Jenny hatte Gibbs zu sich bestellt. Sie erklärte ihm die Geschichte mit ihrer neuen Putzfrau.
„Warum hast du überhaupt jemand neues eingestellt?“, fragte er dann.
Jenny erklärte: „Naomis Mutter hatte einen Herzinfarkt und sie hat deswegen um unbezahlten Urlaub gebeten, damit sie sie pflegen kann, bis sie wieder fit ist. Ich würde Naomi niemals rauswerfen!“
Gibbs nickte. „Und du bist dir sicher, dass dieses Telefonat dich betraf?“, fragte er dann skeptisch.
Jenny sah ihn vorwurfsvoll an. „Sei doch nicht albern, Jethro! Diese Maria ist eine Kriminelle und sie scheint es auf mich abgesehen zu haben...“
Er zuckte mit den Schultern. „Sie stellt sich aber nicht sonderlich geschickt an, wenn sie mit deinem Telefon Anrufe tätigt, zu einer Uhrzeit, zu der du jeden Augenblick heimkommen könntest.“
Jenny seufzte. Diese Maria war eine perfekte Schauspielerin! Es war zum Heulen. Als Jenny sie am Freitag versucht hatte auszuhorchen, war sie auf eine Wand gestoßen. Die Frau hatte ihr wieder in einem schweren mexikanischem Akzent geantwortet und sich absolut unauffällig verhalten. Am Liebsten hätte sie ihr einfach ihre Waffe vorgehalten und sie gezwungen, ihr alles zu sagen, aber da sie keinen Anhaltspunkt hatte, wäre das absolut lächerlich gekommen.
„Vielleicht gehst du mal ein paar Tage in den Urlaub und erholst dich. Du hattest in letzter Zeit viel Streß.“
Jenny fuhr ihn an: „Du meinst also ich bilde mir schon Sachen ein, weil ich so erschöpft bin!? Du hältst mich auch schon für paranoid!!!“
Gibbs versuchte sich zu verteidigen, wusste aber, dass es sinnlos war. Er kannte Jenny zu gut und in Wirklichkeit machte er sich wegen der Sache mit dieser Putzfrau auch ziemlich große Sorgen. Er verließ das Büro und beschloss, erst einmal einen großen Kaffee zu besorgen, bevor er sich wieder zu seinem in letzter Zeit immer merkwürdiger werdendem Team geselllte.
Das war vielleicht auch besser für ihn und seine Nerven, denn unten bei den Schreibtischen spielte sich eine theaterrreife Szene ab.
Sonntag, 29. November 2009
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