche Bratwurst. „Ich finde Weihnachtsmärkte toll! Ich frag mich warum die Amerikaner das nicht zuerst erfunden haben!“, sagte sie. Ziva zuckte mit den Achseln. „Ich hab zwar keinen blassen Schimmer was das hier mit dem christlichen Feiertag zu tun hat...aber der Punsch schmeckt gut.“ Beide mussten lachen.

Sonntag, 13. Dezember 2009

Navy Soap (78)

Ziva musste feststellen, dass sie kaum noch etwas besaß außer Joghurt und Tiefkühlpizza. Sie seufzte und heizte den Ofen vor.
Es klingelte.
Sie drehte sich verwundert um. Wer wollte denn etwas von ihr?
Sie öffnete.
„Hi Ziva.“
Es war Abby. Ziva sagte nichts und blickte sie fragend an.
„Lust mit auf den Weihnachtsmarkt zu kommen? Palmer und Lee warten unten und ich halte es mit den beiden einfach nicht allein aus.“ Ziva sah sie unverändert an, ehe sich ein kleines Grinsen auf ihre Lippen schlich. 'Warum eigentlich nicht? Dort gibt’s auch Essen', dachte sie und sagte: „Gib mir zwei Sekunden.“

Fünf Minuten später schlenderten die vier zum Weihnachtsmarkt, Lee und Palmer in einem kleinen Abstand. Abby tuschelte zu Ziva: „Irgendwie...erbärmlich.“ Ziva konnte ein Losprusten nicht verhindern.
Abby seufzte und sog die kalte Dezemberluft ein. Es hatte so gut getan mit McGee zu reden und nun war sie auch noch mit Ziva auf dem Weihnachtsmarkt! Vielleicht war doch nicht alles so schlimm, wie sie es gedacht hatte...sie wusste nur nicht, wie McGee ihr in zukunft gegenübertreten würde. Er hatte ihr einfach nur zugehört und nichts gesagt. Was dachte er nur? Aber sie wollte sich darüber keine Gedanken machen, sondern nur einen schönen Feierabend mit Ziva erleben...

„Komm schon, Amy! Ein Glas Glühwein!“, lachte Daisy und zerrte an Amys Ärmel in Richtung der beleuchtenden Holzhütten. „Ich bin durchgefroren...lass uns morgen gehen...“, bat Amy. „Ach komm, jetzt will ich mal was Europäisches ausprobieren und du...“, bettelte Daisy und ließ Amys Arm nicht los.
„Ja, aber ich feier doch gar kein Weihnachten...“ Daisy verdrehte die Augen. „Glaub mir, keiner, der dort Punsch trinkt und Lebkuchen isst glaubt auch nur annähernd an Gott oder seinen Sohn. Dann kannst du da auch hin.“ Amy zögerte. „Ich weiß nicht...“
Daisy fragte einen Passanten mit roter Nase: „Hey, was feiern wir nochmal an Weihnachten?“ Er sah sie komisch an und murmelte dann „Jesus gestorben...“ und lief weiter. „Siehst du?“, sagte sie triumphierend. Amy hatte sich abgewandt...manche Aktionen von Daisy waren megapeinlich. „Der war betrunken...und das ist nicht besonders repräsentativ.“ Daisy lachte. „Ach komm schon Amy!“