Ziva war schließlich ohne ihre Jacke und ihre Tasche mitzunehmen nach draußen gerannt. Amy rannte ihr hinterher. „Ziva! Jetzt warte doch mal!“, rief sie ihr hinterher, obwohl sie wußte, dass es aussichtslos war. Selbst wenn sie sie einholen sollte, wußte sie, dass sie Zivas militärischen Stechschritt nicht lange mithalten konnte.
Ziva war sogar in ihren High Heels extrem schnell und gut unterwegs.
Amy rannte trotzdem los. Es war extrem kalt und vor ihren Lippen bildete sich eine Wolke.
Ziva knickte auf einmal um lag am Boden. Sie fluchte auf hebräisch und hielt sich den Köchel wie die gefoulten Fußballer. Bloß ihr Schmerz war nicht gespielt. Ihr liefen Tränen die Wangen herunter, während sie die Riemchen löste und den Schuh auszog. Amy konnte nicht ganz deuten, ob die Tränen von Trauer, Wut oder Schmerz kamen.
„Faß mich nicht an!“, fauchte Ziva und wischte Amys Hand grob von sich weg und verpaßte Amy dabei einen Kratzer im Gesicht. Für kurze Zeit wurden Zivas Züge weicher, als sie sah, was sie getan hatte. „Amy…“, murmelte sie. Amy interessierte der Kratzer nicht. „Ziva, laß uns doch in Ruhe reden. Ich bring dich hoch.“ Sie saßen vor Zivas Wohnung auf der Straße. Ziva stand energisch auf und humpelte zur Tür. „Nein. Laß mich.“, sagte sie kalt und schlug Amy die Tür vor der Nase zu.
Amy zitterte am ganzen Leib und schrie „FUCK!“ in die Nacht heraus.
Ziva schloß ihre Wohnungstür und ließ sich daran herabgleiten. Ihr Fuß schmerzte höllisch, sie war die Treppe auf einem Bein hochgehüpft und konnte nun kaum noch auftreten.
Sie fühlte sich immer noch taub, rang sich aber dazu auf, ins Bad zu humpeln und ihren Fuß zu verarzten. Dann hielt sich den Kopf unter den eiskalten Wasserstrahl der Dusche. Was zuviel ist, ist zuviel.
Abby stand immer noch verloren in ihrem Wohnzimmer und verfluchte sich selbst, den Absynth, Amy und Ziva.
Sonntag, 29. November 2009
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