Ziva blieb schließlich hinter der Treppe stehen. Vor der orangenen Wand sah sie noch blasser aus als sie es eh schon war.
„Amy lass mich verdammt noch mal in Ruhe!“, fuhr sie ihre Freundin an.
Amy zuckte zurück. „Aber Ziva, können wir nicht darüber reden?“
Ziva verlor die Geduld. „Ich will nicht reden! Es ist doch alles geklärt! Ich habe unsere Beziehung für etwas anderes gehalten als sie es für dich war! Verschwinde aus meinem Leben!“, schrie sie und fuchtelte aufgebracht.
Amy konnte nichts mehr sagen. Alles hatte sie erwartet, nur nicht so einen Vorwurf.
Tony und McGee standen in angemessenen Abstand und versuchten sich unauffällig zu verhalten. Warum war es so einfach normale Menschen zu belauschen, bloß die eigenen Kollegen nicht?
Abby könnte heulen. Sie war verzweifelt. Was sollte sie nun tun? Sie musste dafür sorgen, dass die beiden sich aussprachen und alles wieder gut wird!
„Ziva, auch wenn es vielleicht nicht deine Art ist, zu reden, sondern zu handeln, solltest du vielleicht eine Ausnahme machen, wenn dir etwas an Amy liegt.“
Ziva fauchte Abby an: „Misch dich nicht ein! Was weißt du schon! Außerdem ist es doch offensichtlich dass Amy nichts an mir liegt. Dann muss ich mir deswegen auch keine Gedanken oder Mühen machen.“
Amy rollten Tränen der Wut von den Wangen. „Das stimmt nicht! Mensch Ziva! Ich dachte, wir kennen uns inzwischen!!!“
Ziva wandte sich ab und humpelte zurück zu ihrem Schreibtisch. „Ja, das dachte ich auch...“, murmelte sie traurig, als sie sich an Amy vorbeischob.
Amy trottete niedergeschlagen nach Hause. Das war so krank! Warum hatte sie nicht einfach das getan, was alle von ihr erwartet hatten? Wäre die Situation dann besser? Nein, dann wären sie und Ziva auch getrennt.
Sie ließ sich auf ihr Sofa sinken, auf dem die beiden so oft miteinander gekuschelt und Kekse gegessen haben. Wieder allein, wieder eine Beziehung die zerbrochen war. Mit Ziva hat es wohl auch nicht klappen sollen! „Gibt es denn niemanden für mich???“, rief sie verzweifelt den Blumen an der Tapete zu und rollte sich weinend auf dem Sofa zusammen.
Sonntag, 29. November 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen