Dann passierte etwas, was Ziva jegliches Gefühl der Kontrolle über sich und ihre sich drehende Welt raubte. Abby beugte sich zur Ihr herunter und küßte sie.
Wie das aussehen musste! Sie hing wie ein nasser Sandsack in Abbys Armen und die musste einen Buckel machen um sich zu ihr bücken!
‚Wie kannst du jetzt nur an die Ästhetik denken? Was bildet sich diese Fotze ein? Reiss dich von ihr los! Sie macht alles mit Amy und dir kaputt!’, sagte das Schulterengelchen, das aussah wie Lara Croft.
‚Amy würde schon lange Theater machen, wenn es sie stören würde!’, schaltete sich das Teufelchen ein: Sean Connery in seiner beste Rolle. ‚Sie kann gut küssen! Genieß es einfach, wer weiß wie oft du noch Gelegenheit dazu bekommst? Du kannst morgen sterben! Sie auch!’
Ziva versuchte sich gegen ihre beiden unliebsamen Gewissensbeißer zu wehren, aber sie war wie gelähmt. Sie konnte sich nicht von Abby losreißen, sie konnte nur noch den Kuß fühlen und gab sich Abby voll und ganz hin.
Der Kuß hatte etwas düsteres, wie Abby selbst, er war mystisch und geheimnisvoll. Immer wenn sie meinte, Abby würde sich ihr hingeben und sie fordernder wurde, mit den Bewegungen ihrer Lippen und ihrer Zunge, zog sich Abby wieder zurück und machte sie so nur noch wilder. Abby formte ihre zunge immer wieder zu einer spitzen Schlange, die mit der von Ziva spielte. Immer wenn Ziva die Liebkosungen zurückgeben wollte, verlor sie jegliche Orientierung war Abbys Zungenspielen komplett ausgesetzt. Lara Croft, die mit ihren Sprüchen immer mehr Charlotte von Sex and the City ähnelte, versuchte Ziva in die Realität zurückzuholen, während Agent 007, der zwar ein Frauenheld war, aber nie so redete wie Tony (was er de facto aber gerade tat), ihr einredete, dass dieses intensive Kusserlebnis mehr wert war, als ihre ganze Beziehung zu Amy. Sie wollte solche Gedanken nicht haben! Sie wollte sich gegen alles wehren, aber Abby machte sie süchtig.
Wo war Amy? Sah sie den beiden zu? Wieso sagte sie nichts? Warum tat sie nichts? War sie gar nicht mehr da? Ziva konnte die Augen nicht öffnen, sie war so vertieft in den Kuß, in das intensive Gefühl, das ihr die gesamte Kontrolle raubte.
Diese Lähmung, dieser Kuß, diese Gedanken machten sie wahnsinnig! Was sollte sie tun? Sie konnte nichts tun!
Sonntag, 29. November 2009
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