Später teilten sich Abby und Ziva ein Taxi. „Ich wußte wirklich nicht, dass wir im selben Block wohnen!“, beteuerte Ziva immer wieder lachend.
„Danke, ich steig auch hier aus.“, sagte Abby und gab dem Fahrer das Geld.
Sie liefen das letzte gemeinsame Stück zu Zivas Wohnung. „Echt komisch, dass du die Idee mit dem Essen hattest…alle denken immer, dass du…“
„Dass ihr mir egal seid. Aber das stimmt nicht, Abby. Das ist Blödsinn. Ihr ward am Anfang die einzigen, die ich hier hatte.“, seufzte Ziva. In Wirklichkeit hatte sie nun auch nur wenige Freunde außerhalb des Berufs. Es waren immer nur flüchtige Bekanntschaften, man tauscht Nummern aus, geht mal zusammen fort, das war’s.
„Du siehst übrigens echt toll aus, Ziva. Du solltest öfters Kleider tragen…hatte gar nicht erwartet, dass du eins hast. Du hast so lange Beine…“ Ziva sah verlegen an sich herunter. Sie hatte schöne Beine, das stimmte, warum sollte sie die verstecken?
„Ähm Danke…aber das Kleid gehört Amy…und die Schuhe auch“, grinste sie verlegen und betrachtete die unbequemen High Heels, in denen sie schon den ganzen Abend herumstackste.
Beide mußten lachen. „Amy ist echt total lieb. Schön, dass du so jemanden gefunden hast.“, sagte Abby, auch wenn es gar nicht zu ihrem Gesichtsausdruck paßte. Eigentlich sah sie eher aus, als ob sie es einer von beiden nicht gönnen würde. Ziva versuchte das zu ignorieren. „Ja, ich weiß.“ Sie wollte nicht mit Abby über Amy reden. Schließlich hatte sie Amy verdächtigt. Das konnte sie nicht einfach vergessen, auch wenn Amy ihr gesagt hatte, wie nett sie Abby fand. Und auch der schöne Team-Abend, an dem die beiden einige gute Gespräche geführt hatten, änderte nichts daran.
„Also, übrigens, jetzt wo ich und Amy uns auch besser kennen-“, sie kicherte nervös und spielte auf die Entführung an. „…steht das Angebot wegen dem Gläschen Absynth bei mir immer noch.“
Ziva zwang sich zu einem Lächeln. ‚Der Abend heute war doch auch nett gewesen, komm schon!’ und sie sagte: „Klar doch. Sag einfach Bescheid, wann es dir mal paßt.“
Sie schloß während sie das sagte die Tür auf und trat schon halb ins Haus. Sie wollte das Gespräch beenden.
„Okay…Freitag abend bei mir?“, fragte Abby und sah sie erwartungsvoll an. Ziva drehte sich nur kurz um und nickte und verschwand dann im Treppenhaus.
Abby trottete nach Hause und könnte sich selbst ohrfeigen. Sie hatte sich zum kompletten Volltrottel gemacht! Sie hatte sich wie ein Teenager benommen. Als ob sie Ziva um ein Date gebeten hätte!
Freitag, 28. August 2009
Navy Soap (45)
Als Jenny wieder in ihrem Büro war, ließ sie sich erleichtert in ihren Stuhl fallen. Eigentlich dachte sie, dass das Gespräch mit Jethro wieder in einem Streit enden würde. Es sollte eigentlich um die Entführung von Abby gehen, allerdings begannen die beiden relativ schnell von Paris und anderen europäischen Sehenswürdigkeiten zu schwärmen. Ihre Zeit in Europa war eigentlich wie ein langer Urlaub gewesen. Sie wußte, dass sie die harte und gefährliche Arbeit durch eine romantisch-verklärte Sichtweise sah, wenn sie an endlose Nächte im Auto dachte, Eis essen auf dem Petersplatz, ein verliebtes Päärchen unterm Eifelturm spielen, Fotos knipsend Wiener Riesenrad fahren…alles klang nach Klischeeurlaub, war aber nur Tarnung gewesen. Was sich dann im Hotelzimmer abspielte, war keine Tarnung…und auch bei den Undercovermissionen musste sie nie die verliebte Braut auf Hochzeitsreise spielen – sie war wirklich verliebt gewesen…
Als ihre Sekretärin hereinkam, wurde sie wieder von der Realität eingeholt. Das mit Jethro war lange vorbei und würde wahrscheinlich auch nie wieder etwas werden…mal ganz abgesehen davon, dass es einfach nicht in ihr Leben passen würde.
Am Abend traf sich das Team beim besten Italiener in der Stadt. Ziva hatte das Treffen organisisert, was jeden etwas gewundert hatte. Sogar Ducky war gekommen. Nur Gibbs tauchte nicht auf. Ziva, welche zufällig neben Abby saß, versuchte sie aufzuheitern. „Er mag solche Treffen doch eh nicht…“
Abby wank ab. „Ach, ist ja auch egal.“
Tony und McGee hatten sich so weit wie möglich auseinander gesetzt, Tony saß neben Abby, gegenüber von Ducky. Neben Ziva saß Palmer, der ihr ziemlich auf die Nerven fiel. Gegenüber dem saß McGee, zwischen dem und Ducky ein Stuhl – der von Gibbs – freigeblieben war.
Ziva strich sich öfters verstohlen übers Haar. Glatt – so trug sie ihre Haare äußerst selten, es war einfach zuviel Arbeit. Aber Amy hatte darauf bestanden, sie ein wenig stylen zu dürfen, wenn sie den Abend schon nicht mit ihr verbringen konnte. Ziva musste bei dem Gedanken grinsen. Sie persönlich machte sich wenig aus Make up, natürlich benutzte sie Concealer und Mascara, aber sich die Augenlider kunstvoll anmalen und die Haare zu frisieren, kam ihr einfach zu umständlich vor. Und sie dachte, dass es sowieso niemand honorieren würde. Allerdings hatte sie an diesem Abend nur Komplimente von allen Anwesenden bekommen.
Als ihre Sekretärin hereinkam, wurde sie wieder von der Realität eingeholt. Das mit Jethro war lange vorbei und würde wahrscheinlich auch nie wieder etwas werden…mal ganz abgesehen davon, dass es einfach nicht in ihr Leben passen würde.
Am Abend traf sich das Team beim besten Italiener in der Stadt. Ziva hatte das Treffen organisisert, was jeden etwas gewundert hatte. Sogar Ducky war gekommen. Nur Gibbs tauchte nicht auf. Ziva, welche zufällig neben Abby saß, versuchte sie aufzuheitern. „Er mag solche Treffen doch eh nicht…“
Abby wank ab. „Ach, ist ja auch egal.“
Tony und McGee hatten sich so weit wie möglich auseinander gesetzt, Tony saß neben Abby, gegenüber von Ducky. Neben Ziva saß Palmer, der ihr ziemlich auf die Nerven fiel. Gegenüber dem saß McGee, zwischen dem und Ducky ein Stuhl – der von Gibbs – freigeblieben war.
Ziva strich sich öfters verstohlen übers Haar. Glatt – so trug sie ihre Haare äußerst selten, es war einfach zuviel Arbeit. Aber Amy hatte darauf bestanden, sie ein wenig stylen zu dürfen, wenn sie den Abend schon nicht mit ihr verbringen konnte. Ziva musste bei dem Gedanken grinsen. Sie persönlich machte sich wenig aus Make up, natürlich benutzte sie Concealer und Mascara, aber sich die Augenlider kunstvoll anmalen und die Haare zu frisieren, kam ihr einfach zu umständlich vor. Und sie dachte, dass es sowieso niemand honorieren würde. Allerdings hatte sie an diesem Abend nur Komplimente von allen Anwesenden bekommen.
Navy Soap (44)
Abby kam am nächsten Tag gut gelaunt zur Arbeit – obwohl sie aufgrund der Geschehnisse der letzten Tage Anspruch auf Sonderurlaub gehabt hätte. Sie liebte ihren Job – warum daheim bleiben?
Über das Wochenende, an dem sie selbst genug mit sich und ihren Amy-Problemen beschäftigt war, hatte sie fast Tonys Geschichte außer Acht gelassen. Am Anfang hatte sie sich gezwungen, ihn ernst zu nehmen, inzwischen fand sie die Geschichte eher traurig.
Allerdings wußte sie nicht, wie sie Tony helfen konnte, ohne dabei McGee auf den Schlipps zu treten, der schließlich auch ihr Freund war.
Sie lud Tony mittags auf einen Spaziergang im Park ein.
„Sag schon, Tony, wie geht es dir wirklich?“
„Abbs…“
„Ich glaube dir nicht, dass du das alles so schnell verarbeitest! Außerdem glaube ich, dass da mehr ist, als nur das Gefühl von Peinlichkeit…“
„Nein, Abby mir geht es echt gut, ich war am Wochenende mit einem Mädel unterwegs…“
„Von der du nicht einmal den Namen für so relevant hältst, ihn mir mitzuteilen…“
„Sie hieß Brenda…oder Betty? Oder…ach egal, jedenfalls war das super toll mit ihr…“
„Siehst du, Tony? Du willst dich doch nur ablenken und das alles in dich reinfressen. Das macht dich auf die Dauer krank.“
„Verdammt Abby! ICH BIN DOCH NICHT SCHWUL!!!“, schrie er sie an, so dass einige Vögel aufgescheucht davon flogen und sich andere Parkgäste umdrehten.
Abby grinste ihn fröhlich an. „Ich finde, das ist schon mal ein super Anfang! Lass deinen Gefühlen freien Lauf!“, sagte sie und lief beschwingt weiter, der Meinung, ihrem Freund geholfen zu haben. Tony würde es sich nicht eingestehen, dass dieser Schrei ihm gut getan hatte, er redete sich eher ein, dass er von dieser esoterisch-psychologischen Nummer Kopfweh bekam…
McGee hingegen saß an seinem Schreibtisch und versuchte ein Gespräch mit Ziva aufrecht zu erhalten. So ganz wollte ihm das jedenfalls nicht gelingen, er dachte schon seit Tagen nur an sein vermeintliches Blinddate: Tony.
Es war so absurd und auch gleichzeitig so typisch für ihn. Immer wenn er meinte, jemand tolles kennen gelernt zu haben, dann lief es gehörig schief.
„McGee?“, Ziva sah ihn fragend an. Sie lehnte an seinem Schreibtisch und löffelte Joghurt.
„Äh ja, achso, bin da ganz deiner Meinung. Wir erleben soviele Abenteuer miteinander, da können wir auch unsere Freitagabende zusammen verbringen!“
Sie runzelte die Stirn.
„McGee, ich hab dich vor 5 Minuten gefragt, was deine Meinung zu einem gemeinsamen Abendessen mit dem Team ist…und jetzt wollte ich wissen, wann du mal Zeit hättest…“
Er stand auf, wollte weg. „Ich…äh, ja…bin da eher so spontan…wollte noch in die Kantine…bis nachher.“, stammelte er und ließ Ziva stehen.
‚Was ist denn heute nur mit allen los?’, fragte sie sich. ‚Ohje, da kommt schon das nächste Problempäärchen…’ Jenny und Gibbs kamen vom Aufzug. Sie versuchte sich unauffällig zu verhalten, aber das war gar nicht nötig. Die beiden waren merkwürdigerweise harmonisch in ein Gespräch vertieft und beachteten Ziva gar nicht.
Über das Wochenende, an dem sie selbst genug mit sich und ihren Amy-Problemen beschäftigt war, hatte sie fast Tonys Geschichte außer Acht gelassen. Am Anfang hatte sie sich gezwungen, ihn ernst zu nehmen, inzwischen fand sie die Geschichte eher traurig.
Allerdings wußte sie nicht, wie sie Tony helfen konnte, ohne dabei McGee auf den Schlipps zu treten, der schließlich auch ihr Freund war.
Sie lud Tony mittags auf einen Spaziergang im Park ein.
„Sag schon, Tony, wie geht es dir wirklich?“
„Abbs…“
„Ich glaube dir nicht, dass du das alles so schnell verarbeitest! Außerdem glaube ich, dass da mehr ist, als nur das Gefühl von Peinlichkeit…“
„Nein, Abby mir geht es echt gut, ich war am Wochenende mit einem Mädel unterwegs…“
„Von der du nicht einmal den Namen für so relevant hältst, ihn mir mitzuteilen…“
„Sie hieß Brenda…oder Betty? Oder…ach egal, jedenfalls war das super toll mit ihr…“
„Siehst du, Tony? Du willst dich doch nur ablenken und das alles in dich reinfressen. Das macht dich auf die Dauer krank.“
„Verdammt Abby! ICH BIN DOCH NICHT SCHWUL!!!“, schrie er sie an, so dass einige Vögel aufgescheucht davon flogen und sich andere Parkgäste umdrehten.
Abby grinste ihn fröhlich an. „Ich finde, das ist schon mal ein super Anfang! Lass deinen Gefühlen freien Lauf!“, sagte sie und lief beschwingt weiter, der Meinung, ihrem Freund geholfen zu haben. Tony würde es sich nicht eingestehen, dass dieser Schrei ihm gut getan hatte, er redete sich eher ein, dass er von dieser esoterisch-psychologischen Nummer Kopfweh bekam…
McGee hingegen saß an seinem Schreibtisch und versuchte ein Gespräch mit Ziva aufrecht zu erhalten. So ganz wollte ihm das jedenfalls nicht gelingen, er dachte schon seit Tagen nur an sein vermeintliches Blinddate: Tony.
Es war so absurd und auch gleichzeitig so typisch für ihn. Immer wenn er meinte, jemand tolles kennen gelernt zu haben, dann lief es gehörig schief.
„McGee?“, Ziva sah ihn fragend an. Sie lehnte an seinem Schreibtisch und löffelte Joghurt.
„Äh ja, achso, bin da ganz deiner Meinung. Wir erleben soviele Abenteuer miteinander, da können wir auch unsere Freitagabende zusammen verbringen!“
Sie runzelte die Stirn.
„McGee, ich hab dich vor 5 Minuten gefragt, was deine Meinung zu einem gemeinsamen Abendessen mit dem Team ist…und jetzt wollte ich wissen, wann du mal Zeit hättest…“
Er stand auf, wollte weg. „Ich…äh, ja…bin da eher so spontan…wollte noch in die Kantine…bis nachher.“, stammelte er und ließ Ziva stehen.
‚Was ist denn heute nur mit allen los?’, fragte sie sich. ‚Ohje, da kommt schon das nächste Problempäärchen…’ Jenny und Gibbs kamen vom Aufzug. Sie versuchte sich unauffällig zu verhalten, aber das war gar nicht nötig. Die beiden waren merkwürdigerweise harmonisch in ein Gespräch vertieft und beachteten Ziva gar nicht.
Navy Soap (43)
„Aber eine Erklärung schuldest du mir noch“, sagte Ziva beim Frühstück mit halb vollem Mund und deutete mit ihrem Cornflakeslöffel auf Amy, die sich unschuldig gab.
„Was?“
„Was ist damals in Tel Aviv passiert?“
Amy fand die Geschichte so lächerlich, dass sie sich nie getraut hatte, sie nach der damaligen Gerichtsverhandlung zu erklären.
Sie kicherte und wurde rot. „Du mußt mir versprechen, mich nicht auszulachen!“
Ziva nickte und legte ihren Löffel beiseite.
„Also, ich war damals für eine Woche mit unserer Gruppe in Tel Aviv. Wir wollten abends am Strand grillen, also war ich einkaufen, in einem Supermarkt. Das Lieblingsanschlagsziel von vielen Terroristen.“
Ziva erinnerte sich. Einkaufen in Amerika war Wellness. Man betrat ein öffentliches Gebäude nicht mit der Angst, sofort in die Luft zu fliegen.
„Husseins Gruppe hatte Sprengköpfe wie Wassermelonen prepariert.“
Ziva begann zu lachen und schüttelte den Kopf. „Er ist der schlechteste Terrorist den ich kenne!“
„Ich habe gerade diese Melonen genommen und in meinen Einkaufswagen gelegt, hab aber noch einige Lagen an anderen Lebensmitteln drauf gelegt. Ich war dann allerdings mit dem Einkaufswagen gegen eine Dosenpyramide gefahren und half einer Kassiererin, das Zeug wieder aufzubauen. Der Wagen war in der Zeit weitergerollt und krachte gegen ein Regal. Die Erschütterung musste wohl den Sprengstoff aktiviert haben, denn der Wagen flog hoch…anscheinend hätten die Melonen schon hochgehen sollen, wenn man sie in die Hand nimmt oder in den Wagen legt. Und die vielen Lebensmittel haben die Explosion eingedämmt…“
Ziva biß sich auf die Lippe um nicht laut loszuprusten. Auch Amy musste sich das Lachen verkneifen, konnte aber irgendwann nicht mehr und beide lachten schallend los.
„Was?“
„Was ist damals in Tel Aviv passiert?“
Amy fand die Geschichte so lächerlich, dass sie sich nie getraut hatte, sie nach der damaligen Gerichtsverhandlung zu erklären.
Sie kicherte und wurde rot. „Du mußt mir versprechen, mich nicht auszulachen!“
Ziva nickte und legte ihren Löffel beiseite.
„Also, ich war damals für eine Woche mit unserer Gruppe in Tel Aviv. Wir wollten abends am Strand grillen, also war ich einkaufen, in einem Supermarkt. Das Lieblingsanschlagsziel von vielen Terroristen.“
Ziva erinnerte sich. Einkaufen in Amerika war Wellness. Man betrat ein öffentliches Gebäude nicht mit der Angst, sofort in die Luft zu fliegen.
„Husseins Gruppe hatte Sprengköpfe wie Wassermelonen prepariert.“
Ziva begann zu lachen und schüttelte den Kopf. „Er ist der schlechteste Terrorist den ich kenne!“
„Ich habe gerade diese Melonen genommen und in meinen Einkaufswagen gelegt, hab aber noch einige Lagen an anderen Lebensmitteln drauf gelegt. Ich war dann allerdings mit dem Einkaufswagen gegen eine Dosenpyramide gefahren und half einer Kassiererin, das Zeug wieder aufzubauen. Der Wagen war in der Zeit weitergerollt und krachte gegen ein Regal. Die Erschütterung musste wohl den Sprengstoff aktiviert haben, denn der Wagen flog hoch…anscheinend hätten die Melonen schon hochgehen sollen, wenn man sie in die Hand nimmt oder in den Wagen legt. Und die vielen Lebensmittel haben die Explosion eingedämmt…“
Ziva biß sich auf die Lippe um nicht laut loszuprusten. Auch Amy musste sich das Lachen verkneifen, konnte aber irgendwann nicht mehr und beide lachten schallend los.
Navy Soap (42)
Es war inzwischen dunkel, doch keiner von beiden wollte schlafen.
„Hussein hatte da erwähnt, daß er Abby nur mitentführt hatte, weil sie sich ständig in meiner Nähe aufgehalten hat…“, sagte Amy auf einmal, nachdem die beiden kichernd auf dem bett herumgerollt waren.
Ziva runzelte die Stirn. „Abby ist eine Vollidiotin, mach dir keine Sorgen um sie.“
„Ich weiß ganz genau, dass du nicht so über sie denkst. Das sagst du einfach nur so. Außerdem war sie in der Kiste ganz nett zu mir.“
Ziva schwieg. Ja, Amy hatte da vielleicht Recht, trotzdem konnte sie ihr Verhalten nicht deuten. Zuerst diese Einladung auf einen Drink, dann dieses komische Gespräch mit Tony, in dem sie ein Profil von Amy haben wollte und dann auch noch das…
„Weißt du, Abby war in letzter Zeit sehr merkwürdig.“
„Naja, sie hat uns auf nen Drink eingeladen? Was ist daran komisch?“
„Nein, das meine ich nicht. Ich habe neulich ein Gespräch zwischen ihr und Tony mitgehört…sie wollte ein Profil von dir haben, wie von einer Täterin, mit dem Argument, mich vor dir schützen zu wollen!“
Amy schluckte. Hatte Abby möglicherweise von dem Anschlag gewußt? Hatte sie Angst gehabt, dass Amy Ziva dadurch, dass Hussein Rache geschworen hatte, in Gefahr bringen könnte? Sie vertrieb den Gedanken wieder. Es war einfach zu abwegig.
Ziva schien dasselbe zu denken.
„Was passiert nun eigentlich mit Hussein?“, fragte Amy.
Ziva zuckte mit den Schultern. „Noch so ein Vollidiot, ich denke die werden ihn an Israel ausliefern…ich frag mich immer noch wie so ein Stümper es geschafft hat, zu fliehen…und dann auch noch nach Amerika…“
Abby hatte sich von Gibbs bis zur Wohnungstür begleiten lassen, wollte ihn aber nicht herein bitten. Sie wollte einfach nur Zeit für sich haben. Die letzten 48 Stunden waren etwas viel für sie gewesen. Sie fing an, sich asiatische Fertignudeln zu kochen und Collide zu hören. Immer wieder musste sie an alles denken. Sie hatte während dem Mordfall bei Subway in Amys Akte gestöbert und war auf diese dubiose Information mit einem Terroranschlag gekommen. Sie musste lachen. Wie hatte sie dieses kleine Mädchen für eine Terroristin halten können? Dabei war Amy praktisch Anti-Terror-Kämpferin gegen ihren Willen!
Und nebenbei ein ziemlich nettes Mädchen. Ja, Mädchen…sie waren ungefähr gleich alt, aber Amys Art lies sie viel jünger erscheinen. Als ihre Gedanken auf Ziva lenkten, und ihre Beziehung zu Amy, wandte sie sich lieber ihren Nudeln zu. An Ziva wollte sie heute nicht mehr denken, jetzt wo eigentlich alles geklärt war…
Sie würde beide demnächst auf eine große Portion Nudeln einladen und dann wäre vielleicht auch einmal der Damm zwischen ihr und Ziva gebrochen.
„Hussein hatte da erwähnt, daß er Abby nur mitentführt hatte, weil sie sich ständig in meiner Nähe aufgehalten hat…“, sagte Amy auf einmal, nachdem die beiden kichernd auf dem bett herumgerollt waren.
Ziva runzelte die Stirn. „Abby ist eine Vollidiotin, mach dir keine Sorgen um sie.“
„Ich weiß ganz genau, dass du nicht so über sie denkst. Das sagst du einfach nur so. Außerdem war sie in der Kiste ganz nett zu mir.“
Ziva schwieg. Ja, Amy hatte da vielleicht Recht, trotzdem konnte sie ihr Verhalten nicht deuten. Zuerst diese Einladung auf einen Drink, dann dieses komische Gespräch mit Tony, in dem sie ein Profil von Amy haben wollte und dann auch noch das…
„Weißt du, Abby war in letzter Zeit sehr merkwürdig.“
„Naja, sie hat uns auf nen Drink eingeladen? Was ist daran komisch?“
„Nein, das meine ich nicht. Ich habe neulich ein Gespräch zwischen ihr und Tony mitgehört…sie wollte ein Profil von dir haben, wie von einer Täterin, mit dem Argument, mich vor dir schützen zu wollen!“
Amy schluckte. Hatte Abby möglicherweise von dem Anschlag gewußt? Hatte sie Angst gehabt, dass Amy Ziva dadurch, dass Hussein Rache geschworen hatte, in Gefahr bringen könnte? Sie vertrieb den Gedanken wieder. Es war einfach zu abwegig.
Ziva schien dasselbe zu denken.
„Was passiert nun eigentlich mit Hussein?“, fragte Amy.
Ziva zuckte mit den Schultern. „Noch so ein Vollidiot, ich denke die werden ihn an Israel ausliefern…ich frag mich immer noch wie so ein Stümper es geschafft hat, zu fliehen…und dann auch noch nach Amerika…“
Abby hatte sich von Gibbs bis zur Wohnungstür begleiten lassen, wollte ihn aber nicht herein bitten. Sie wollte einfach nur Zeit für sich haben. Die letzten 48 Stunden waren etwas viel für sie gewesen. Sie fing an, sich asiatische Fertignudeln zu kochen und Collide zu hören. Immer wieder musste sie an alles denken. Sie hatte während dem Mordfall bei Subway in Amys Akte gestöbert und war auf diese dubiose Information mit einem Terroranschlag gekommen. Sie musste lachen. Wie hatte sie dieses kleine Mädchen für eine Terroristin halten können? Dabei war Amy praktisch Anti-Terror-Kämpferin gegen ihren Willen!
Und nebenbei ein ziemlich nettes Mädchen. Ja, Mädchen…sie waren ungefähr gleich alt, aber Amys Art lies sie viel jünger erscheinen. Als ihre Gedanken auf Ziva lenkten, und ihre Beziehung zu Amy, wandte sie sich lieber ihren Nudeln zu. An Ziva wollte sie heute nicht mehr denken, jetzt wo eigentlich alles geklärt war…
Sie würde beide demnächst auf eine große Portion Nudeln einladen und dann wäre vielleicht auch einmal der Damm zwischen ihr und Ziva gebrochen.
Navy Soap (41)
Amy saß weinend vor Erleichterung auf Zivas Schreibtischstuhl. Die holte ihr gerade einen Kaffee. Abby war umzingelt vom Rest des Teams. Alle waren erleichtert, dass sie wieder da war, unversehrt.
Ziva kam mit dem Kaffee zurück. „Nicht weinen!“, sagte Ziva lachend und reichte ihr auch ein Taschentuch. „Ist doch alles gut.“
Amy nahm einen gewaltigen Schluck Kaffee und rang sich dazu durch, Ziva eine unangenehme Frage zu stellen. „Ach, ist es das?“
Zivas Lächeln erfor. Sie freute sich so sehr, dass sie Amy vor sich hatte und auch, dass es ihr gut ging. Was sollte sie ihr erklären? ‚Sorry Amy, aber ich dachte, mir geht es ohne dich besser’ ; ‚Ich schlaf lieber mit Messern als mit Frauen.’ ; ‚Tony und Abby sind schuld!’ ; ‚Mich hat es verwirrt, dass ich endlich mal Glück in der Liebe habe…’
Sie entschied sich, nichts zu erklären. Sie küßte Amy einfach. Ihr war alles egal. Ob sie ihr vertrauen konnte, oder nicht. Diese Frau gehörte in ihr Leben. Ohne sie war es kein Leben. Sie hofft einfach nur, dass Amy ihren Kuß erwiedern würde, sie nicht sauer von sich wegstoßen würde…
Das Gebrabbel des Teams neben den beiden verstummte augenblicklich, aber Ziva und Amy störte das nicht.
Am Abend lagen beide in Zivas Bett. Amys Haare waren noch vom Duschen feucht, sie war nur in ein Badetuch gewickelt und lag nun auf dem Bauch neben Ziva. Ihr Rücken schmerzte immer noch zu sehr.
Die beiden hatten seit ihrem Kuß nichts mehr gesagt, waren nur selig nebeneinander hergelaufen und lagen nun hier. Ziva drehte ihren Kopf und sah Amy an. Sie hatte ihre Augen geschlossen, schlief aber nicht.
„Soll ich dich massieren?“, brach sie schließlich das Schweigen.
Amy öffnete die Augen. „Das wäre unheimlich lieb.“
Ziva setzte sich auf, beugte sich über Amy und zog langsam das Handtuch weg. Es war besser als ein Hanukka-Geschenk auszupacken. Sie strich mit den Händen behutsam über den glatten Rücken. Amy stöhnte wohlig unter ihr. „Das tut guuuut…“
Ziva musste lächeln. Es war so unheimlich schön mit ihr.
„Ich war so eine Vollidiotin…“, setzte sie schließlich an. „Vergibst du mir?“
Amy drehte sich halb auf die Seite. „Soll das ein Scherz sein?“, fragte sie bitter ernst.
Ziva schluckte. Was hatte sie anderes erwartet?
„Ich liebe dich! Natürlich verzeih ich dir!“, brach es aus Amy heraus. Sie lachte und weinte gleichzeitig. Ziva fiel wieder neben sie aufs Bett und küßte sie. Auch sie weinte, vor Glück.
Ziva kam mit dem Kaffee zurück. „Nicht weinen!“, sagte Ziva lachend und reichte ihr auch ein Taschentuch. „Ist doch alles gut.“
Amy nahm einen gewaltigen Schluck Kaffee und rang sich dazu durch, Ziva eine unangenehme Frage zu stellen. „Ach, ist es das?“
Zivas Lächeln erfor. Sie freute sich so sehr, dass sie Amy vor sich hatte und auch, dass es ihr gut ging. Was sollte sie ihr erklären? ‚Sorry Amy, aber ich dachte, mir geht es ohne dich besser’ ; ‚Ich schlaf lieber mit Messern als mit Frauen.’ ; ‚Tony und Abby sind schuld!’ ; ‚Mich hat es verwirrt, dass ich endlich mal Glück in der Liebe habe…’
Sie entschied sich, nichts zu erklären. Sie küßte Amy einfach. Ihr war alles egal. Ob sie ihr vertrauen konnte, oder nicht. Diese Frau gehörte in ihr Leben. Ohne sie war es kein Leben. Sie hofft einfach nur, dass Amy ihren Kuß erwiedern würde, sie nicht sauer von sich wegstoßen würde…
Das Gebrabbel des Teams neben den beiden verstummte augenblicklich, aber Ziva und Amy störte das nicht.
Am Abend lagen beide in Zivas Bett. Amys Haare waren noch vom Duschen feucht, sie war nur in ein Badetuch gewickelt und lag nun auf dem Bauch neben Ziva. Ihr Rücken schmerzte immer noch zu sehr.
Die beiden hatten seit ihrem Kuß nichts mehr gesagt, waren nur selig nebeneinander hergelaufen und lagen nun hier. Ziva drehte ihren Kopf und sah Amy an. Sie hatte ihre Augen geschlossen, schlief aber nicht.
„Soll ich dich massieren?“, brach sie schließlich das Schweigen.
Amy öffnete die Augen. „Das wäre unheimlich lieb.“
Ziva setzte sich auf, beugte sich über Amy und zog langsam das Handtuch weg. Es war besser als ein Hanukka-Geschenk auszupacken. Sie strich mit den Händen behutsam über den glatten Rücken. Amy stöhnte wohlig unter ihr. „Das tut guuuut…“
Ziva musste lächeln. Es war so unheimlich schön mit ihr.
„Ich war so eine Vollidiotin…“, setzte sie schließlich an. „Vergibst du mir?“
Amy drehte sich halb auf die Seite. „Soll das ein Scherz sein?“, fragte sie bitter ernst.
Ziva schluckte. Was hatte sie anderes erwartet?
„Ich liebe dich! Natürlich verzeih ich dir!“, brach es aus Amy heraus. Sie lachte und weinte gleichzeitig. Ziva fiel wieder neben sie aufs Bett und küßte sie. Auch sie weinte, vor Glück.
Mittwoch, 26. August 2009
Sonntag, 23. August 2009
Aller Anfang ist schwer!
Ich hatte ja schon letzte Woche eine super Idee für eine Fanatsy/Mystery/Wasauchimmer-Geschichte, nun ist die Idee in meinem Kopf soweit herangereift, dass ich anfangen könnte, zu schreiben.
Allerdings fehlen mir noch ganz ellementare Dinge:
Soll ich wirklich aus der Ich-Perspektive schreiben?
Wie heißen die Protagonisten?
Wie heißt diese magische übernatürliche Spezies...?
Werden die Leser merken, woher diese grünen Gestalten in Wirklichkeit kommen und dass ich die gar nicht erfunden habe??? Sollte ich die Quelle erwähnen?
Ich höre Deathstars, brüte über diesen Fragen und wenn es mir demnächst zu blöd wird, werde ich mich raussetzen und "Die Elfen" lesen.
Allerdings fehlen mir noch ganz ellementare Dinge:
Soll ich wirklich aus der Ich-Perspektive schreiben?
Wie heißen die Protagonisten?
Wie heißt diese magische übernatürliche Spezies...?
Werden die Leser merken, woher diese grünen Gestalten in Wirklichkeit kommen und dass ich die gar nicht erfunden habe??? Sollte ich die Quelle erwähnen?
Ich höre Deathstars, brüte über diesen Fragen und wenn es mir demnächst zu blöd wird, werde ich mich raussetzen und "Die Elfen" lesen.
Donnerstag, 20. August 2009
Navy Soap (40)
Er drehte sich zu Ziva um und starrte in den Lauf ihrer Waffe.
„Wie schön das alles klappt! Ein Treffen lauter alter Bekannter!“, rief er auf arabisch.
Ziva hatte damals geholfen, ihn in den Knast zu bekommen. Auch wenn es nie bewiesen wurde, glaubte sie, dass er ihre Schwester umgebracht hatte, neben den vielen Verbrechen die er sonst noch begangen wurde.
Ziva wurde unruhig. Ihre Finger juckten geradezu, einfach abzudrücken. Das war allerdings unverantwortlich, er schien unbewaffnet zu sein und warum sollte man jemanden erschießen, der sich mit zwei Mädchen in einer Kiste unterhielt? Solche absurden Fragen dürfte sie sich während des Disziplinarverfahrens anhören, falls sie ihn jetzt einfach erschoss…
Amy sah, dass er bewaffnet war. Gangstermäßig schaute der Griff einer Pistole aus seinem Gürtel heraus. Sollte sie es wagen und ihm die Waffe abnehmen?
Sie schaute kurz zu Abby, während Hussein sich immer noch freute, dass Ziva da war. So ein Vollidiot!
Abby wußte, was Amy dachte und nickte. Mit einem Satz war sie ausgestanden und hielt die Waffe aus Husseins Gürtel in der Hand. Zitternd entsicherte sie die Pistole, so wie sie es im Film schon oft gesehen hatte. Dass sie sich damit fast den ganzen Daumennagel abriß, störte sie herzlich wenig.
Sie richtete die Waffe auf Hussein und atmete tief durch.
Der war sehr überrascht, Ziva auch, was sie zu einem kurzen Moment der Unachtsamkeit verleitete. Hussein hatte sie geschickt in seine Arm gedreht, hielt sie im Schwitzkasten und drückte ihr die eigene Waffe ans Kinn.
Amy wollte schon die Waffe sinken lassen, sie bekam Angst. Dann lachte Hussein sein ekelhaftes Lachen. „Was du kannst, kann ich schon lange, kleine Amerikanerschlampe…“
Abby blieb immer noch in der Kiste sitzen und hielt die Luft an. Wenn Ziva da war, würde Gibbs sicherlich sofort hier sein. Sie versuchte sich zu beruhigen.
Die Szene erstarrte. Amy wußte, wenn sie abdrückte, könnte Hussein im selben Moment abdrücken, oder Ziva herumreißen, so dass sie die Kugel abbekam. Er schien ihre Gedanken zu lesen. „Tja, was willst du jetzt machen, Amy?“, fragte er höhnisch. Ziva formte ihre Lippen zu einem „Egal, erschieß ihn!“ Amy sah in ihre Augen. Ziva wäre zwar bereit sich zu opfern, aber sie hatte Angst. Amy schaute auf die Waffe, die immer schwerer wurde. Sie konnte nicht abdrücken!
Abby erkannte auf einmal, dass es nur zwei Waffen gab, sie aber drei Geiseln waren. Wenn sie Hussein ablenken würde, dann würde er die Waffe von Ziva wegdrehen, die könnte ihn in der Zeit überwältigen. Sie wartete nicht länger, sprang auch auf und schrie: „GIBBS!!! TONY!!! MCGEE!!! Wir sind hier!“, sie streckte ihre Hände in die Höhe und sah sich in der Halle um. Kisten, nichts als Kisten…keine anderen Menschen.
Natürlich hatte Hussein ihr inzwischen die Waffe an den Kopf gehoben. Sie hatte keine Angst. Ziva war ja da und sie traute Amy auch noch zu, Gebrauch von der Pistole zu machen. Ziva hatte nun leichtes Spiel, sie wurde nur noch von einer Hand festgehalten. Sie vollführte eine volle Drehung und hieb Hussein ihre Handkante ins Genick, während sie ihr Knie in seine Magengegend bohrte. Er ließ zuerst die Waffe und dann sich selbst fallen. Sie setzte sich sofort auf seinen Rücken und legte ihm Handschellen an. Amy und Abby waren inzwischen aus der Kiste geklettert. Amy sah kurz zu Ziva und Abby. „Rein mit ihm?“
Die beiden anderen lachten kurz und nickten: „Rein mit dem Drecksack!“
Sie warfen ihn äußerst unsanft in die Kiste und ließen den Deckel ins Schloß fallen.
„Jetzt müssen wir uns nur noch die Kiste merken und dann geben wir Gibbs und Tony Bescheid. Mcgee sichert die Gegend vor der Halle…“, seufzte Ziva. Die Anspannung ließ deutlich von ihr ab. Abby war immer noch nervös. „Und…wo sind die anderen?“
Ziva sah sich kurz um. „Eigentlich wollten sie von der anderen Seite kommen…“, murmelte sie und deutete zu einem halb offenen Tor.
Im selben Moment klingelte ihr Handy. „McGee, alles okay?“
„Eher weniger Ziva, ich hab hier gerade zwei Männer gesehen, die Tony und Gibbs, beide k.o., in einen Lieferwagen geschleift haben. Du kommst besser schnell…hast du Abby und Amy schon gefunden?“ Ziva hielt es für irrelevant zu antworten und sprintete los. Amy und Abby liefen ihr hinterher.
„Lass mich fahren!!!“, rief Ziva, als sie zum Auto kam. „NEIN!“, stöhnte McGee und startete den Motor, während Abby und Ziva auf den Rücksitz rutschten.
Er fuhr sofort los und folgte dem Lieferwagen.
„Hussein war also nicht allein!“, fluchte Ziva vor sich hin.
„Geht’s euch beiden eigentlich gut?“, fragte McGee, als ob ihn das alles gar nichts anging, die beiden auf dem Rücksitz.
„Schwätz nicht, FAHR! Gibbs und Tony sind in Gefahr!!!“, giftete Abby.
Sie folgten dem Wagen auf die Schnellstraße, die um diese Zeit fast leer war.
Ziva atmete tief durch. „Also, ich hab das in einem von Tonys Filmen gesehen, vielleicht funktioniert’s ja.“, seufzte sie. „Ich kurbele jetzt das Fenster runter und schieße auf die Reifen. Die scheinen uns noch nicht als Verfolger identifiziert zu haben!“
McGee nickte und hielt das Lenkrad etwas fester. Ziva setzte sich auf die Fensterkante und feuerte auf einen der Hinterreifen.
Er platzte! Es hatte funktioniert. Der Lieferwagen kam ins Schleudern. „Ich krieg auch noch den anderen!“, rief Ziva und setzte erneut zum Schuß an. McGee sah gerade noch im Augenwinkel, wie die Tür des Lieferwagens aufschwang und einer der Kerle auf Ziva zielte. McGee riß sofort das Lenkrad rum, die Kugel landete in der Karosserie. „Verdammt McGee, ich hätte ihn getroffen!“, beschwerte sich Ziva, doch als sie den Kerl, der sich aus der offenen Tür lehnte, sah, hielt sie Klappe. Ziva schluckte. „Okay, Planänderung. ich versuche, den Kerl zu erwischen, dann kriegen wir den Wagen auch so. Und Amy, ruf doch mal die Polizei an und sag denen wo Hussein ist.“
Abby musste reden, Amy war viel zu aufgeregt. Sie hatte Angst um Ziva, die meinte, die Heldin spielen zu müssen. ‚Hätte McGee sie doch nur fahren lassen, dann würde sie sich jetzt hier nicht zu weit aus dem Fenster lehnen…im wahrsten Sinne des Wortes…’, dachte Amy, die den Fahrstil von Ziva noch nie erlebt hatte.
Der Kerl feuerte wieder, McGee sah sofort, dass der Schuß ins schwarze Gummi treffen würde. Er rief: „Okay, festhalten!“, als die Kugel einschlug. Nun kam auch ihr Auto ins Schleudern und Ziva, die immer noch auf der Kante hockte, fiel fast aus dem Auto. Sie fluchte irgend etwas auf hebräisch und feuerte auf den Lieferwagen. Gott sei Dank explodieren Autos davon nur im Film. Der Lieferwagen verlor hingegen Benzin.
„Versuch mal auf dieselbe Höhe des Wagens zu kommen, dann kann ich auch die vorderen Reifen erledigen.“ McGee schüttelt den Kopf. „Das ist viel zu riskant, wenn denen dann der Wagen komplett ausbricht…“
„Aber wir müssen sie doch irgendwie einholen…“, sagte Abby, hlab energisch, halb flehend. Sie hatte Angst um Tony und Gibbs.
Amy meldete sich: „Okay, das klingt jetzt echt freaky, aber das hab ich in nem Film gesehen.“
Man sah sie an. „Die Entführer sitzen vorne im Führerhäuschen, haben also keinerlei EInfluss, auf das, was hinten im Laderaum passiert. Wir fahren so dicht wie möglich an den Wagen heran, einer von uns klettert über die Motorhaube und befreit sie beiden. Ist zwar gefährlich, aber so…“
„Fast and Furious 4?“, fragte McGee „Der war gut!“
Ziva verpaßte ihm stellvertretend für Gibbs eine Kopfnuß. „Nein, das ist zu riskant und das gibt’s nur im Film… wir versuchen die Tür aufzuschießen. Dann wechseln wir die Spur, dann können Gibbs und Tony rausspringen. Und…Abby ruf mal Jenny an, die soll die Schnellstraße sperren lassen!“
Diesmal stand Ziva auf dem Sitz und feuerte aus dem Schiebedach heraus, auf die Scharniere der Tür. „Woooohoo…“, machte Mcgee als dem Auto ein Türflügel entgegenflog. „Oh.“, hatte Ziva dafür übrig und sie steckte schnell den Kopf wieder ins Auto, als McGee halsbrecherisch auswich.
Tony und Gibbs waren inzwischen wieder bei Bewußtsein. Beide waren erleichtert, als sie Gibbs Auto hinter ihnen herfahren sahen.
„Sollen wir jetzt einfach rausspringen, Boss?“, fragte Tony.
Gibbs überlegte. „Falls das die Idee von den beiden war, dann…naja die können uns bestimmt die Handfesseln lösen.“, sagte er und zuckte mit den Schultern und ließ sich fallen.
Tony war zerknirscht, dass er überhaupt gefragt hatte. Das war sehr unmännlich gewesen. Er hechtete hinterher und lag Sekunden später auf dem heißen Aspahlt, sich vor Schmerz windend. Ziva und McGee stiegen sofort aus, auch Abby lief den beiden hinterher. „Tony! gibbs! Wie geht es euch…?“, fragte sie, währen sie sich über die beiden beugte. Gibbs hustete und rieb sich die Seite. „Weg hier.“, stöhnte er und half Tony auf die Beine.
„Wie schön das alles klappt! Ein Treffen lauter alter Bekannter!“, rief er auf arabisch.
Ziva hatte damals geholfen, ihn in den Knast zu bekommen. Auch wenn es nie bewiesen wurde, glaubte sie, dass er ihre Schwester umgebracht hatte, neben den vielen Verbrechen die er sonst noch begangen wurde.
Ziva wurde unruhig. Ihre Finger juckten geradezu, einfach abzudrücken. Das war allerdings unverantwortlich, er schien unbewaffnet zu sein und warum sollte man jemanden erschießen, der sich mit zwei Mädchen in einer Kiste unterhielt? Solche absurden Fragen dürfte sie sich während des Disziplinarverfahrens anhören, falls sie ihn jetzt einfach erschoss…
Amy sah, dass er bewaffnet war. Gangstermäßig schaute der Griff einer Pistole aus seinem Gürtel heraus. Sollte sie es wagen und ihm die Waffe abnehmen?
Sie schaute kurz zu Abby, während Hussein sich immer noch freute, dass Ziva da war. So ein Vollidiot!
Abby wußte, was Amy dachte und nickte. Mit einem Satz war sie ausgestanden und hielt die Waffe aus Husseins Gürtel in der Hand. Zitternd entsicherte sie die Pistole, so wie sie es im Film schon oft gesehen hatte. Dass sie sich damit fast den ganzen Daumennagel abriß, störte sie herzlich wenig.
Sie richtete die Waffe auf Hussein und atmete tief durch.
Der war sehr überrascht, Ziva auch, was sie zu einem kurzen Moment der Unachtsamkeit verleitete. Hussein hatte sie geschickt in seine Arm gedreht, hielt sie im Schwitzkasten und drückte ihr die eigene Waffe ans Kinn.
Amy wollte schon die Waffe sinken lassen, sie bekam Angst. Dann lachte Hussein sein ekelhaftes Lachen. „Was du kannst, kann ich schon lange, kleine Amerikanerschlampe…“
Abby blieb immer noch in der Kiste sitzen und hielt die Luft an. Wenn Ziva da war, würde Gibbs sicherlich sofort hier sein. Sie versuchte sich zu beruhigen.
Die Szene erstarrte. Amy wußte, wenn sie abdrückte, könnte Hussein im selben Moment abdrücken, oder Ziva herumreißen, so dass sie die Kugel abbekam. Er schien ihre Gedanken zu lesen. „Tja, was willst du jetzt machen, Amy?“, fragte er höhnisch. Ziva formte ihre Lippen zu einem „Egal, erschieß ihn!“ Amy sah in ihre Augen. Ziva wäre zwar bereit sich zu opfern, aber sie hatte Angst. Amy schaute auf die Waffe, die immer schwerer wurde. Sie konnte nicht abdrücken!
Abby erkannte auf einmal, dass es nur zwei Waffen gab, sie aber drei Geiseln waren. Wenn sie Hussein ablenken würde, dann würde er die Waffe von Ziva wegdrehen, die könnte ihn in der Zeit überwältigen. Sie wartete nicht länger, sprang auch auf und schrie: „GIBBS!!! TONY!!! MCGEE!!! Wir sind hier!“, sie streckte ihre Hände in die Höhe und sah sich in der Halle um. Kisten, nichts als Kisten…keine anderen Menschen.
Natürlich hatte Hussein ihr inzwischen die Waffe an den Kopf gehoben. Sie hatte keine Angst. Ziva war ja da und sie traute Amy auch noch zu, Gebrauch von der Pistole zu machen. Ziva hatte nun leichtes Spiel, sie wurde nur noch von einer Hand festgehalten. Sie vollführte eine volle Drehung und hieb Hussein ihre Handkante ins Genick, während sie ihr Knie in seine Magengegend bohrte. Er ließ zuerst die Waffe und dann sich selbst fallen. Sie setzte sich sofort auf seinen Rücken und legte ihm Handschellen an. Amy und Abby waren inzwischen aus der Kiste geklettert. Amy sah kurz zu Ziva und Abby. „Rein mit ihm?“
Die beiden anderen lachten kurz und nickten: „Rein mit dem Drecksack!“
Sie warfen ihn äußerst unsanft in die Kiste und ließen den Deckel ins Schloß fallen.
„Jetzt müssen wir uns nur noch die Kiste merken und dann geben wir Gibbs und Tony Bescheid. Mcgee sichert die Gegend vor der Halle…“, seufzte Ziva. Die Anspannung ließ deutlich von ihr ab. Abby war immer noch nervös. „Und…wo sind die anderen?“
Ziva sah sich kurz um. „Eigentlich wollten sie von der anderen Seite kommen…“, murmelte sie und deutete zu einem halb offenen Tor.
Im selben Moment klingelte ihr Handy. „McGee, alles okay?“
„Eher weniger Ziva, ich hab hier gerade zwei Männer gesehen, die Tony und Gibbs, beide k.o., in einen Lieferwagen geschleift haben. Du kommst besser schnell…hast du Abby und Amy schon gefunden?“ Ziva hielt es für irrelevant zu antworten und sprintete los. Amy und Abby liefen ihr hinterher.
„Lass mich fahren!!!“, rief Ziva, als sie zum Auto kam. „NEIN!“, stöhnte McGee und startete den Motor, während Abby und Ziva auf den Rücksitz rutschten.
Er fuhr sofort los und folgte dem Lieferwagen.
„Hussein war also nicht allein!“, fluchte Ziva vor sich hin.
„Geht’s euch beiden eigentlich gut?“, fragte McGee, als ob ihn das alles gar nichts anging, die beiden auf dem Rücksitz.
„Schwätz nicht, FAHR! Gibbs und Tony sind in Gefahr!!!“, giftete Abby.
Sie folgten dem Wagen auf die Schnellstraße, die um diese Zeit fast leer war.
Ziva atmete tief durch. „Also, ich hab das in einem von Tonys Filmen gesehen, vielleicht funktioniert’s ja.“, seufzte sie. „Ich kurbele jetzt das Fenster runter und schieße auf die Reifen. Die scheinen uns noch nicht als Verfolger identifiziert zu haben!“
McGee nickte und hielt das Lenkrad etwas fester. Ziva setzte sich auf die Fensterkante und feuerte auf einen der Hinterreifen.
Er platzte! Es hatte funktioniert. Der Lieferwagen kam ins Schleudern. „Ich krieg auch noch den anderen!“, rief Ziva und setzte erneut zum Schuß an. McGee sah gerade noch im Augenwinkel, wie die Tür des Lieferwagens aufschwang und einer der Kerle auf Ziva zielte. McGee riß sofort das Lenkrad rum, die Kugel landete in der Karosserie. „Verdammt McGee, ich hätte ihn getroffen!“, beschwerte sich Ziva, doch als sie den Kerl, der sich aus der offenen Tür lehnte, sah, hielt sie Klappe. Ziva schluckte. „Okay, Planänderung. ich versuche, den Kerl zu erwischen, dann kriegen wir den Wagen auch so. Und Amy, ruf doch mal die Polizei an und sag denen wo Hussein ist.“
Abby musste reden, Amy war viel zu aufgeregt. Sie hatte Angst um Ziva, die meinte, die Heldin spielen zu müssen. ‚Hätte McGee sie doch nur fahren lassen, dann würde sie sich jetzt hier nicht zu weit aus dem Fenster lehnen…im wahrsten Sinne des Wortes…’, dachte Amy, die den Fahrstil von Ziva noch nie erlebt hatte.
Der Kerl feuerte wieder, McGee sah sofort, dass der Schuß ins schwarze Gummi treffen würde. Er rief: „Okay, festhalten!“, als die Kugel einschlug. Nun kam auch ihr Auto ins Schleudern und Ziva, die immer noch auf der Kante hockte, fiel fast aus dem Auto. Sie fluchte irgend etwas auf hebräisch und feuerte auf den Lieferwagen. Gott sei Dank explodieren Autos davon nur im Film. Der Lieferwagen verlor hingegen Benzin.
„Versuch mal auf dieselbe Höhe des Wagens zu kommen, dann kann ich auch die vorderen Reifen erledigen.“ McGee schüttelt den Kopf. „Das ist viel zu riskant, wenn denen dann der Wagen komplett ausbricht…“
„Aber wir müssen sie doch irgendwie einholen…“, sagte Abby, hlab energisch, halb flehend. Sie hatte Angst um Tony und Gibbs.
Amy meldete sich: „Okay, das klingt jetzt echt freaky, aber das hab ich in nem Film gesehen.“
Man sah sie an. „Die Entführer sitzen vorne im Führerhäuschen, haben also keinerlei EInfluss, auf das, was hinten im Laderaum passiert. Wir fahren so dicht wie möglich an den Wagen heran, einer von uns klettert über die Motorhaube und befreit sie beiden. Ist zwar gefährlich, aber so…“
„Fast and Furious 4?“, fragte McGee „Der war gut!“
Ziva verpaßte ihm stellvertretend für Gibbs eine Kopfnuß. „Nein, das ist zu riskant und das gibt’s nur im Film… wir versuchen die Tür aufzuschießen. Dann wechseln wir die Spur, dann können Gibbs und Tony rausspringen. Und…Abby ruf mal Jenny an, die soll die Schnellstraße sperren lassen!“
Diesmal stand Ziva auf dem Sitz und feuerte aus dem Schiebedach heraus, auf die Scharniere der Tür. „Woooohoo…“, machte Mcgee als dem Auto ein Türflügel entgegenflog. „Oh.“, hatte Ziva dafür übrig und sie steckte schnell den Kopf wieder ins Auto, als McGee halsbrecherisch auswich.
Tony und Gibbs waren inzwischen wieder bei Bewußtsein. Beide waren erleichtert, als sie Gibbs Auto hinter ihnen herfahren sahen.
„Sollen wir jetzt einfach rausspringen, Boss?“, fragte Tony.
Gibbs überlegte. „Falls das die Idee von den beiden war, dann…naja die können uns bestimmt die Handfesseln lösen.“, sagte er und zuckte mit den Schultern und ließ sich fallen.
Tony war zerknirscht, dass er überhaupt gefragt hatte. Das war sehr unmännlich gewesen. Er hechtete hinterher und lag Sekunden später auf dem heißen Aspahlt, sich vor Schmerz windend. Ziva und McGee stiegen sofort aus, auch Abby lief den beiden hinterher. „Tony! gibbs! Wie geht es euch…?“, fragte sie, währen sie sich über die beiden beugte. Gibbs hustete und rieb sich die Seite. „Weg hier.“, stöhnte er und half Tony auf die Beine.
Mittwoch, 19. August 2009
Navy Soap (39)
Amy hatte sich inzwischen beruhigt und ihren Kopf in Abbys Schoß gelegt. Sie war nicht die schlechteste Gesellschaft. Abby strich Amy ab und zu übers Haar. Auch sie dachte, dass Amy ganz gute Gesellschaft war.
Amy schreckte auf. „Ihr höre Schritte!!!“, zischte sie.
Auf einmal wurde der Deckel der Kiste gehoben. Die beiden waren zuerst vom Licht geblendet, sahen dann einen jungen, bärtigen Mann, der sie mit gelben Zähnen und einem Goldeckzahn angrinste. Widerlich.
Amy erkannte ihn sofort. „Hussein!“, zischte sie. Sie kannte ihn von ihrer Zeit aus Israel. Sie hatte bisher noch nie jemandem erzählt, dass sie damals durch Zufall einen Anschlag in Tel Aviv vereitelt hatte. Durch ihre eigene Tolpatschigkeit, einen vollen Einkaufswagen und einer Menge Glück. Es war nicht ihre Schuld gewesen, sondern Zufall, aber dieser Mann hatte ihr Rache geschworen.
„Habt ihr gut geschlafen, Ladies?“, fragte er auf arabisch. Amy funkelte ihn böse an und schwieg. Abby sah eher ängstlich und unversichert aus. Sie konnte kein arabisch. Auf ihrer Stirn stand: „Wo bleibt Gibbs?“
„Ich habe Essen für euch.“, er warf ihnen zwei abgepackte Sandwichs zu. „Glaubt ihr, man vermißt euch schon?“, lachte er dann auf Englisch.
„Was willst du, Hussein?“, fragte Amy schließlich. „Dich.“, hauchte er. Sie konnte seinen schlechten Atem riechen. „Du brauchst dir keine weiteren Gedanken machen, du wirst sterben. Du hast es verdient. Abby ist mir in die Falle gelaufen, weil sie ständig in deiner Nähe war. Sie ist nun Köder. So kann ich deinen Tod wenigstens grausam inszenieren. Deine kleine Mossadfreundin wird zusehen müssen. Was ich mit der kleinen Laborantin anstelle, muss ich mir dann überlegen, ich denke…“
Abby wurde unruhig. Auch Amy sah sie an. Die beiden hatten etwas hinter dem Lachen von Hussein gehört.
Er redete weiter, und ging ins Detail, was er machen wollte. Amy und Abby interessierte es nicht. Sie waren sich fast sicher, dass Gibbs und das Team inzwischen in der Halle waren und sich anschlichen.
Er merkte erst, als Ziva neben ihm aufgetaucht war, dass er nicht mehr allein in der Halle war. Sie hielt ihm ihre Pistole an die Schläfe.
Auch sie kannte Hussein. Er war einer der Rädelsführer der Hamas. Scheinbar hatte er sich in die USA abgesetzt, unerkannt. Und sein Problem war schon immer, dass er zuviel redete.
Amy schreckte auf. „Ihr höre Schritte!!!“, zischte sie.
Auf einmal wurde der Deckel der Kiste gehoben. Die beiden waren zuerst vom Licht geblendet, sahen dann einen jungen, bärtigen Mann, der sie mit gelben Zähnen und einem Goldeckzahn angrinste. Widerlich.
Amy erkannte ihn sofort. „Hussein!“, zischte sie. Sie kannte ihn von ihrer Zeit aus Israel. Sie hatte bisher noch nie jemandem erzählt, dass sie damals durch Zufall einen Anschlag in Tel Aviv vereitelt hatte. Durch ihre eigene Tolpatschigkeit, einen vollen Einkaufswagen und einer Menge Glück. Es war nicht ihre Schuld gewesen, sondern Zufall, aber dieser Mann hatte ihr Rache geschworen.
„Habt ihr gut geschlafen, Ladies?“, fragte er auf arabisch. Amy funkelte ihn böse an und schwieg. Abby sah eher ängstlich und unversichert aus. Sie konnte kein arabisch. Auf ihrer Stirn stand: „Wo bleibt Gibbs?“
„Ich habe Essen für euch.“, er warf ihnen zwei abgepackte Sandwichs zu. „Glaubt ihr, man vermißt euch schon?“, lachte er dann auf Englisch.
„Was willst du, Hussein?“, fragte Amy schließlich. „Dich.“, hauchte er. Sie konnte seinen schlechten Atem riechen. „Du brauchst dir keine weiteren Gedanken machen, du wirst sterben. Du hast es verdient. Abby ist mir in die Falle gelaufen, weil sie ständig in deiner Nähe war. Sie ist nun Köder. So kann ich deinen Tod wenigstens grausam inszenieren. Deine kleine Mossadfreundin wird zusehen müssen. Was ich mit der kleinen Laborantin anstelle, muss ich mir dann überlegen, ich denke…“
Abby wurde unruhig. Auch Amy sah sie an. Die beiden hatten etwas hinter dem Lachen von Hussein gehört.
Er redete weiter, und ging ins Detail, was er machen wollte. Amy und Abby interessierte es nicht. Sie waren sich fast sicher, dass Gibbs und das Team inzwischen in der Halle waren und sich anschlichen.
Er merkte erst, als Ziva neben ihm aufgetaucht war, dass er nicht mehr allein in der Halle war. Sie hielt ihm ihre Pistole an die Schläfe.
Auch sie kannte Hussein. Er war einer der Rädelsführer der Hamas. Scheinbar hatte er sich in die USA abgesetzt, unerkannt. Und sein Problem war schon immer, dass er zuviel redete.
Dienstag, 18. August 2009
Navy Soap (38)
„ABBY UND AMY WURDEN ENTFÜHRT!!!“, schrie sie, als sie aus dem Aufzug stürmte.
Gibbs, Tony und McGee sprangen sofort auf. Mit zitternden Händen kramte sie ihr Handy aus der Manteltasche und warf es zu McGee. „Schnell, orten!“, rief sie mit Gibbs fast gleichzeitig. Das ließ sich Tim nicht zweimal sagen.
Ziva und Tony standen aufgeregt vor dem LCD-Bildschirm und ihnen konnte die Ortung nicht schnell genug gehen.
„Was soll ich mit dem Handy, Jethro?“, fragte Jenny skeptisch und beäugte das kleine Gerät, das Gibbs ihr gerade auf den Schreibtisch geworfen hatte.
„Lies!“
Sie las die Nachricht und schluckte. Er hatte Recht gehabt, auch wenn es vielleicht eine vage Spekulation gewesen war, nun hatte er Beweise.
„Willst du mir jetzt triumphierend beweisen, dass du mit deinem Bauchgefühl recht hattest?“, fragte sie, als sie ihre Maske wieder aufgesetzt hatte.
Tony stach Ziva mit dem Zeigefinger in die Seite. „Das war ziemlich emotional von dir. Machst du dir Sorgen um deine Freundin?“, fragte er, halb ernst, halb hänselnd.
Ziva sah betreten zu Boden. Ja, sie machte sich Sorgen, Große sogar. Aber das mit Amy musste sie abhaken. Sie durfte keine Gefühle haben.
„Hab sie!“, riß Tim beide aus ihrer starren vor dem Bildschirm.
Amy trommelte auf den Boden der Holzkiste. Abby versuchte sie zu beruhigen. „Hey…sie orten uns bestimmt gerade.“, flüsterte sie und legte zaghaft eine Hand auf Amys Schulter.
Amy war zu aufgewühlt. Was, wenn Ziva aus absoluten Desinteresse an ihr die SMS ohne sie zu lesen gelöscht hätte? War Ziva so stark, gegen die menschliche Neugierde anzukämpfen?
Warum hatte sie sich nicht gemeldet? War sie ihr egal geworden? War sie ihr schon die ganze Zeit egal gewesen? War sie einfach nur ein guter Fick gewesen? Ziva hatte ihr verraten, dass es für sie die erste Erfahrung, in sexueller, wie auch emotionaler Hinsicht, mit einer Frau ist. Vielleicht wollte sie einfach nur etwas ausprobieren?
Sie konnte ihre Gefühle nicht länger zurückhalten und brach in Tränen aus.
Abby zögerte kurz und schlang dann beide Arme um sie. „Schhhh-Schhh.“, machte sie, als ob sie ein kleines Kind trösten würde. „Ziva und der Rest des Teams werden uns hier rausholen. Ich bin mir sicher, dass Ziva alles daran setzen wird, dich zu retten.“ Dann wurde sie ernst. ‚Darüber, dass sie dann auch gleichzeitig mich rettet, wird sie möglicherweise nicht so erfreut sein…’, dachte sie wehmütig.
Gibbs starrte auf den Schirm und sah sich die Darstellung der Karte an. McGee erklärte: „Sie befinden sich in einer alten Lagerhalle.“
Es wurde nicht lange gezögert, man fuhr sofort los.
Zivas Herz pochte. Wenn sie Amy lebend finden würden, was sie sehr hoffte, würde sie aber auch mit ihr konfrontiert werden. Was sollte sie Amy sagen?
Gleichzeitig fühlte sie sich an den Tod ihrer Schwester erinnert. Diese Entführung, die nervenaufreibende Suche, alles kam wieder in ihr hoch. Sie durften nicht zu spät sein! Sie wollte nicht noch mehr Leute, die ihr wichtig waren, grausam getötet, in die Leere starrend, sehen!
Gibbs, Tony und McGee sprangen sofort auf. Mit zitternden Händen kramte sie ihr Handy aus der Manteltasche und warf es zu McGee. „Schnell, orten!“, rief sie mit Gibbs fast gleichzeitig. Das ließ sich Tim nicht zweimal sagen.
Ziva und Tony standen aufgeregt vor dem LCD-Bildschirm und ihnen konnte die Ortung nicht schnell genug gehen.
„Was soll ich mit dem Handy, Jethro?“, fragte Jenny skeptisch und beäugte das kleine Gerät, das Gibbs ihr gerade auf den Schreibtisch geworfen hatte.
„Lies!“
Sie las die Nachricht und schluckte. Er hatte Recht gehabt, auch wenn es vielleicht eine vage Spekulation gewesen war, nun hatte er Beweise.
„Willst du mir jetzt triumphierend beweisen, dass du mit deinem Bauchgefühl recht hattest?“, fragte sie, als sie ihre Maske wieder aufgesetzt hatte.
Tony stach Ziva mit dem Zeigefinger in die Seite. „Das war ziemlich emotional von dir. Machst du dir Sorgen um deine Freundin?“, fragte er, halb ernst, halb hänselnd.
Ziva sah betreten zu Boden. Ja, sie machte sich Sorgen, Große sogar. Aber das mit Amy musste sie abhaken. Sie durfte keine Gefühle haben.
„Hab sie!“, riß Tim beide aus ihrer starren vor dem Bildschirm.
Amy trommelte auf den Boden der Holzkiste. Abby versuchte sie zu beruhigen. „Hey…sie orten uns bestimmt gerade.“, flüsterte sie und legte zaghaft eine Hand auf Amys Schulter.
Amy war zu aufgewühlt. Was, wenn Ziva aus absoluten Desinteresse an ihr die SMS ohne sie zu lesen gelöscht hätte? War Ziva so stark, gegen die menschliche Neugierde anzukämpfen?
Warum hatte sie sich nicht gemeldet? War sie ihr egal geworden? War sie ihr schon die ganze Zeit egal gewesen? War sie einfach nur ein guter Fick gewesen? Ziva hatte ihr verraten, dass es für sie die erste Erfahrung, in sexueller, wie auch emotionaler Hinsicht, mit einer Frau ist. Vielleicht wollte sie einfach nur etwas ausprobieren?
Sie konnte ihre Gefühle nicht länger zurückhalten und brach in Tränen aus.
Abby zögerte kurz und schlang dann beide Arme um sie. „Schhhh-Schhh.“, machte sie, als ob sie ein kleines Kind trösten würde. „Ziva und der Rest des Teams werden uns hier rausholen. Ich bin mir sicher, dass Ziva alles daran setzen wird, dich zu retten.“ Dann wurde sie ernst. ‚Darüber, dass sie dann auch gleichzeitig mich rettet, wird sie möglicherweise nicht so erfreut sein…’, dachte sie wehmütig.
Gibbs starrte auf den Schirm und sah sich die Darstellung der Karte an. McGee erklärte: „Sie befinden sich in einer alten Lagerhalle.“
Es wurde nicht lange gezögert, man fuhr sofort los.
Zivas Herz pochte. Wenn sie Amy lebend finden würden, was sie sehr hoffte, würde sie aber auch mit ihr konfrontiert werden. Was sollte sie Amy sagen?
Gleichzeitig fühlte sie sich an den Tod ihrer Schwester erinnert. Diese Entführung, die nervenaufreibende Suche, alles kam wieder in ihr hoch. Sie durften nicht zu spät sein! Sie wollte nicht noch mehr Leute, die ihr wichtig waren, grausam getötet, in die Leere starrend, sehen!
Navy Soap (37)
„Das ist mein Handy!!! Der Akku…“, schrie Amy auf. Abby hielt ihr sofort den Mund zu. „Vielleicht ist unser Entführer in der Nähe…der nimmt dir das Ding sofort ab! Ruf lieber Ziva an! Schnell!“
Amy zögerte. Ziva war die letzten Tage nie rangegangen, gestern hatte sie sie sogar weggedrückt. „Ich schreib lieber ne SMS“, sagte sie leise und hoffte, dass Ziva wenigstens die SMS lesen und sie nicht löschen würde.
Ziva vergrub sich in einem Berg von Arbeit, Ablenkung war das Beste was sie jetzt brauchte. Tony regte sich auf: „Sag Mal, geht’s noch bei dir? Abby ist verschwunden und niemand weiß wohin, oder ob es ihr gut geht! Es kommt einem schon fast so vor, als ob es dich freuen würde!!!“
Ziva wurde sauer. „Nein ich freue mich nicht!“, fauchte sie zurück. „Ich finde es nur total übertrieben, dass ihr euch solche Sorgen macht! Abby ist erwachsen und wird schon auf sich selbst aufpassen können. Aber mir reicht es langsam mit euch…ich mach jetzt Mittagspause.“, sagte sie und ging Richtung Ausgang. Die Sonne schien, was sprach gegen eine Pizza zum Mitnehmen?
Ihr Handy piepste. Eine SMS. Sie drückte auf die Knöpfe. Amy hatte geschrieben. Sie seufzte. Wollte sie das überhaupt lesen? Sie entschied, sich erst einmal etwas zum Essen zu holen.
Mit einer Pizza in der einen und einem Wasser in der anderen schlenderte sie die Straßen entlang. Es war einerseits absurd, dass sie wegen Abbys Mißtrauen nun auch mißtrauisch gegenüber Amy wurde. Allerdings hatte sie der Fakt, dass Tony Abby half, aufgerüttelt. Sie war kurz davor gewesen, sich mit Tony anzufreunden, oder sich gar in ihn zu verlieben, und dann das! Wie hätte sie sich nur auf ihn einlassen können? Es war der Beweis dafür, daß alle Menschen zwei Gesichter hatten. Auch Amy.
„Sie antwortet nicht…“, sagte Amy resigniert und schaute ins leuchtende Licht des Displays. Abby zuckte mit den Schultern. „Vielleicht hat sie es während der Arbeit aus oder auf lautlos geschaltet… aber sag mal, darf ich dich was fragen?“
Amy sah zu Abby, die neben ihr saß. „Wieso? Was denn?“
Abby druckste herum. „Du bist doch mit Ziva befreundet…“
Amy schaute weg. Waren sie überhaupt noch befreundet? Freunde gingen ans Telefon, Freunde würden sich melden. „Naja in letzter Zeit hatten wir nicht so viel Kontakt.“, sagte sie zögernd. Sie fügte hinzu: „Sie war etwas komisch geworden…“
Abby runzelte die Stirn. „Ist sie das nicht immer?“
Amy schluckte ihre aufkeimende Wut herunter. „Du solltest auch nicht so von Ziva reden, wenn du sie kaum kennst, wenn ich nicht über Gibbs urteilen darf.“ Das war die diplomatischste Antwort, die ihr einfiel. ‚Ein Streit würde uns auch nicht weiterbringen…’
Ziva hatte sich überlegt, die SMS zu lesen, würde dann aber je nach deren Inhalt entscheiden ob sie antworten würde.
„Abby und ich wurden entführt. Sind in einer Holzkiste! Wissen nicht wo! HILFE!“
Sie musste nicht lange überlegen, ob sie antworten würde. Sie sprintete zurück zum Hauptquartier und ließ Pizza und Wasser fallen.
Amy zögerte. Ziva war die letzten Tage nie rangegangen, gestern hatte sie sie sogar weggedrückt. „Ich schreib lieber ne SMS“, sagte sie leise und hoffte, dass Ziva wenigstens die SMS lesen und sie nicht löschen würde.
Ziva vergrub sich in einem Berg von Arbeit, Ablenkung war das Beste was sie jetzt brauchte. Tony regte sich auf: „Sag Mal, geht’s noch bei dir? Abby ist verschwunden und niemand weiß wohin, oder ob es ihr gut geht! Es kommt einem schon fast so vor, als ob es dich freuen würde!!!“
Ziva wurde sauer. „Nein ich freue mich nicht!“, fauchte sie zurück. „Ich finde es nur total übertrieben, dass ihr euch solche Sorgen macht! Abby ist erwachsen und wird schon auf sich selbst aufpassen können. Aber mir reicht es langsam mit euch…ich mach jetzt Mittagspause.“, sagte sie und ging Richtung Ausgang. Die Sonne schien, was sprach gegen eine Pizza zum Mitnehmen?
Ihr Handy piepste. Eine SMS. Sie drückte auf die Knöpfe. Amy hatte geschrieben. Sie seufzte. Wollte sie das überhaupt lesen? Sie entschied, sich erst einmal etwas zum Essen zu holen.
Mit einer Pizza in der einen und einem Wasser in der anderen schlenderte sie die Straßen entlang. Es war einerseits absurd, dass sie wegen Abbys Mißtrauen nun auch mißtrauisch gegenüber Amy wurde. Allerdings hatte sie der Fakt, dass Tony Abby half, aufgerüttelt. Sie war kurz davor gewesen, sich mit Tony anzufreunden, oder sich gar in ihn zu verlieben, und dann das! Wie hätte sie sich nur auf ihn einlassen können? Es war der Beweis dafür, daß alle Menschen zwei Gesichter hatten. Auch Amy.
„Sie antwortet nicht…“, sagte Amy resigniert und schaute ins leuchtende Licht des Displays. Abby zuckte mit den Schultern. „Vielleicht hat sie es während der Arbeit aus oder auf lautlos geschaltet… aber sag mal, darf ich dich was fragen?“
Amy sah zu Abby, die neben ihr saß. „Wieso? Was denn?“
Abby druckste herum. „Du bist doch mit Ziva befreundet…“
Amy schaute weg. Waren sie überhaupt noch befreundet? Freunde gingen ans Telefon, Freunde würden sich melden. „Naja in letzter Zeit hatten wir nicht so viel Kontakt.“, sagte sie zögernd. Sie fügte hinzu: „Sie war etwas komisch geworden…“
Abby runzelte die Stirn. „Ist sie das nicht immer?“
Amy schluckte ihre aufkeimende Wut herunter. „Du solltest auch nicht so von Ziva reden, wenn du sie kaum kennst, wenn ich nicht über Gibbs urteilen darf.“ Das war die diplomatischste Antwort, die ihr einfiel. ‚Ein Streit würde uns auch nicht weiterbringen…’
Ziva hatte sich überlegt, die SMS zu lesen, würde dann aber je nach deren Inhalt entscheiden ob sie antworten würde.
„Abby und ich wurden entführt. Sind in einer Holzkiste! Wissen nicht wo! HILFE!“
Sie musste nicht lange überlegen, ob sie antworten würde. Sie sprintete zurück zum Hauptquartier und ließ Pizza und Wasser fallen.
Montag, 17. August 2009
Navy Soap (36)
Abby saß zusammengekauert neben Amy. Warum war sie ausgerechnet mit entführt worden? Sie hatte diese Gestalt unter Amys Balkon gesehen…warum waren alle so scharf auf Amy? Was für ein Geheimnis hatte sie?
Amy seufzte. „Ich würde zu gerne wissen, wem wir es zu verdanken haben, dass wir in dieser Holzkiste sitzen. Unser Entführer könnte sich auch einmal blicken lassen. Was verspricht der sich davon, uns hier warten zu lassen?“
Abby war auch ratlos. „Gibbs wird uns hier rausholen!“, murmelte sie, halb in Gedanken.
Amy schnaubte: „Auf den kann ich gerne verzichten!“
Abyy fuhr sie an: „Du hast überhaupt keine Ahnung von Gibbs! Rede nicht so von ihm!“
Amy versuchte ruhig zu bleiben. Wenn die beiden sich anfangen würden, die Augen auszukratzen, würde das auch zu nichts führen.
„Und wie soll er bitte wissen, wo wir sind?“
Beide schwiegen resigniert.
Gibbs kam am nächsten Tag äußerst schlecht gelaunt zur Arbeit. Ihm war fast klar, dass Abby nicht da war. Deswegen ging er zu Jenny.
„Ich habe keine Ahnung was du willst, Jethro. Abby meldet sich bestimmt demnächst.“
„Jenny! Sie ist nicht zu Hause, ihr Handy liegt in ihrer Wohnung und sie hat sich bisher immer entschuldigt, wenn sie aus irgendeinem Grund nicht zur Arbeit kommen konnte! Ich kenne Abby. Ihr ist sicherlich etwas zugestoßen.“
Jenny schüttelte den Kopf. Ungewollt machte sie sich Gedanken darüber, ob er sich genau solche Sorgen um sie machen würde.
„Soll ich dir nun erlauben, während deiner Dienstzeit nach Abby zu suchen? Ich bitte dich, nicht einmal die Polizei würde nach 24 Stunden anfangen zu suchen!“
Gibbs sagte gar nichts mehr und verließ genervt ihr Büro. Dann würde er eben ohne ihre Erlaubnis Nachforschungen anstellen.
Abby und Amy saßen müde und frustriert nebeneinander. Es kam niemand. Vielleicht wollte der Entführer sie verdursten lassen, oder sonstiges.
Da riß die beiden auf einmal ein piepsen aus dem Schweigen.
Amy seufzte. „Ich würde zu gerne wissen, wem wir es zu verdanken haben, dass wir in dieser Holzkiste sitzen. Unser Entführer könnte sich auch einmal blicken lassen. Was verspricht der sich davon, uns hier warten zu lassen?“
Abby war auch ratlos. „Gibbs wird uns hier rausholen!“, murmelte sie, halb in Gedanken.
Amy schnaubte: „Auf den kann ich gerne verzichten!“
Abyy fuhr sie an: „Du hast überhaupt keine Ahnung von Gibbs! Rede nicht so von ihm!“
Amy versuchte ruhig zu bleiben. Wenn die beiden sich anfangen würden, die Augen auszukratzen, würde das auch zu nichts führen.
„Und wie soll er bitte wissen, wo wir sind?“
Beide schwiegen resigniert.
Gibbs kam am nächsten Tag äußerst schlecht gelaunt zur Arbeit. Ihm war fast klar, dass Abby nicht da war. Deswegen ging er zu Jenny.
„Ich habe keine Ahnung was du willst, Jethro. Abby meldet sich bestimmt demnächst.“
„Jenny! Sie ist nicht zu Hause, ihr Handy liegt in ihrer Wohnung und sie hat sich bisher immer entschuldigt, wenn sie aus irgendeinem Grund nicht zur Arbeit kommen konnte! Ich kenne Abby. Ihr ist sicherlich etwas zugestoßen.“
Jenny schüttelte den Kopf. Ungewollt machte sie sich Gedanken darüber, ob er sich genau solche Sorgen um sie machen würde.
„Soll ich dir nun erlauben, während deiner Dienstzeit nach Abby zu suchen? Ich bitte dich, nicht einmal die Polizei würde nach 24 Stunden anfangen zu suchen!“
Gibbs sagte gar nichts mehr und verließ genervt ihr Büro. Dann würde er eben ohne ihre Erlaubnis Nachforschungen anstellen.
Abby und Amy saßen müde und frustriert nebeneinander. Es kam niemand. Vielleicht wollte der Entführer sie verdursten lassen, oder sonstiges.
Da riß die beiden auf einmal ein piepsen aus dem Schweigen.
Navy Soap (35)
Als Amy aufwachte, drehte sich alles. Zumindest sah sie weiße Spiralen vor ihren Augen, bis sie realisierte, dass es nur kleine Lichtschlitze waren und es sonst stockfinster war.
Sie setzte sich auf. Ihre Schulter schmerzte.
Sie erinnerte sich. Jemand hatte ihre Schulter gepackt und ihr Nervensystem lahmgelegt. Nun schmerzte ihre Schulter, und die Schmerzen strahlten in Arme, Rücken und Genick aus.
Sie fluchte. „Ich dachte, so was kann nur Mister Spock!“ Sie rieb ihr Genick.
Dann stöhnte jemand neben ihr.
Abby kam am Montag nicht zur Arbeit. McGee, Tony und auch Ziva kam das komisch vor.
„Seit ich hier bin, war sie kein einziges mal zu spät.“, sagte Ziva. Allerdings interessierte sie die Sache nicht weiter. Vielleicht wollte Abby ihre Verschwörungstheorien daheim weiterspinnen.
McGee war total aufgeregt deswegen und auch Tony war alles andere als gelassen. Gibbs war auch besorgt, versuchte aber, Ruhe zu bewahren. Wenn sie im Laufe des Tages nicht von allein auftauchte, oder sich meldete, könnte er nach Feierabend immer noch bei ihr vorbeischauen…
Amys Augen gewöhnten sich langsam an die Dunkelheit und sie erkannte die Silhouette einer jungen Frau ihres Alters. „Geht es ihnen gut?“, fragte sie und beugte sich zu der noch liegenden Gestalt, die immer wieder husten musste. „Nimm deine Griffel da weg“, schimpfte die Frau, als sie wieder Luft bekam und setzte sich auf.
„Moment mal….Amy???“
„Und du bist…Abby?“
Die beiden starrten sich entgeistert an.
„Was machen wir hier???“, entfuhr es beiden synchron.
Als Ziva abends zu ihrem Auto lief, fühlte sie sich gut. Sie würde Amy vergessen können, sie hatte ihr auch nicht mehr auf den Anrufbeantworter gesprochen. Und Abby war heute nicht da gewesen um ihre Stimmung zu trüben.
Trotzdem hatte sie das Gefühl, dass sich dieser Tag, trotz ihrer Zufriedenheit in die graue Monotonie einreihte, die sie durch Amy zu verabscheuen gelernt hatte…
Gibbs stand vor Abbys Wohnung und klingelte. Auch an ihr Handy ging sie nicht.
Er rief noch einmal an.
Dumpf hörte er durch die Wohnungstür das Klingeln von Abbys Handy. Er schlug frustriert mit der Faust gegen die Tür und unterdrückte den Wunsch, sie einzutreten.
Sie setzte sich auf. Ihre Schulter schmerzte.
Sie erinnerte sich. Jemand hatte ihre Schulter gepackt und ihr Nervensystem lahmgelegt. Nun schmerzte ihre Schulter, und die Schmerzen strahlten in Arme, Rücken und Genick aus.
Sie fluchte. „Ich dachte, so was kann nur Mister Spock!“ Sie rieb ihr Genick.
Dann stöhnte jemand neben ihr.
Abby kam am Montag nicht zur Arbeit. McGee, Tony und auch Ziva kam das komisch vor.
„Seit ich hier bin, war sie kein einziges mal zu spät.“, sagte Ziva. Allerdings interessierte sie die Sache nicht weiter. Vielleicht wollte Abby ihre Verschwörungstheorien daheim weiterspinnen.
McGee war total aufgeregt deswegen und auch Tony war alles andere als gelassen. Gibbs war auch besorgt, versuchte aber, Ruhe zu bewahren. Wenn sie im Laufe des Tages nicht von allein auftauchte, oder sich meldete, könnte er nach Feierabend immer noch bei ihr vorbeischauen…
Amys Augen gewöhnten sich langsam an die Dunkelheit und sie erkannte die Silhouette einer jungen Frau ihres Alters. „Geht es ihnen gut?“, fragte sie und beugte sich zu der noch liegenden Gestalt, die immer wieder husten musste. „Nimm deine Griffel da weg“, schimpfte die Frau, als sie wieder Luft bekam und setzte sich auf.
„Moment mal….Amy???“
„Und du bist…Abby?“
Die beiden starrten sich entgeistert an.
„Was machen wir hier???“, entfuhr es beiden synchron.
Als Ziva abends zu ihrem Auto lief, fühlte sie sich gut. Sie würde Amy vergessen können, sie hatte ihr auch nicht mehr auf den Anrufbeantworter gesprochen. Und Abby war heute nicht da gewesen um ihre Stimmung zu trüben.
Trotzdem hatte sie das Gefühl, dass sich dieser Tag, trotz ihrer Zufriedenheit in die graue Monotonie einreihte, die sie durch Amy zu verabscheuen gelernt hatte…
Gibbs stand vor Abbys Wohnung und klingelte. Auch an ihr Handy ging sie nicht.
Er rief noch einmal an.
Dumpf hörte er durch die Wohnungstür das Klingeln von Abbys Handy. Er schlug frustriert mit der Faust gegen die Tür und unterdrückte den Wunsch, sie einzutreten.
Navy Soap (34)
Das Wochenende verlief so, wie Ziva geplant hatte. Sie kannte niemanden, wollte auch niemanden kennen, war schwimmen gegangen, hatte ihr Buch gelesen. Und nun war es Sonntag Früh, sie joggte Richtung Washington Memorial, am Lincoln vorbei.
Sie sah im Pool of Reflection den hellblauen Himmel mit ein paar Schäfchenwolken glitzern. Israels Nationalfarben.
Wie an dem Tag, an dem ihre Schwester gestorben war…
Sie versuchte, indem sie vom Joggen ins Sprinten überging, die Gedanken abzuhängen. Doch die Erinnerungen holten sie immer wieder ein,
Sie hatte immer gewußt, ihre Schwester war besser als sie. Eine der Besten. Und die Besten sterben als Erstes.
Immer wieder versuchte sie ihr lachendes Gesicht vor ihrem inneren Auge zu sehen, aber sie sah nur den blutigen, von Kugeln zerfetzten Körper. Sah ihre Mutter, wie sie sich über die Leiche beugte und das erste und einzige Mal in ihrem Leben ihre Fassung verlor.
Man möchte die Verstorbenen immer so in Erinnerungen behalten, wie man sie geliebt hat. Aber Ziva sah nur totes Fleisch und glasige, wehmütige, gleichgültig blickende Augen. Es war alles sehr schnell gegangen damals. Ob ihre Schwester gewußt hatte, dass sie nun stirbt? Deswegen diese Wehmut? Und war es ihr so gleichgültig wie ihr Blick gewesen?
Sie blieb an einer Ecke stehen und krümmte sich. Sie konnte nicht mehr. Nicht mehr rennen. Konnte die Gedanken nicht länger ertragen. Sie stützte sich mit den Händen auf ihre Knie und sog die kalte Morgenluft ein.
Ihrer Schwester hatte sie blind vertraut. Sie war tot. Ari hatte sich auch vertraut, es war ein großer Fehler gewesen und nun war er auch tot. ‚Warum ich? Warum muss gerade ich die Tochter des Mossadchefs sein??? Warum? Warum muss ich in eine Familie geboren worden sein, in der man nicht einmal seinen Eltern und Geschwistern trauen kann???’
Vertrauen.
Wer brauchte das schon. Ziva hatte bisher auch ganz gut ohne Vertrauen gelebt und überlebt. Sie strengte sich an, ihre Gedanken nicht darauf zu lenken, dass sie Amy voll und ganz vertraut hatte. Und dass sie es immer noch tat. Aber das durfte sie nicht!
Das schöne Wetter am Morgen hatte getrogen, es hatte später angefangen zu regnen. Amy lief durch den Regen. Sie war kurz an der Uni gewesen, in der Hoffnung, in der Atmosphäre dort besser arbeiten zu können. Es hatte natürlich nicht geklappt.
Und sie hatte den Bus verpaßt, stand nun im Regen an der Haltestelle und musste wohl oder übel eine halbe Stunde warten. Sie seufzte in das Prasseln des Regens. Heute war nicht ihr Tag. Sie war so in Gedanken gewesen, dass sie die Schritte hinter sich nicht gehört hatte.
Sie spürte noch, wie eine Hand ihre Schulter umschloß und ein Finger sich in die Kuhle zwischen Schlüsselbein und Hauptschlagader bohrte. Dann wurde es schwarz.
Sie sah im Pool of Reflection den hellblauen Himmel mit ein paar Schäfchenwolken glitzern. Israels Nationalfarben.
Wie an dem Tag, an dem ihre Schwester gestorben war…
Sie versuchte, indem sie vom Joggen ins Sprinten überging, die Gedanken abzuhängen. Doch die Erinnerungen holten sie immer wieder ein,
Sie hatte immer gewußt, ihre Schwester war besser als sie. Eine der Besten. Und die Besten sterben als Erstes.
Immer wieder versuchte sie ihr lachendes Gesicht vor ihrem inneren Auge zu sehen, aber sie sah nur den blutigen, von Kugeln zerfetzten Körper. Sah ihre Mutter, wie sie sich über die Leiche beugte und das erste und einzige Mal in ihrem Leben ihre Fassung verlor.
Man möchte die Verstorbenen immer so in Erinnerungen behalten, wie man sie geliebt hat. Aber Ziva sah nur totes Fleisch und glasige, wehmütige, gleichgültig blickende Augen. Es war alles sehr schnell gegangen damals. Ob ihre Schwester gewußt hatte, dass sie nun stirbt? Deswegen diese Wehmut? Und war es ihr so gleichgültig wie ihr Blick gewesen?
Sie blieb an einer Ecke stehen und krümmte sich. Sie konnte nicht mehr. Nicht mehr rennen. Konnte die Gedanken nicht länger ertragen. Sie stützte sich mit den Händen auf ihre Knie und sog die kalte Morgenluft ein.
Ihrer Schwester hatte sie blind vertraut. Sie war tot. Ari hatte sich auch vertraut, es war ein großer Fehler gewesen und nun war er auch tot. ‚Warum ich? Warum muss gerade ich die Tochter des Mossadchefs sein??? Warum? Warum muss ich in eine Familie geboren worden sein, in der man nicht einmal seinen Eltern und Geschwistern trauen kann???’
Vertrauen.
Wer brauchte das schon. Ziva hatte bisher auch ganz gut ohne Vertrauen gelebt und überlebt. Sie strengte sich an, ihre Gedanken nicht darauf zu lenken, dass sie Amy voll und ganz vertraut hatte. Und dass sie es immer noch tat. Aber das durfte sie nicht!
Das schöne Wetter am Morgen hatte getrogen, es hatte später angefangen zu regnen. Amy lief durch den Regen. Sie war kurz an der Uni gewesen, in der Hoffnung, in der Atmosphäre dort besser arbeiten zu können. Es hatte natürlich nicht geklappt.
Und sie hatte den Bus verpaßt, stand nun im Regen an der Haltestelle und musste wohl oder übel eine halbe Stunde warten. Sie seufzte in das Prasseln des Regens. Heute war nicht ihr Tag. Sie war so in Gedanken gewesen, dass sie die Schritte hinter sich nicht gehört hatte.
Sie spürte noch, wie eine Hand ihre Schulter umschloß und ein Finger sich in die Kuhle zwischen Schlüsselbein und Hauptschlagader bohrte. Dann wurde es schwarz.
Sonntag, 16. August 2009
Navy Soap (33)
Amy saß nervös auf ihrem Balkon und versuchte es nun schon zum dritten Mal bei Ziva. Es war inzwischen dunkel und wenn Ziva Überstunden machen würde, hätte sie es ihr bestimmt gesagt, oder zumindest eine SMS geschrieben.
Sie wußte nicht, wie sie sich fühlen sollte. Enttäuscht, weil Ziva anscheinend Besseres zu tun hatte, als mit ihr zu telefonieren? Besorgt, weil es so untypisch für Ziva war, sich nicht zu melden? Amy seufzte und sprach auf den Anrufbeantworter:
„Hallo Ziva, ich bin’s, Amy. Ich wollte nur mal fragen, wie es dir so geht und ob du Lust hättest, mit mir am Wochenende ins Kino zu gehen…“
Sie hielt inne. Nahm sie Ziva zu sehr ein? Ziva war ein freiheitsliebender Mensch. Fühlte sie sich vielleicht eingeengt und meldete sich deswegen nicht? Brauchte sie einfach Zeit für sich selbst, ganz alleine?
Amy schluckte und setzte erneut an: „Also, natürlich nur wenn du magst…und wenn du Zeit hast…du hast bestimmt auch noch andere Sachen zu tun…“ Solange kannten sich die beiden schließlich auch nicht. Amy wurde traurig, als sie von der vermeintlichen Realität eingeholt wurde. Sie hatte von Anfang an etwas Besonderes zwischen ihr Ziva gefühlt. Waren das einfach Hormone gewesen und es war einfach nur das übliche Einheitsgewäsch, das alle ihre bisherigen Beziehungen gewesen waren? Die auch, wenn man sie mit gemeinsamen Urlaub, Ausflügen, Blumen und Pralinen dekoriert hatte, immer noch grau und so gewöhnlich gewesen waren? War es mit Ziva auch nur gemeinsame Interessen, Sex und Angst vor Einsamkeit?
Sie zog ihre Strickjacke fester zusammen. Einsamkeit. Es war kalt. Eiskalt.
Sie hatte völlig vergessen, dass die Aufnahme immer noch lief. Es piepste: „Die Aufnahme wurde beendet, der Speicherplatz ist fast voll.“, sagte eine Computerstimme.
Ziva stand vor ihrem telefon und hörte sich die Nachricht an. Was sollte sie tun? Ehe sie weitere überlegungen anstellte, hatte ihr Finger automatisch den Löschknopf betätigt.
Dieses Wochenende würde wie alle anderen werden: Früh aufstehen, joggen, Frühstücken, den Rest des Tages im Schwimmbad verbringen, eine Runde nach der anderen schwimmen, immer weiter, weiter. Abends ein Buch lesen und Kekse essen.
Kekse. Amys Kekse. Ständig diese Kekse!
Warum tat sie sich das überhaupt an? War es nicht einfacher, dieses fröhliche unbeschwerte, unbewaffnete Leben an Amys Seite zu führen? Ja, das war es vielleicht, aber Ziva hatte keine Wahl? Sie konnte sich Vertrauen nicht leisten.
Sie wußte nicht, wie sie sich fühlen sollte. Enttäuscht, weil Ziva anscheinend Besseres zu tun hatte, als mit ihr zu telefonieren? Besorgt, weil es so untypisch für Ziva war, sich nicht zu melden? Amy seufzte und sprach auf den Anrufbeantworter:
„Hallo Ziva, ich bin’s, Amy. Ich wollte nur mal fragen, wie es dir so geht und ob du Lust hättest, mit mir am Wochenende ins Kino zu gehen…“
Sie hielt inne. Nahm sie Ziva zu sehr ein? Ziva war ein freiheitsliebender Mensch. Fühlte sie sich vielleicht eingeengt und meldete sich deswegen nicht? Brauchte sie einfach Zeit für sich selbst, ganz alleine?
Amy schluckte und setzte erneut an: „Also, natürlich nur wenn du magst…und wenn du Zeit hast…du hast bestimmt auch noch andere Sachen zu tun…“ Solange kannten sich die beiden schließlich auch nicht. Amy wurde traurig, als sie von der vermeintlichen Realität eingeholt wurde. Sie hatte von Anfang an etwas Besonderes zwischen ihr Ziva gefühlt. Waren das einfach Hormone gewesen und es war einfach nur das übliche Einheitsgewäsch, das alle ihre bisherigen Beziehungen gewesen waren? Die auch, wenn man sie mit gemeinsamen Urlaub, Ausflügen, Blumen und Pralinen dekoriert hatte, immer noch grau und so gewöhnlich gewesen waren? War es mit Ziva auch nur gemeinsame Interessen, Sex und Angst vor Einsamkeit?
Sie zog ihre Strickjacke fester zusammen. Einsamkeit. Es war kalt. Eiskalt.
Sie hatte völlig vergessen, dass die Aufnahme immer noch lief. Es piepste: „Die Aufnahme wurde beendet, der Speicherplatz ist fast voll.“, sagte eine Computerstimme.
Ziva stand vor ihrem telefon und hörte sich die Nachricht an. Was sollte sie tun? Ehe sie weitere überlegungen anstellte, hatte ihr Finger automatisch den Löschknopf betätigt.
Dieses Wochenende würde wie alle anderen werden: Früh aufstehen, joggen, Frühstücken, den Rest des Tages im Schwimmbad verbringen, eine Runde nach der anderen schwimmen, immer weiter, weiter. Abends ein Buch lesen und Kekse essen.
Kekse. Amys Kekse. Ständig diese Kekse!
Warum tat sie sich das überhaupt an? War es nicht einfacher, dieses fröhliche unbeschwerte, unbewaffnete Leben an Amys Seite zu führen? Ja, das war es vielleicht, aber Ziva hatte keine Wahl? Sie konnte sich Vertrauen nicht leisten.
Navy Soap (31)
Tony seufzte. „Ja, okay, und was hat das mit Ziva und mit ihrer kleinen Freundin zu tun?“
Abbys Tonlage veränderte sich. Sie schien die Geduld zu verlieren. „Wenn wir Zivas Freunde werden wollen, dann…sollten wir uns auch darum kümmern, dass sie sich nicht in Gefahr bringt.“
Ziva hatte erwartet, dass Abby Amy als schlechten Umgang für Ziva ansah. Oder Angst hatte, dass Amy Ziva das Herz brechen könnte. Aber anscheinend schienen die beiden nichts von der Beziehung zu wissen.
Aber dass sie Amy als Gefahr erachtete?
„Okay, Tony jetzt bist du dran. Was ist mir dir los?“ Ziva zwang sich zur Aufmerksamkeit.
Tony wurde wieder nervös und schlug vor: „Okay, treffen wir uns heute in der Moonshine Bar? Ich will das nicht hier bereden…“
Eigentlich sollte Ziva das auch interessieren und sie würde instinktiv Tony dorthin folgen, aber es war ihr einfach nur noch egal.
Als sie Feierabend hatte, ging sie gedankenverloren zu ihrem Auto. Die Sonne neigte sich und tauchte den Parkplatz in ein hellrotes Licht. Ziva kramte in ihrer Tasche nach ihrer Sonnenbrille. Sie sah eine Spur von Benzintropfen auf dem Aspahlt, die in dem Licht wie Blut schimmerten.
Schmerzlich realisierte sie, dass sie auf dieser Welt niemandem vertrauen konnte, oder durfte. Auch nicht hier in Washington, einem Ort, der ihr immer vertrauenswürdiger vorgekommen war, als Tel Aviv oder Jerusalem es jemals gewesen war.
Daheim lies sie ihren Tränen freien Lauf. Sie gestand sich ein, dass sie Abbys komisches Verhalten eher als Versuch von Freundschaft gedeutet hatte. Und sie hätte sich gefreut, wenn die beiden sich auch besser verstanden hätten. Sie hatte Tony gemocht, aber jetzt machte er gemeinsame Sache mit Abby…
Und Amy? Was, wenn Abby wirklich richtig über sie dachte? Ziva sah sich in ihrem Badezimmerspiegel an. Was war nur aus ihr geworden? Lachfalten umspielten ihre Lippen, auch wenn sie gerade ernst und verheult aussah, sah man ihr an, dass die letzten Tage voller Lebensfreude gewesen waren. Auch wenn sie seit Amy seit Sonntag nur noch angerufen hatte, war sie wirklich glücklich gewesen.
Sie musste schon fast lächeln, als sie an Amy dachte. Doch dann wurden ihre Gednaken von einem grauen Blitz durchfahren:
Das Messer unter dem Kopfkissen.
Sie wurde unvorsichtig, weich. Der Preis des Glücks.
Wo war die eiskalte Auftragsmörderin, die kühle Agentin? Die unnahbare Exotin?
Ziva wischte ihre Tränen weg, streckte ihren Rücken durch und nahm Haltung an. Sie reckte ihr Kinn stur in die Höhe und sah ihr Spiegelbild triumphierend und herablassend an.
Das war die wahre Ziva. Niemand durfte sie zerstören, niemand!
Abbys Tonlage veränderte sich. Sie schien die Geduld zu verlieren. „Wenn wir Zivas Freunde werden wollen, dann…sollten wir uns auch darum kümmern, dass sie sich nicht in Gefahr bringt.“
Ziva hatte erwartet, dass Abby Amy als schlechten Umgang für Ziva ansah. Oder Angst hatte, dass Amy Ziva das Herz brechen könnte. Aber anscheinend schienen die beiden nichts von der Beziehung zu wissen.
Aber dass sie Amy als Gefahr erachtete?
„Okay, Tony jetzt bist du dran. Was ist mir dir los?“ Ziva zwang sich zur Aufmerksamkeit.
Tony wurde wieder nervös und schlug vor: „Okay, treffen wir uns heute in der Moonshine Bar? Ich will das nicht hier bereden…“
Eigentlich sollte Ziva das auch interessieren und sie würde instinktiv Tony dorthin folgen, aber es war ihr einfach nur noch egal.
Als sie Feierabend hatte, ging sie gedankenverloren zu ihrem Auto. Die Sonne neigte sich und tauchte den Parkplatz in ein hellrotes Licht. Ziva kramte in ihrer Tasche nach ihrer Sonnenbrille. Sie sah eine Spur von Benzintropfen auf dem Aspahlt, die in dem Licht wie Blut schimmerten.
Schmerzlich realisierte sie, dass sie auf dieser Welt niemandem vertrauen konnte, oder durfte. Auch nicht hier in Washington, einem Ort, der ihr immer vertrauenswürdiger vorgekommen war, als Tel Aviv oder Jerusalem es jemals gewesen war.
Daheim lies sie ihren Tränen freien Lauf. Sie gestand sich ein, dass sie Abbys komisches Verhalten eher als Versuch von Freundschaft gedeutet hatte. Und sie hätte sich gefreut, wenn die beiden sich auch besser verstanden hätten. Sie hatte Tony gemocht, aber jetzt machte er gemeinsame Sache mit Abby…
Und Amy? Was, wenn Abby wirklich richtig über sie dachte? Ziva sah sich in ihrem Badezimmerspiegel an. Was war nur aus ihr geworden? Lachfalten umspielten ihre Lippen, auch wenn sie gerade ernst und verheult aussah, sah man ihr an, dass die letzten Tage voller Lebensfreude gewesen waren. Auch wenn sie seit Amy seit Sonntag nur noch angerufen hatte, war sie wirklich glücklich gewesen.
Sie musste schon fast lächeln, als sie an Amy dachte. Doch dann wurden ihre Gednaken von einem grauen Blitz durchfahren:
Das Messer unter dem Kopfkissen.
Sie wurde unvorsichtig, weich. Der Preis des Glücks.
Wo war die eiskalte Auftragsmörderin, die kühle Agentin? Die unnahbare Exotin?
Ziva wischte ihre Tränen weg, streckte ihren Rücken durch und nahm Haltung an. Sie reckte ihr Kinn stur in die Höhe und sah ihr Spiegelbild triumphierend und herablassend an.
Das war die wahre Ziva. Niemand durfte sie zerstören, niemand!
Navy Soap (30)
Die Woche verlief ohne weitere Vorkommnisse. Im Büro war es ruhig, Tony schien wieder ganz der alte zu sein, auch wenn sein Verhältnis zu Ziva nicht mehr so gut war wie vorher. Er redete kaum noch mit ihr.
Ziva wurde es langsam zu bunt. Dinozzo konnte man nicht konfrontieren, man musste infiltrieren und ihn beschatten, soviel hatte Ziva inzwischen gelernt. Sie beschloß, als er mal wieder bei Abby unten im Labor war, ihm zu folgen. Einen Vorwand, nämlich das Gläschen Absynth, hatte sie ja.
Sie gab sich Mühe, nicht auffällig zu sein.
Abby und tony unterhielten sich angeregt. Sie bekam folgende Fetzen mit:
„Abby, ich glaube ich weiß noch weniger über sie als du!“
Von wem redeten sie?
„Trotzdem, es würde mich interessieren…du hast doch bestimmt Zeit ein Profil zu erstellen…“
Abby war nervös und trommelte mit den Fingern auf den Labortisch.
„Komm schon, Abby was ist los?“
„Tony was ist bei dir los??? Ich dachte mal, wir sind Freunde! Und seit Tagen bist du so komisch!“
Tony schnaubte. „Okay, Abby, wir machen das so: Du sagst mir jetzt endlcih, was dich die Geschichte mit dieser Amy so interessiert und…ich sag dri dann was los ist.“
Ziva drehte sich um. Was wollte Abby denn über Amy wissen? Tony sollte Amy profilen? Was zum Henker?
Ihr Verstand schaltete sich wieder ein und sie hörte weiter zu.
„Eigentlich geht es eher um Ziva.“, begann Abby, brach dann aber ab, als wäre das alles, was sie dazu zu sagen hätte.
„…und?“, fragte Tony aufgeregt. Zivas herz schlug ihr bis zum Hals.
„Ich mach mir Sorgen um sie. Ich traue dieser Sandwhichbelegerin nicht!“
Ziva fühlte Wut aus ihrer Bauchgegend in sich hochsteigend. Ihr herz hämmerte gegen ihren brustkorb und in ihren Ohren rauschte das Blut. Sie zwang sich, ruhuig zu bleiben und blieb zitternd in ihrem Versteck neben dem Türrahmen stehen. Sie ballte ihre Hände zu Fäusten und schloß die Augen und versuchte, zu atmen.
„Abby du bist paranoid! Diese Amy ist einfach ein Pechvogel was ihren Ex anbelangt…und wenn sich Ziva so gut mir ihr versteht…dann laß sie doch. Mich würde eher interessieren, was zwischen den beiden läuft…“ Typisch Dinozzo.
Abby verschränkte die Arme. „Wenn ich ein schlechtes Gefühl habe, dann kommt das nicht von ungefähr. Meine Intuition hat mich noch nie getäuscht, Tony!“
„Abby, sag mal, warum kümmerst du dich auf einmal so um Ziva? Du mochtest sie doch sonst nicht…“
Abby lief hörbar auf und ab. „Tony, laß mich doch damit in Ruhe! Findest du nicht auch, wir sollten Ziva alle eine Chance geben? Sie ist jetzt schon so lange bei uns…“
Ziva wurde immer verwirrter. Was wollte Abby überhaupt?
Tony schien das gleiche zu denken.
Ziva wurde es langsam zu bunt. Dinozzo konnte man nicht konfrontieren, man musste infiltrieren und ihn beschatten, soviel hatte Ziva inzwischen gelernt. Sie beschloß, als er mal wieder bei Abby unten im Labor war, ihm zu folgen. Einen Vorwand, nämlich das Gläschen Absynth, hatte sie ja.
Sie gab sich Mühe, nicht auffällig zu sein.
Abby und tony unterhielten sich angeregt. Sie bekam folgende Fetzen mit:
„Abby, ich glaube ich weiß noch weniger über sie als du!“
Von wem redeten sie?
„Trotzdem, es würde mich interessieren…du hast doch bestimmt Zeit ein Profil zu erstellen…“
Abby war nervös und trommelte mit den Fingern auf den Labortisch.
„Komm schon, Abby was ist los?“
„Tony was ist bei dir los??? Ich dachte mal, wir sind Freunde! Und seit Tagen bist du so komisch!“
Tony schnaubte. „Okay, Abby, wir machen das so: Du sagst mir jetzt endlcih, was dich die Geschichte mit dieser Amy so interessiert und…ich sag dri dann was los ist.“
Ziva drehte sich um. Was wollte Abby denn über Amy wissen? Tony sollte Amy profilen? Was zum Henker?
Ihr Verstand schaltete sich wieder ein und sie hörte weiter zu.
„Eigentlich geht es eher um Ziva.“, begann Abby, brach dann aber ab, als wäre das alles, was sie dazu zu sagen hätte.
„…und?“, fragte Tony aufgeregt. Zivas herz schlug ihr bis zum Hals.
„Ich mach mir Sorgen um sie. Ich traue dieser Sandwhichbelegerin nicht!“
Ziva fühlte Wut aus ihrer Bauchgegend in sich hochsteigend. Ihr herz hämmerte gegen ihren brustkorb und in ihren Ohren rauschte das Blut. Sie zwang sich, ruhuig zu bleiben und blieb zitternd in ihrem Versteck neben dem Türrahmen stehen. Sie ballte ihre Hände zu Fäusten und schloß die Augen und versuchte, zu atmen.
„Abby du bist paranoid! Diese Amy ist einfach ein Pechvogel was ihren Ex anbelangt…und wenn sich Ziva so gut mir ihr versteht…dann laß sie doch. Mich würde eher interessieren, was zwischen den beiden läuft…“ Typisch Dinozzo.
Abby verschränkte die Arme. „Wenn ich ein schlechtes Gefühl habe, dann kommt das nicht von ungefähr. Meine Intuition hat mich noch nie getäuscht, Tony!“
„Abby, sag mal, warum kümmerst du dich auf einmal so um Ziva? Du mochtest sie doch sonst nicht…“
Abby lief hörbar auf und ab. „Tony, laß mich doch damit in Ruhe! Findest du nicht auch, wir sollten Ziva alle eine Chance geben? Sie ist jetzt schon so lange bei uns…“
Ziva wurde immer verwirrter. Was wollte Abby überhaupt?
Tony schien das gleiche zu denken.
Dienstag, 11. August 2009
Ziva, die Diva
Ziva, die Diva
Erschöpft ließ sich Ziva in ihr Bett fallen. Es war einmal wieder ein anstrengender Tag gewesen! Sie brummte wohlig, als sie sich in ihre Decke einwickelte. Es dauerte nicht lange, da war sie eingeschlafen.
Als ihr Wecker am nächsten Tag klingelte, stöhnte sie genervt und sah sich im Hotelzimmer um. Der Zimmerservice hatte noch kein Frühstück gebracht? Was für eine Frechheit! Sie hatte denen doch gesagt, sie wünscht sich das große Diätfrühstück ans Bett und zwar bevor der Wecker klingelt. Sie hatte schon gedacht, dass diesmal ein fähiger Serviceboy das Frühstück gebracht hatte ohne sie zu wecken. Genervt ging sie ins Bad und duschte.
Als sie sich im Spiegel sah, dachte sie: „Ohje, da wird Abby wohl einiges zu tun haben!“ Aber wozu wurde sie dafür von Jenny bezahlt.
Als sie frisch geduscht aus dem Bad kam, war das Frühstück auch da. Obstsalat und Vollkorncornflakes mit fettarmer Sojamilch, dazu Schwarztee mit Honig. Zucker war ungesund und Kaffee machte alt. Zivas Karriere stand auf dem Spiel, falls sie sich erlaubte, jetzt schon Falten und Pigmentflecken zu bekommen. Sie musste unbedingt einen Wellnesstermin fürs Wochenende vereinbaren! Zuviel Streß und zu wenig Entspannung waren wie Gift. Allerdings war ihr Job Streß pur.
Sie griff sich ihren Guccimantel und ging runter zum Eingang, wo McGee schon auf sie wartete. „Haben sie gut geschlafen, Ma’am?“, fragte er und hielt ihr die Tür ihrer Limousine auf. „Mir geht’s gut Timmy. Ich hoffe es gibt heute nicht wieder solche Verzögerungen!“
Gestern war es einfach schrecklich gewesen, wie konnte man sie einfach warten lassen?
McGee wußte, dass es indirekt seine Schuld gewesen war und er hielt höflich die Klappe. Er war ja auch nur der Chauffeur.
„Guten Morgen, Jethro!“, rief Ziva, als sie hastig das Set betrat und begrüßte ihn Frenchstyle mit zwei Küßchen. „Du siehst toll aus, Ziva!“ Beide wußten, dass Ziva Augenringe bis unter den Bauchnabel hatte, aber es war sein Job als Produzent, alle Mitwirkenden zu motivieren.
Jenny kam gleich zu den beiden hergerannt. „Ziva, rate einmal wer gerade angerufen hat!“
Ziva hob erwartungsvoll eine Braue. „Du bekommst die Werbekampagne für Dior!!!“, Jenny quietschte wie ein kleines Kind.
Ziva fiel Jenny um den Hals. „Es war gut, dich als Agentin zu engagieren.“
Jenny nickte. „Lee kann nicht einmal ein Handy bedienen…“ Ziva stöhnte bei dem Gedanken an ihre alte Agentin.
In der Maske war Abby noch mit Tony beschäftigt. Ziva konnte es nicht fassen.
„Abby, was ist denn hier los? Du solltest dir deine Zeit besser einteilen! Ich muss auch noch geschminkt werden, schau mich doch nur an!“, zeterte sie. Sie könnte heulen vor Wut. Das war so dreist von dieser kleinen Visagistin!
Abby sah sie erschreckt und schuldbewußt an. „Ziva…es tut mir Leid…ich bin sofort für dich da!“, sagte sie, ebenfalls fast heulend. Sie flog mit der Make up-Palette zurück.
„Mensch, Ziva du hast eine so tolle Haut! Wie machst du das nur!“, bewunderte Abby, während sie den Concealer auftrug.
Ziva hörte sie kaum, sie war innerlich schon wieder gestreßt, weil sie heute die Sexszene mit Tony drehen würde.
Endlich vor der Kamera: Tony hielt Ziva im Arm und war total verkrampft. Sie mochte ihn auch nicht, aber das war verdammt noch mal ihr Job, diese Szene mit ihm zu drehen!
Als er sich runter zu ihr beugte, bemerkte sie, dass er Mundgeruch hatte.
„ICH KANN SO NICHT ARBEITEN!!! MCGEE BRING UNS BITTE KAUGUMMI“, kreischte sie und ruinierte ihr Make up.
Jenny und Jethro kamen erschreckt hergerannt. McGee ließ sich mit den Kaugummis Zeit. Ziva versuchte Abby und ihren verdammten Puderpinsel wegzuwischen, verpaßte ihr aber eine Ohrfeige. Anstatt sich zu entschuldigen schrie sie: „Paß doch auf! Bin ich nur von Vollidioten umgeben???“
Jenny schüttelte den Kopf. „Es ist Mittagspause, so kriegen wir das eh nicht hin! Ich denke, du hast eine Shoppingtour nötig.“ Ziva nickte zufrieden. McGee kam endlich mit dem Kaugummi. Ziva warf den auf den Boden. „Wir brachen jetzt deine Fahrkünste.“, sagte sie genervt und verdrehte die Augen. Warum hatte ihn eigentlich noch keiner rausgeworfen???
Geschlagene zwei Stunden später kam Ziva mit Jenny und McGee wieder, beide schwere Tüten schleppend. Ziva zeigte sich zufrieden. „Ach, das hat gut getan!“, seufzte sie, als Jethro ihr aus dem Mantel half. Abby stand begeistert daneben. „Mensch Ziva, wie machst du das nur? Du kommst hier mit einem Arsenal an Haute Couture zurück und siehst immer noch klasse aus! Wenn ich mir überlege, wies mir nach dem Shopping immer noch geht! Ich bewundere dich so sehr! ich hab hier nur angefangen, damit ich irgendwann mal da bin wo du bist!“ Ziva sah sie von oben herab an. Ohne ihre Plateuschuhe war Abby viel kleiner als Ziva.
„Dahin ist es ein langer und mit deinen Rattenschwänzen schaffst du das nie!“, sagte sie und lief weg. Abby folgte ihr. „Meinst du ich sollte mir die Haare mal blond färben? Ich wollte eh mal ne neue Frisur ausprobieren! Mensch Ziva, ich kann noch soviel von dir lernen!“
Ziva ignorierte sie und warf sich theatralisch in Tonys Arme. Gott sei Dank hatte er sich die Zähne inzwischen geputzt.
Sie fiel am Abend wieder genauso müde ins Bett und schlief sofort ein.
Am Morgen klingelte der Wecker und Ziva sah sich in ihrer Wohnung in Washington um. Sie war zu Hause und es war ein ganz normaler Tag. Leute umbringen machte viel mehr Spaß als Diva zu sein. Ziva war besser als Diva. Sie grinste und sprang ohne Frühstück unter die Dusche.
Erschöpft ließ sich Ziva in ihr Bett fallen. Es war einmal wieder ein anstrengender Tag gewesen! Sie brummte wohlig, als sie sich in ihre Decke einwickelte. Es dauerte nicht lange, da war sie eingeschlafen.
Als ihr Wecker am nächsten Tag klingelte, stöhnte sie genervt und sah sich im Hotelzimmer um. Der Zimmerservice hatte noch kein Frühstück gebracht? Was für eine Frechheit! Sie hatte denen doch gesagt, sie wünscht sich das große Diätfrühstück ans Bett und zwar bevor der Wecker klingelt. Sie hatte schon gedacht, dass diesmal ein fähiger Serviceboy das Frühstück gebracht hatte ohne sie zu wecken. Genervt ging sie ins Bad und duschte.
Als sie sich im Spiegel sah, dachte sie: „Ohje, da wird Abby wohl einiges zu tun haben!“ Aber wozu wurde sie dafür von Jenny bezahlt.
Als sie frisch geduscht aus dem Bad kam, war das Frühstück auch da. Obstsalat und Vollkorncornflakes mit fettarmer Sojamilch, dazu Schwarztee mit Honig. Zucker war ungesund und Kaffee machte alt. Zivas Karriere stand auf dem Spiel, falls sie sich erlaubte, jetzt schon Falten und Pigmentflecken zu bekommen. Sie musste unbedingt einen Wellnesstermin fürs Wochenende vereinbaren! Zuviel Streß und zu wenig Entspannung waren wie Gift. Allerdings war ihr Job Streß pur.
Sie griff sich ihren Guccimantel und ging runter zum Eingang, wo McGee schon auf sie wartete. „Haben sie gut geschlafen, Ma’am?“, fragte er und hielt ihr die Tür ihrer Limousine auf. „Mir geht’s gut Timmy. Ich hoffe es gibt heute nicht wieder solche Verzögerungen!“
Gestern war es einfach schrecklich gewesen, wie konnte man sie einfach warten lassen?
McGee wußte, dass es indirekt seine Schuld gewesen war und er hielt höflich die Klappe. Er war ja auch nur der Chauffeur.
„Guten Morgen, Jethro!“, rief Ziva, als sie hastig das Set betrat und begrüßte ihn Frenchstyle mit zwei Küßchen. „Du siehst toll aus, Ziva!“ Beide wußten, dass Ziva Augenringe bis unter den Bauchnabel hatte, aber es war sein Job als Produzent, alle Mitwirkenden zu motivieren.
Jenny kam gleich zu den beiden hergerannt. „Ziva, rate einmal wer gerade angerufen hat!“
Ziva hob erwartungsvoll eine Braue. „Du bekommst die Werbekampagne für Dior!!!“, Jenny quietschte wie ein kleines Kind.
Ziva fiel Jenny um den Hals. „Es war gut, dich als Agentin zu engagieren.“
Jenny nickte. „Lee kann nicht einmal ein Handy bedienen…“ Ziva stöhnte bei dem Gedanken an ihre alte Agentin.
In der Maske war Abby noch mit Tony beschäftigt. Ziva konnte es nicht fassen.
„Abby, was ist denn hier los? Du solltest dir deine Zeit besser einteilen! Ich muss auch noch geschminkt werden, schau mich doch nur an!“, zeterte sie. Sie könnte heulen vor Wut. Das war so dreist von dieser kleinen Visagistin!
Abby sah sie erschreckt und schuldbewußt an. „Ziva…es tut mir Leid…ich bin sofort für dich da!“, sagte sie, ebenfalls fast heulend. Sie flog mit der Make up-Palette zurück.
„Mensch, Ziva du hast eine so tolle Haut! Wie machst du das nur!“, bewunderte Abby, während sie den Concealer auftrug.
Ziva hörte sie kaum, sie war innerlich schon wieder gestreßt, weil sie heute die Sexszene mit Tony drehen würde.
Endlich vor der Kamera: Tony hielt Ziva im Arm und war total verkrampft. Sie mochte ihn auch nicht, aber das war verdammt noch mal ihr Job, diese Szene mit ihm zu drehen!
Als er sich runter zu ihr beugte, bemerkte sie, dass er Mundgeruch hatte.
„ICH KANN SO NICHT ARBEITEN!!! MCGEE BRING UNS BITTE KAUGUMMI“, kreischte sie und ruinierte ihr Make up.
Jenny und Jethro kamen erschreckt hergerannt. McGee ließ sich mit den Kaugummis Zeit. Ziva versuchte Abby und ihren verdammten Puderpinsel wegzuwischen, verpaßte ihr aber eine Ohrfeige. Anstatt sich zu entschuldigen schrie sie: „Paß doch auf! Bin ich nur von Vollidioten umgeben???“
Jenny schüttelte den Kopf. „Es ist Mittagspause, so kriegen wir das eh nicht hin! Ich denke, du hast eine Shoppingtour nötig.“ Ziva nickte zufrieden. McGee kam endlich mit dem Kaugummi. Ziva warf den auf den Boden. „Wir brachen jetzt deine Fahrkünste.“, sagte sie genervt und verdrehte die Augen. Warum hatte ihn eigentlich noch keiner rausgeworfen???
Geschlagene zwei Stunden später kam Ziva mit Jenny und McGee wieder, beide schwere Tüten schleppend. Ziva zeigte sich zufrieden. „Ach, das hat gut getan!“, seufzte sie, als Jethro ihr aus dem Mantel half. Abby stand begeistert daneben. „Mensch Ziva, wie machst du das nur? Du kommst hier mit einem Arsenal an Haute Couture zurück und siehst immer noch klasse aus! Wenn ich mir überlege, wies mir nach dem Shopping immer noch geht! Ich bewundere dich so sehr! ich hab hier nur angefangen, damit ich irgendwann mal da bin wo du bist!“ Ziva sah sie von oben herab an. Ohne ihre Plateuschuhe war Abby viel kleiner als Ziva.
„Dahin ist es ein langer und mit deinen Rattenschwänzen schaffst du das nie!“, sagte sie und lief weg. Abby folgte ihr. „Meinst du ich sollte mir die Haare mal blond färben? Ich wollte eh mal ne neue Frisur ausprobieren! Mensch Ziva, ich kann noch soviel von dir lernen!“
Ziva ignorierte sie und warf sich theatralisch in Tonys Arme. Gott sei Dank hatte er sich die Zähne inzwischen geputzt.
Sie fiel am Abend wieder genauso müde ins Bett und schlief sofort ein.
Am Morgen klingelte der Wecker und Ziva sah sich in ihrer Wohnung in Washington um. Sie war zu Hause und es war ein ganz normaler Tag. Leute umbringen machte viel mehr Spaß als Diva zu sein. Ziva war besser als Diva. Sie grinste und sprang ohne Frühstück unter die Dusche.
Navy Soap (29)
Am Montag war Tony wie ausgewechselt. Was die anderen nicht wußten: Er war Samstag Abend um die Häuser gezogen, hatte reihenweise Mädchen kennen gelernt und Nummern gesammelt. Und nun war er fast wie immer. Was die anderen aber auch nicht wußten: Die Sache mit McGee war für ihn immer noch nicht geklärt.
McGee war weiterhin unauffällig, jedenfalls für Zivas Augen, aber, dass sie nicht ganz bei der Sache war, zeigte folgendes:
„Ziva, stimmt irgend etwas nicht?“
Sie sah erstaunt in die eisgrauen Augen von Gibbs, die halb enttäuscht, halb verwundert in ihre starrten.
Sie fragte: „Was soll denn sein?“
Gibbs seufzte: „Ich hab mal stichprobenweise deine Ablage kontrolliert. SO kann das nicht archiviert werden.“
Ziva sah die Akten in seiner Hand verwundert an. Er schlug eine auf. „Es ist gute Arbeit, aber da sind lauter Flüchtigkeitsfehler drin. Ziva, du bist doch keine Praktikantin…“
Ziva nahm die Akten wortlos und stand auf. „Ich denke ich brauch nur nen Kaffee…“, murmelte sie und versuchte so, ihre schlampige Arbeit zu entschuldigen.
Sie stand in der Schlange in der Kantine. ‚Klasse, gerade die richtige Zeit, wo alle Frühstückspause machen.’ Jemand tippte sie von hinten auf die Schulter. Sie drehte sie überrascht herum. „Hallo Abby.“, sagte sie, als sie in die schwarz umrandeten Augen sah. „Hallo Ziva!“ Abby schien gut gelaunt. „Na, wie war dein Wochenende?“
Seit wann hielt sie mit Abby Small Talk? Seit wann interessierte Abby Zivas Wohlbefinden?
„Oh, äh, ja schön. Und deins?“, fragte Ziva sichtlich verwundert. Abby wurde unruhig. „Naja, etwas langweilig…“, sie lachte nervös auf und begann sich einen Rattenschwanz um ihre Finger zu wickeln. Sie sah unsicher weg. „Ich wollte dir nur sagen, dass das Angebot auf ein oder zwei Gläschen Grüne Fee bei mir noch steht…“
Ziva zögerte. Was war denn das?
„Oh, schön, Danke.“, nickte Ziva.
„Du darfst natürlich auch gerne…Amy mitbringen…“, sagte Abby.
Ehe Ziva drauf etwas sagen konnte, war sie an der Reihe. Sie bestellt sich einen Cappuccino und ließ Abby wortlos stehen.
McGee war weiterhin unauffällig, jedenfalls für Zivas Augen, aber, dass sie nicht ganz bei der Sache war, zeigte folgendes:
„Ziva, stimmt irgend etwas nicht?“
Sie sah erstaunt in die eisgrauen Augen von Gibbs, die halb enttäuscht, halb verwundert in ihre starrten.
Sie fragte: „Was soll denn sein?“
Gibbs seufzte: „Ich hab mal stichprobenweise deine Ablage kontrolliert. SO kann das nicht archiviert werden.“
Ziva sah die Akten in seiner Hand verwundert an. Er schlug eine auf. „Es ist gute Arbeit, aber da sind lauter Flüchtigkeitsfehler drin. Ziva, du bist doch keine Praktikantin…“
Ziva nahm die Akten wortlos und stand auf. „Ich denke ich brauch nur nen Kaffee…“, murmelte sie und versuchte so, ihre schlampige Arbeit zu entschuldigen.
Sie stand in der Schlange in der Kantine. ‚Klasse, gerade die richtige Zeit, wo alle Frühstückspause machen.’ Jemand tippte sie von hinten auf die Schulter. Sie drehte sie überrascht herum. „Hallo Abby.“, sagte sie, als sie in die schwarz umrandeten Augen sah. „Hallo Ziva!“ Abby schien gut gelaunt. „Na, wie war dein Wochenende?“
Seit wann hielt sie mit Abby Small Talk? Seit wann interessierte Abby Zivas Wohlbefinden?
„Oh, äh, ja schön. Und deins?“, fragte Ziva sichtlich verwundert. Abby wurde unruhig. „Naja, etwas langweilig…“, sie lachte nervös auf und begann sich einen Rattenschwanz um ihre Finger zu wickeln. Sie sah unsicher weg. „Ich wollte dir nur sagen, dass das Angebot auf ein oder zwei Gläschen Grüne Fee bei mir noch steht…“
Ziva zögerte. Was war denn das?
„Oh, schön, Danke.“, nickte Ziva.
„Du darfst natürlich auch gerne…Amy mitbringen…“, sagte Abby.
Ehe Ziva drauf etwas sagen konnte, war sie an der Reihe. Sie bestellt sich einen Cappuccino und ließ Abby wortlos stehen.
Navy Soap (28)
Ziva blinzelte in das schwache Morgenlicht, das zwischen den hin- und herwehenden Gardinen auf sie schien. Sie spürte, wie Amy sich neben ihr drehte. Sie war auch schon fast wach. „Guten Morgen…“, murmelte diese und rieb sich den Sand aus den Augen.
Ziva streckte sich und faßte unter ihr Kopfkissen.
Sie schreckte auf. Da war nichts!
„Wo ist es…“, murmelte sie erschreckt und hob das Kissen hoch.
Amy sah sie skeptisch an. „Wo ist was? Komm, leg dich wieder hin…“, brummte sie und zerrte an Zivas Schulter. Ziva saß aufrecht im Bett und starrte erschrocken auf den Fleck, wo ihr Kopfkissen gelegen hatte.
Ziva schlief immer mit einer Waffe unter dem Kissen. Entweder Pistole oder Messer, Hauptsache sie war auch im Schlaf bewaffnet. Wie hatte sie so etwas Essentielles nur nach so vielen Jahren Erfahrung vergessen können?
Auch Amy merkte, dass etwas Ziva keine Ruhe ließ. Sie setzte sich auch auf und umarmte die fassungslose Ziva von hinten. Sie stützte ihr Kinn auf ihre Schulter und fragte leise: „Was ist los?“
Ziva erklärte: „Ich habe immer eine Waffe bei mir, immer. Auch wenn ich schlafe, liegt wenigstens ein Messer unter meinem Kissen.“
Amy verstand nicht. „Mein Gott, das ist doch nicht schlimm, dass du es heute vergessen hast. Wer hätte dich denn in der Nacht angreifen sollen?“
Ziva schwieg. Sie wußte, dass es total kindisch war, sich deswegen Gedanken zu machen, aber war sie inzwischen so blind vor Liebe, dass sie ihren eigenen Schutz vergaß?
Amy versuchte sie aufzumuntern: „Außerdem kann ich dich vor jedem beschützen!“ und zeigte ihr nicht vorhandene Bizeps.
Ziva musste schmunzeln. Auch wenn das höchstwahrscheinlich totaler Qutasch war, glaubte sie Amy.
Sie gab sich einen Ruck, versuchte die Sache abzuhaken und stand auf. „Ich mach Frühstück. Ich bring’s dir ans Bett.“, sagte sie. Amy ließ sich wieder in die Kissen fallen. „Du bist so gut zu mir…“
„Und du zu mir…“, sagte Ziva und beugte sich über Amy um sie küssen, ehe sie in die Küche ging.
Ziva streckte sich und faßte unter ihr Kopfkissen.
Sie schreckte auf. Da war nichts!
„Wo ist es…“, murmelte sie erschreckt und hob das Kissen hoch.
Amy sah sie skeptisch an. „Wo ist was? Komm, leg dich wieder hin…“, brummte sie und zerrte an Zivas Schulter. Ziva saß aufrecht im Bett und starrte erschrocken auf den Fleck, wo ihr Kopfkissen gelegen hatte.
Ziva schlief immer mit einer Waffe unter dem Kissen. Entweder Pistole oder Messer, Hauptsache sie war auch im Schlaf bewaffnet. Wie hatte sie so etwas Essentielles nur nach so vielen Jahren Erfahrung vergessen können?
Auch Amy merkte, dass etwas Ziva keine Ruhe ließ. Sie setzte sich auch auf und umarmte die fassungslose Ziva von hinten. Sie stützte ihr Kinn auf ihre Schulter und fragte leise: „Was ist los?“
Ziva erklärte: „Ich habe immer eine Waffe bei mir, immer. Auch wenn ich schlafe, liegt wenigstens ein Messer unter meinem Kissen.“
Amy verstand nicht. „Mein Gott, das ist doch nicht schlimm, dass du es heute vergessen hast. Wer hätte dich denn in der Nacht angreifen sollen?“
Ziva schwieg. Sie wußte, dass es total kindisch war, sich deswegen Gedanken zu machen, aber war sie inzwischen so blind vor Liebe, dass sie ihren eigenen Schutz vergaß?
Amy versuchte sie aufzumuntern: „Außerdem kann ich dich vor jedem beschützen!“ und zeigte ihr nicht vorhandene Bizeps.
Ziva musste schmunzeln. Auch wenn das höchstwahrscheinlich totaler Qutasch war, glaubte sie Amy.
Sie gab sich einen Ruck, versuchte die Sache abzuhaken und stand auf. „Ich mach Frühstück. Ich bring’s dir ans Bett.“, sagte sie. Amy ließ sich wieder in die Kissen fallen. „Du bist so gut zu mir…“
„Und du zu mir…“, sagte Ziva und beugte sich über Amy um sie küssen, ehe sie in die Küche ging.
Sonntag, 9. August 2009
Driver's Seat: "What can I do?"
Flughafen München. Jenny wartete schon seit über einer Stunde auf Daisys verspäteten Flieger, der wegen Schneestürmen über Deutschland noch immer in der Warteschleife hing.
Sie hatte genug Zeit, darüber zu brüten, wie sie Weihnachten mit ihrem Vater ohne größere Probleme überstand. klar, ihr Vater war ein netter Mensch, jetzt zumindest, aber sein Desinteresse der letzen Jahre konnte und wollte Jenny ihm nicht verzeihen. Sie dachte sich Strategien aus, wie es möglichst zu keinem Eklat unterm Christbaum kommen konnte. Ihm Absagen und daheim bleiben? Das würde wahrscheinlich für ziemlich lange Zeit nur Ärger bringen. Einfach immer grinsen und nicken? Das war einfach nicht Jennys Art.
Daisy, die, endlich angekommen war, riß sie aus ihren Gedanken. „Hey, sweetheart, träumst du? Du siehst mich ja gar nicht.“ Daisy war einen Kopf kleiner als sie, versuchte aber immer durch einen Cowboyhut größer zu wirken. Dass sie damit dem gängigen Klischee eines Texaners entsprach, störte sie nicht im geringsten. Sie kam ohnehin nicht aus Texas. Sie hatte hellbraune, leuchtende Augen, die genau dieselbe Farbe wie ihre Haare hatten.
Jenny freute sich aufrichtig, Daisy seit Ewigkeiten wieder zu sehen. Da Daisy Jennys ganzes Problem mit Weihnachten in der Schweiz nicht verstand, erschien es ihr auf der Taxifahrt zum Flughafen auch immer geringfügiger. Daisy konnte mit ihrem entwaffnenden Lächeln sowieso jeden Streit wegzaubern.
Daisy war wie immer total fasziniert von Deutschland, egal wie oft sie schon hier gewesen war. Jenny hatte aber keine Zeit und kein Verständnis dafür, der Zug nach Zürich rief.
Daisy nutzte die gesamte Fahrt zu Schlafen, in der Hoffnung, ihr Jetlag damit ein wenig auszubügeln.
In Zürich wurden die beiden von Jennys Vater abgeholt. „Hallo Papa“, sagte Jenny trocken zur Begrüßung und überließ es Daisy selbst, sich vorzustellen. Die Stimmung in dem kleinen Volvo, der durch Eis und Schnee fuhr, war mindestens genauso kalt wie die Außentemperatur. Nur Daisy ließ sich damit nicht entmutigen und schrieb gleich ihrer Freundin Josi eine SMS, ob man sich heute Abend nicht treffen wollte. Was sollte man am 23. Dezember auch sonst in Toggenburg machen?
Das Letzte Mal war Jenny als kleines Mädchen hier in den Sommerferien gewesen. Das waren die langweiligsten sechs Wochen ihres Lebens gewesen. Man sollte auch nicht außer Acht lassen, dass Toggenburg nur die nächstgrößere Stadt zu dem kleinen Dorf ist, in dem ihr Vater wohnt. Als sie das Ortsschild Unterwasser passierten, wurde Daisy merklich nervöser. Sie zischte zu Jenny: „Das hattest du nicht erwähnt.“ Jenny zuckte mit den Schultern. Sie wußte nicht, auf was Daisy hinaus wollte. Jennys Vater erklärte in schlechten Englisch: „This ist the hometown of Simon Amman, famous Skijumper…“ Daisy murmelte ernst: „I know.“
Da war also der Hase begraben: Daisy hatte vor einigen Jahren ein kleines Techtelmechtel mit dem Olympiasieger gehabt. Jenny entschuldigte sich: „Das wußte ich nicht. Woher auch?“
Daisy nickte. „Ist nicht deine Schuld.“
Sie hatte genug Zeit, darüber zu brüten, wie sie Weihnachten mit ihrem Vater ohne größere Probleme überstand. klar, ihr Vater war ein netter Mensch, jetzt zumindest, aber sein Desinteresse der letzen Jahre konnte und wollte Jenny ihm nicht verzeihen. Sie dachte sich Strategien aus, wie es möglichst zu keinem Eklat unterm Christbaum kommen konnte. Ihm Absagen und daheim bleiben? Das würde wahrscheinlich für ziemlich lange Zeit nur Ärger bringen. Einfach immer grinsen und nicken? Das war einfach nicht Jennys Art.
Daisy, die, endlich angekommen war, riß sie aus ihren Gedanken. „Hey, sweetheart, träumst du? Du siehst mich ja gar nicht.“ Daisy war einen Kopf kleiner als sie, versuchte aber immer durch einen Cowboyhut größer zu wirken. Dass sie damit dem gängigen Klischee eines Texaners entsprach, störte sie nicht im geringsten. Sie kam ohnehin nicht aus Texas. Sie hatte hellbraune, leuchtende Augen, die genau dieselbe Farbe wie ihre Haare hatten.
Jenny freute sich aufrichtig, Daisy seit Ewigkeiten wieder zu sehen. Da Daisy Jennys ganzes Problem mit Weihnachten in der Schweiz nicht verstand, erschien es ihr auf der Taxifahrt zum Flughafen auch immer geringfügiger. Daisy konnte mit ihrem entwaffnenden Lächeln sowieso jeden Streit wegzaubern.
Daisy war wie immer total fasziniert von Deutschland, egal wie oft sie schon hier gewesen war. Jenny hatte aber keine Zeit und kein Verständnis dafür, der Zug nach Zürich rief.
Daisy nutzte die gesamte Fahrt zu Schlafen, in der Hoffnung, ihr Jetlag damit ein wenig auszubügeln.
In Zürich wurden die beiden von Jennys Vater abgeholt. „Hallo Papa“, sagte Jenny trocken zur Begrüßung und überließ es Daisy selbst, sich vorzustellen. Die Stimmung in dem kleinen Volvo, der durch Eis und Schnee fuhr, war mindestens genauso kalt wie die Außentemperatur. Nur Daisy ließ sich damit nicht entmutigen und schrieb gleich ihrer Freundin Josi eine SMS, ob man sich heute Abend nicht treffen wollte. Was sollte man am 23. Dezember auch sonst in Toggenburg machen?
Das Letzte Mal war Jenny als kleines Mädchen hier in den Sommerferien gewesen. Das waren die langweiligsten sechs Wochen ihres Lebens gewesen. Man sollte auch nicht außer Acht lassen, dass Toggenburg nur die nächstgrößere Stadt zu dem kleinen Dorf ist, in dem ihr Vater wohnt. Als sie das Ortsschild Unterwasser passierten, wurde Daisy merklich nervöser. Sie zischte zu Jenny: „Das hattest du nicht erwähnt.“ Jenny zuckte mit den Schultern. Sie wußte nicht, auf was Daisy hinaus wollte. Jennys Vater erklärte in schlechten Englisch: „This ist the hometown of Simon Amman, famous Skijumper…“ Daisy murmelte ernst: „I know.“
Da war also der Hase begraben: Daisy hatte vor einigen Jahren ein kleines Techtelmechtel mit dem Olympiasieger gehabt. Jenny entschuldigte sich: „Das wußte ich nicht. Woher auch?“
Daisy nickte. „Ist nicht deine Schuld.“
Driver's Seat: "News is blue"
Vorwort:Ich habe keine Rechte an Sniff and the tears Lied "Driver's Seat" und verdiene mit dieser Story kein Geld.
Jenny seufzte. Die Weihnachtszeit hätte nicht grausamer beginnen können. Eigentlich hatte sie sich auf eine ruhige Festzeit mit ihrer Mutter und Daisy gefreut. Daisy war eine amerikanische Austauschschülerin gewesen, als sie sich kennen gelernt hatten – nun war sie Jennys beste Freundin und Vertrauenspartnerin Nummer Eins. Auch über die große Distanz.
Daisys Eltern ließen sich gerade scheiden und deswegen wollte sie Weihnachten nicht daheim verbringen. Jenny war es gewohnt, ihre Elten waren nie verheiratet gewesen und hatten sich noch vor ihrer Geburt getrennt. Und genau diese Eltern hatten nun anscheinend geplant, ihr das Fest komplett zu versauen. Ihre Mutter hatte einen neuen Freund und der hatte ihr ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gemacht und sie über die Feiertage auf Liebesurlaub eingeladen. Als Jennys Vater davon Wind bekam, lud er sie natürlich sofort zu sich in die Schweiz ein. Von wegen „Weihnachten ist das Fest der Familie. Du kannst unmöglich allein mit deiner Freundin feiern.“
Das bedeute viel Streß für sie, allein schon wegen der Reise. Außerdem war das Verhältnis zu ihrem Vater nicht gerade das Beste. Und das alles gerade an ihrem letzten Arbeitstag vor Weihnachten.
Sie machte gerade ein Prakitkumsjahr beim Internetradio „OAO“, das heißt Ostallgäu-Online. Die Redaktion war in einem alten Fachwerkgebäude mitten in Oberstdorf. Jenny verstand die Mentalität der Stadt nicht, alle Häuser so aussehen zu lassen, als ob sie 200 Jahre alt wären. Sie hatte Mittagsschicht, das hieß, es gab nicht mehr viel zu tun, außer noch irgendwelchen Papierkram der Redaktion zu erledigen und Kaffee für die Nachtmoderatoren zu kochen. Michi, der absolut überdrehte Moderator plapperte munter ins Mikrofon: „Und das war ‚Just dance’ von Lady Gaga für Marie, die uns eine ganz liebe email geschrieben hat. Dankeschön! Und weiter geht’s jetzt mit ‚Mr Rock’n’Roll’ von Amy MacDonald und gleich danach ‚Almost Lover’ von A Fine Frenzy. Wir sind Ostallgäu-Online und garantiert Wham-frei!“ …und schon spielten die ersten Akkorde von Amy MacDonald ein. Die Pause nutzte er, um Jenny zu begrüßen. „Hi, na was gibt’s? Du siehst müde aus.“ Jenny drückte auf den Knopf der Kaffeemaschiene. „Hm, ja, ich habe die ganze Nacht mit meiner amerikanischen Freundin telefoniert.“ Michi war skeptisch. „Dann muss es ja ziemlich ernst sein, wenn das nicht bis morgen warten kann.“
Michi war Jenny von Anfang an sympatisch gewesen, auch wenn seine gute Laune extrem nervig war. Sie schüttelte den Kopf. „Kannst du dir etwas Schöneres vorstellen, als mit deinem Vater, der sich bis vor kurzem kaum für dich interessiert hat, Weihnachten zu verbringen?“
„Was ist mit deinem Vater?“
„Ach, er ist der Meinung, man kann sich nur mit erwachsenen Menschen gut unterhalten und richtig beschäftigen. Deswegen haben wir auch erst richtig Kontakt, seit ich volljährig bin. Davor hatte er immer nur oberflächlich zum Geburtstag gratuliert und gefragt, wie meine Noten sind. Und nun, wo ich fertig mit dem Studium bin, hat er auf einmal Aufholbedarf von 24 Jahren und will ständig, dass ich ihn besuche.“
Michi schluckte und wollte etwas sagen, als ihn ein Signal aus den Gedanken riß und er zum Mikrofon stolperte. Jenny hörte seinem überschwänglichen Gelaber gar nicht zu und kümmerte sich um die Stauinformationen. Es war eigentlich komplett hirnlos, dass eine Internetradiostation Staumeldungen und Blitzerwarnungen sendete. Man hört Internetradio schließlich wenn man daheim ist. Bei dieser anspruchslosen Arbeit fiel ihr immer wieder das Gespräch mit Daisy ein. „Na und? Dann fahren wir zu deinem Vater…wo wohnt der noch mal, hast du gesagt? Toggenburg? Ist doch klasse, da wohnt meine Freundin Josi! Die feiert dieses Jahr Weihnachten mal wieder in der Schweiz und nicht in Finnland.“ Josi, die Co-Trainerin der Schweizer, Ehefrau von Matti Hautamaeki und Schwägerin von Janne Ahonen. Jenny machte sich nichts aus Skispringen, aber Daisy liebte diesen Sport, obwohl der bei ihr zu Hause alles andere als populär war. Über die Karten für die Vierschanzentournee, die Jenny ihr zu Weihnachten schenken wollte, würde sich Daisy sicherlich freuen. Da die beiden Weihnachten nun aber in der Schweiz verbringen würden, handelte das Jenny nur mehr Streß ein. Von wegen Fest der Ruhe und Besinnung.
Jenny seufzte. Die Weihnachtszeit hätte nicht grausamer beginnen können. Eigentlich hatte sie sich auf eine ruhige Festzeit mit ihrer Mutter und Daisy gefreut. Daisy war eine amerikanische Austauschschülerin gewesen, als sie sich kennen gelernt hatten – nun war sie Jennys beste Freundin und Vertrauenspartnerin Nummer Eins. Auch über die große Distanz.
Daisys Eltern ließen sich gerade scheiden und deswegen wollte sie Weihnachten nicht daheim verbringen. Jenny war es gewohnt, ihre Elten waren nie verheiratet gewesen und hatten sich noch vor ihrer Geburt getrennt. Und genau diese Eltern hatten nun anscheinend geplant, ihr das Fest komplett zu versauen. Ihre Mutter hatte einen neuen Freund und der hatte ihr ein vorgezogenes Weihnachtsgeschenk gemacht und sie über die Feiertage auf Liebesurlaub eingeladen. Als Jennys Vater davon Wind bekam, lud er sie natürlich sofort zu sich in die Schweiz ein. Von wegen „Weihnachten ist das Fest der Familie. Du kannst unmöglich allein mit deiner Freundin feiern.“
Das bedeute viel Streß für sie, allein schon wegen der Reise. Außerdem war das Verhältnis zu ihrem Vater nicht gerade das Beste. Und das alles gerade an ihrem letzten Arbeitstag vor Weihnachten.
Sie machte gerade ein Prakitkumsjahr beim Internetradio „OAO“, das heißt Ostallgäu-Online. Die Redaktion war in einem alten Fachwerkgebäude mitten in Oberstdorf. Jenny verstand die Mentalität der Stadt nicht, alle Häuser so aussehen zu lassen, als ob sie 200 Jahre alt wären. Sie hatte Mittagsschicht, das hieß, es gab nicht mehr viel zu tun, außer noch irgendwelchen Papierkram der Redaktion zu erledigen und Kaffee für die Nachtmoderatoren zu kochen. Michi, der absolut überdrehte Moderator plapperte munter ins Mikrofon: „Und das war ‚Just dance’ von Lady Gaga für Marie, die uns eine ganz liebe email geschrieben hat. Dankeschön! Und weiter geht’s jetzt mit ‚Mr Rock’n’Roll’ von Amy MacDonald und gleich danach ‚Almost Lover’ von A Fine Frenzy. Wir sind Ostallgäu-Online und garantiert Wham-frei!“ …und schon spielten die ersten Akkorde von Amy MacDonald ein. Die Pause nutzte er, um Jenny zu begrüßen. „Hi, na was gibt’s? Du siehst müde aus.“ Jenny drückte auf den Knopf der Kaffeemaschiene. „Hm, ja, ich habe die ganze Nacht mit meiner amerikanischen Freundin telefoniert.“ Michi war skeptisch. „Dann muss es ja ziemlich ernst sein, wenn das nicht bis morgen warten kann.“
Michi war Jenny von Anfang an sympatisch gewesen, auch wenn seine gute Laune extrem nervig war. Sie schüttelte den Kopf. „Kannst du dir etwas Schöneres vorstellen, als mit deinem Vater, der sich bis vor kurzem kaum für dich interessiert hat, Weihnachten zu verbringen?“
„Was ist mit deinem Vater?“
„Ach, er ist der Meinung, man kann sich nur mit erwachsenen Menschen gut unterhalten und richtig beschäftigen. Deswegen haben wir auch erst richtig Kontakt, seit ich volljährig bin. Davor hatte er immer nur oberflächlich zum Geburtstag gratuliert und gefragt, wie meine Noten sind. Und nun, wo ich fertig mit dem Studium bin, hat er auf einmal Aufholbedarf von 24 Jahren und will ständig, dass ich ihn besuche.“
Michi schluckte und wollte etwas sagen, als ihn ein Signal aus den Gedanken riß und er zum Mikrofon stolperte. Jenny hörte seinem überschwänglichen Gelaber gar nicht zu und kümmerte sich um die Stauinformationen. Es war eigentlich komplett hirnlos, dass eine Internetradiostation Staumeldungen und Blitzerwarnungen sendete. Man hört Internetradio schließlich wenn man daheim ist. Bei dieser anspruchslosen Arbeit fiel ihr immer wieder das Gespräch mit Daisy ein. „Na und? Dann fahren wir zu deinem Vater…wo wohnt der noch mal, hast du gesagt? Toggenburg? Ist doch klasse, da wohnt meine Freundin Josi! Die feiert dieses Jahr Weihnachten mal wieder in der Schweiz und nicht in Finnland.“ Josi, die Co-Trainerin der Schweizer, Ehefrau von Matti Hautamaeki und Schwägerin von Janne Ahonen. Jenny machte sich nichts aus Skispringen, aber Daisy liebte diesen Sport, obwohl der bei ihr zu Hause alles andere als populär war. Über die Karten für die Vierschanzentournee, die Jenny ihr zu Weihnachten schenken wollte, würde sich Daisy sicherlich freuen. Da die beiden Weihnachten nun aber in der Schweiz verbringen würden, handelte das Jenny nur mehr Streß ein. Von wegen Fest der Ruhe und Besinnung.
Navy Soap (27)
Als Tony aufwachte – zum ungefähr hundersten Mal in dieser Nacht, waren seine Kopfschmerztabletten endgültig leer. Er stöhnte und ging in die Küche, um sich ein Glas Wasser zu holen. Die Sache mit Sinica, oder besser McGee, ging ihm einfach nicht aus dem Kopf. Er öffnete das Fenster und sah über die Lichter von Washington hinweg in die Ferne. Was ging da in ihm vor? Warum konnte er das ganze nicht einfach abhaken und sagen: „Saublöd gelaufen.“?
***
Gibbs war, trotz seiner großen Müdigkeit in seinem Keller und schraubte an seinem Boot. Auch wenn er es sich nicht eingestehen würde, er war einsam. Und seit Wochen schlug ihm diese Einsamkeit auf die Laune.
***
McGee hatte schon den ganzen Tag überlegt, ob er Abby einweihen sollte. Tony war sein Blinddate gewesen und hatte ihn sitzen lassen. Das war so lächerlich und absurd, aber trotzdem war er enttäuscht. Als er auf die Uhr sah, wurde ihm klar, daß es nun selbst für Nachtschwärmerin Abby zu spät für ein Krisentelefonat wäre. Er beschloß es noch bis auf weiteres für sich zu behalten.
***
Jenny hatte schon seit längerem Schlafprobleme und sie wußte nicht so recht warum. Sie saß ratlos in ihrem Studierzimmer und klammerte sich an einem Glas Bourbon fest, als sei es das einzige, das ihr in dieser unsicheren, grauen Welt Halt biete.
***
Amy war gerade eingeschlafen, Ziva schmiegte sich an ihren Rücken. Sie spürte immer noch Amys Küsse auf ihrem ganzen Körper, wie Feuer brennend. Langsam entspannten sich auch ihre vom Liebesspiel elektrisierten Muskeln und sie glitt hinüber ins Universum der Träume, obwohl sie sich sicher war, das es nirgendswo besser, traumhafter sein konnte, als hier.
***
Abby torkelte vom Taxi zu ihrer Wohnung. Sie war wieder im Bat Club gewesen, tanzen, trinken, alles, was sie belastete vergessen… Es hatte nicht geklappt und sie war einfach nur sturzbetrunken und hatte tausend brennende Blasen an den Füßen. Sie fluchte auf ihre neuen Stiefel und ärgerte sich über ihre eigene Naivität. Die Zeit der schnellen Abenteuer war wohl vorbei, heute waren nur Päärchen im Club gewesen. Sie hatte niemanden gefunden, der sie auch nur für ein paar Stunden glücklichen machen konnte! Sie ließ sich in ihren Sarg fallen und Tränen rannen ihre Wangen hinunter. Was sollte das? So war sie nicht. Sie hätte niemals, niemals, niemals einen One-Night-Stand gehabt, egal wie dreckig ihr es ging. Und selbst wenn, warum ging es ihr überhaupt so dreckig?
***
Gibbs war, trotz seiner großen Müdigkeit in seinem Keller und schraubte an seinem Boot. Auch wenn er es sich nicht eingestehen würde, er war einsam. Und seit Wochen schlug ihm diese Einsamkeit auf die Laune.
***
McGee hatte schon den ganzen Tag überlegt, ob er Abby einweihen sollte. Tony war sein Blinddate gewesen und hatte ihn sitzen lassen. Das war so lächerlich und absurd, aber trotzdem war er enttäuscht. Als er auf die Uhr sah, wurde ihm klar, daß es nun selbst für Nachtschwärmerin Abby zu spät für ein Krisentelefonat wäre. Er beschloß es noch bis auf weiteres für sich zu behalten.
***
Jenny hatte schon seit längerem Schlafprobleme und sie wußte nicht so recht warum. Sie saß ratlos in ihrem Studierzimmer und klammerte sich an einem Glas Bourbon fest, als sei es das einzige, das ihr in dieser unsicheren, grauen Welt Halt biete.
***
Amy war gerade eingeschlafen, Ziva schmiegte sich an ihren Rücken. Sie spürte immer noch Amys Küsse auf ihrem ganzen Körper, wie Feuer brennend. Langsam entspannten sich auch ihre vom Liebesspiel elektrisierten Muskeln und sie glitt hinüber ins Universum der Träume, obwohl sie sich sicher war, das es nirgendswo besser, traumhafter sein konnte, als hier.
***
Abby torkelte vom Taxi zu ihrer Wohnung. Sie war wieder im Bat Club gewesen, tanzen, trinken, alles, was sie belastete vergessen… Es hatte nicht geklappt und sie war einfach nur sturzbetrunken und hatte tausend brennende Blasen an den Füßen. Sie fluchte auf ihre neuen Stiefel und ärgerte sich über ihre eigene Naivität. Die Zeit der schnellen Abenteuer war wohl vorbei, heute waren nur Päärchen im Club gewesen. Sie hatte niemanden gefunden, der sie auch nur für ein paar Stunden glücklichen machen konnte! Sie ließ sich in ihren Sarg fallen und Tränen rannen ihre Wangen hinunter. Was sollte das? So war sie nicht. Sie hätte niemals, niemals, niemals einen One-Night-Stand gehabt, egal wie dreckig ihr es ging. Und selbst wenn, warum ging es ihr überhaupt so dreckig?
Navy Soap (26)
Gott sei Dank war Freitag. Wenn Zivas Plänen nichts im Wege stand, dann würde sie das Wochenende mit Amy verbringen können.
Sie war vorher noch nie bei Amy gewesen. Sie wohnte in einer Studentengegend. Als Ziva den Weg von der Bushaltestelle zu ihrer Wohnung lief, genoß sie das Flair: Möchtgernintellektuelle saßen draußen in Cafes, rote und gelbe Blätter flogen kurz über den Boden hinweg, es waren mehr Fahrradfahrer als Autos unterwegs. Auch wenn sie etwas wehmütig darüber wurde, dass sie das Leben nie so genossen hatte, wie diese Studenten, ließ sie sich ihre Laune nicht verderben.
Amy schrieb gerade ihren Doktor in Kommunikationstechnik. Ziva war fast etwas neidisch. Amy kam ihr fast überlegen vor, weil sie alle Strategien der Werbung in allen Medien kannte und den Triggern somit ausweichen konnte und Ziva war auch etwas neidisch, weil sie solche Dinge, die den Alltag betrafen, nie gelernt hatte. In Israel herrschte auch ein etwas anderer Alltag als hier, auch wenn die Regierung das gerne anders darstellte. Einem Land, das Krieg führte, ging es wirtschaftlich noch nie so blendend…
„Hey!“, begrüßte Amy Ziva und gab ihr ein Küsschen. „Komm rein, fühl dich wie zu Hause.“
Ziva lächelte: „Das tu ich bei dir sowieso.“
„Wie war die Arbeit?“, fragte Amy, während sie schon wieder Richtung Küche lief. Ziva folgte einfach dem Duft von Pizza und stolperte dabei über einige Kabel.
„Sorry, ich war zu faul die Internet-Kabel durch die Wand zu verlegen, geht aber auch so…“, rief Amy aus der Küche. Die Kabel führten durchgequetscht unter einer Tür in einen weiteren Raum. Musste wohl Amys Arbeitszimmer sein.
Ziva musste über sich selbst und ihre Erwartungen an die Wohnung lachen. Sie waren in Washington, die Wohnungen waren teuer und Amy war Studentin. Natürlich war es hier klein und wer hatte als Doktorant schon Zeit um Kabel zu verlegen?
Die Küche war auch eher klein. Es gab nur eine kleine Theke mit zwei Hockern. Zivas Vorstellungen von einem romantischen Abendessen sahen zwar anders aus, aber seit wann war sie so anspruchsvoll bei so netten Menschen? Amy schien ihre Gedanken gelesen zu haben. „Oh, wir essen drüben im Wohnzimmer, ich hab extra ein Lagerfeuervideo auf meinen Computer runtergeladen. Ich wollte es uns ein wenig gemütlich machen.“, zwinkerte Amy.
Amy hatte die langweilige weiße Wand des Wohnzimmers selbst gestrichen und riesengroße Blumen mit Gesichtern daraufgemalt. Anfangs fühlte sich Ziva zwar etwas von Smiley-Blumen beobachtet, begann dann aber sie süß zu finden. Das Wohnzimmer war auch gleichzeitig das Arbeitszimmer. „Trotzdem etwas klein geraten, oder?“, fragte Ziva. Wenn sie an ihre Wohnung dachte…dort hatte sie schon fast zu viel Platz.
Die beiden waren inzwischen beim Nachtisch angekommen. Espresso und Cantuccini, ganz italienisch.
„Ich wollte den größten Raum als Schlafzimmer, schon allein wegen meinem riesigen Kleiderschrank. Eine Tante in Mailand zu haben ist echt der Tod. Außerdem hat das Zimmer drüben nen Balkon, ich arbeite sowieso am liebsten dort, wenn es das Wetter zu läßt…“
Amy begann weiter zu erzählen, über ihren Studiumsalltag, darüber was sie danach machen wollte, wie sie überhaupt von Chicago nach Washington gegangen ist…Ziva hörte ihr zwar zu, konnte aber irgendwann nicht anders, als “Halt die Klappe“ zu flüstern und Amy zu küssen. Spätestens jetzt war ihr klar, dass sie sich in diese Frau verliebt hatte.
Sie war vorher noch nie bei Amy gewesen. Sie wohnte in einer Studentengegend. Als Ziva den Weg von der Bushaltestelle zu ihrer Wohnung lief, genoß sie das Flair: Möchtgernintellektuelle saßen draußen in Cafes, rote und gelbe Blätter flogen kurz über den Boden hinweg, es waren mehr Fahrradfahrer als Autos unterwegs. Auch wenn sie etwas wehmütig darüber wurde, dass sie das Leben nie so genossen hatte, wie diese Studenten, ließ sie sich ihre Laune nicht verderben.
Amy schrieb gerade ihren Doktor in Kommunikationstechnik. Ziva war fast etwas neidisch. Amy kam ihr fast überlegen vor, weil sie alle Strategien der Werbung in allen Medien kannte und den Triggern somit ausweichen konnte und Ziva war auch etwas neidisch, weil sie solche Dinge, die den Alltag betrafen, nie gelernt hatte. In Israel herrschte auch ein etwas anderer Alltag als hier, auch wenn die Regierung das gerne anders darstellte. Einem Land, das Krieg führte, ging es wirtschaftlich noch nie so blendend…
„Hey!“, begrüßte Amy Ziva und gab ihr ein Küsschen. „Komm rein, fühl dich wie zu Hause.“
Ziva lächelte: „Das tu ich bei dir sowieso.“
„Wie war die Arbeit?“, fragte Amy, während sie schon wieder Richtung Küche lief. Ziva folgte einfach dem Duft von Pizza und stolperte dabei über einige Kabel.
„Sorry, ich war zu faul die Internet-Kabel durch die Wand zu verlegen, geht aber auch so…“, rief Amy aus der Küche. Die Kabel führten durchgequetscht unter einer Tür in einen weiteren Raum. Musste wohl Amys Arbeitszimmer sein.
Ziva musste über sich selbst und ihre Erwartungen an die Wohnung lachen. Sie waren in Washington, die Wohnungen waren teuer und Amy war Studentin. Natürlich war es hier klein und wer hatte als Doktorant schon Zeit um Kabel zu verlegen?
Die Küche war auch eher klein. Es gab nur eine kleine Theke mit zwei Hockern. Zivas Vorstellungen von einem romantischen Abendessen sahen zwar anders aus, aber seit wann war sie so anspruchsvoll bei so netten Menschen? Amy schien ihre Gedanken gelesen zu haben. „Oh, wir essen drüben im Wohnzimmer, ich hab extra ein Lagerfeuervideo auf meinen Computer runtergeladen. Ich wollte es uns ein wenig gemütlich machen.“, zwinkerte Amy.
Amy hatte die langweilige weiße Wand des Wohnzimmers selbst gestrichen und riesengroße Blumen mit Gesichtern daraufgemalt. Anfangs fühlte sich Ziva zwar etwas von Smiley-Blumen beobachtet, begann dann aber sie süß zu finden. Das Wohnzimmer war auch gleichzeitig das Arbeitszimmer. „Trotzdem etwas klein geraten, oder?“, fragte Ziva. Wenn sie an ihre Wohnung dachte…dort hatte sie schon fast zu viel Platz.
Die beiden waren inzwischen beim Nachtisch angekommen. Espresso und Cantuccini, ganz italienisch.
„Ich wollte den größten Raum als Schlafzimmer, schon allein wegen meinem riesigen Kleiderschrank. Eine Tante in Mailand zu haben ist echt der Tod. Außerdem hat das Zimmer drüben nen Balkon, ich arbeite sowieso am liebsten dort, wenn es das Wetter zu läßt…“
Amy begann weiter zu erzählen, über ihren Studiumsalltag, darüber was sie danach machen wollte, wie sie überhaupt von Chicago nach Washington gegangen ist…Ziva hörte ihr zwar zu, konnte aber irgendwann nicht anders, als “Halt die Klappe“ zu flüstern und Amy zu küssen. Spätestens jetzt war ihr klar, dass sie sich in diese Frau verliebt hatte.
Navy Soap (25)
Der Abend damals mit Tony bei Subway war der letzte gewesen, an dem sie sich mit ihm gut verstanden hatte. Obwohl es erst zwei Wochen her war, kam es ihr wie eine Ewigkeit vor. Es war so viel passiert! Manchmal hatte sie in der Zeit davor eine fast unmerkliche Spannung zwischen ihr und Tony gespürt. Eine positive, fast schon sexuelle. Und dann hatte er sich verliebt…wenn ihre Überlegungen stimmten, in McGee. Oder zumindest seinen Rollenspielcharakter. Sie verbot sich selbst die Frage, ob da noch mehr war als nur körperliche Anziehung. Sicherlich, Tony war ein attraktiver Mann, das konnte sie nicht leugnen. Sie hatte ihn seit sie ihn kannte, mit Blicken ausgezogen, ab und zu zumindest. Aber natürlich aus reinem körperlichem Interesse.
Als sie schließlich in ihre Wohnung kam, atmete sie durch. ‚My home ist my castle. Naja, eher Fortess.’ Hier fühlte sie sich sicher. ‚Erstmal was trinken auf dieses Gefühlschaos.’ Als sie gerade für einen Gin aus ihrer Bar entschieden hatte, fiel ihr ein orangener Haftnotiz am Kühlschrank auf.
„Ich koch heute Abend Pizza für dich, es gibt auch Cantuccini-Kekse (: so um 8 bei mir? Amy“
Anstatt eines nichtssagenden „hdl“-Grußes neben ihrer Signatur, befand sich dort ein Lippenstiftabdruck. Ziva seufzte und drückte selbst einen Kuß auf den Abdruck. Das war so herrlich kitschig. Klischeehaft nicht, da Amy eine Frau war. ‚Na gut, dann geh ich duschen, will ja hübsch sein…’, dachte Ziva und in diesem Moment wurde ihr klar, dass sie sich nie in Tony verliebt hatte und auch nie verlieben würde. Solche Botschaften würde er keiner Frau, auch nicht ihr, hinterlassen.
Vor lauter Glück vergaß sie fast, Amy auf den Anrufbeantworter zu sprechen, dass sie gerne kommen würde.
Als sie schließlich in ihre Wohnung kam, atmete sie durch. ‚My home ist my castle. Naja, eher Fortess.’ Hier fühlte sie sich sicher. ‚Erstmal was trinken auf dieses Gefühlschaos.’ Als sie gerade für einen Gin aus ihrer Bar entschieden hatte, fiel ihr ein orangener Haftnotiz am Kühlschrank auf.
„Ich koch heute Abend Pizza für dich, es gibt auch Cantuccini-Kekse (: so um 8 bei mir? Amy“
Anstatt eines nichtssagenden „hdl“-Grußes neben ihrer Signatur, befand sich dort ein Lippenstiftabdruck. Ziva seufzte und drückte selbst einen Kuß auf den Abdruck. Das war so herrlich kitschig. Klischeehaft nicht, da Amy eine Frau war. ‚Na gut, dann geh ich duschen, will ja hübsch sein…’, dachte Ziva und in diesem Moment wurde ihr klar, dass sie sich nie in Tony verliebt hatte und auch nie verlieben würde. Solche Botschaften würde er keiner Frau, auch nicht ihr, hinterlassen.
Vor lauter Glück vergaß sie fast, Amy auf den Anrufbeantworter zu sprechen, dass sie gerne kommen würde.
Navy Soap (24)
„Ja…öhm…also…“
Warum konnte sein Handy jetzt nicht einfach klingeln? Warum könnte das Auto nicht einfach einen Unfall bauen? Warum passierte jetzt nicht irgendwas, das ihn aus dieser blöden Situation bringen konnte?
„Ich heiße da…Karuso.“
Ziva sah ihn skeptisch an. Warum hatte er solange überlegt? Warum hatte er gezögert? Nur peinlich konnte es ihm nicht sein. Aber es war nichts, was sie nicht auch herausfinden würde.
McGee fiel für einen kleinen Moment, den Ziva fast vor lauter Argwohn für Tony verpaßt hätte, das Gesicht herunter. Es war eine Mischung zwischen Fassungslosigkeit und tausender unbeantworteter Fragen gewesen.
Ziva schüttelte unmerklich den Kopf. Das wäre zu absurd. oder war McGee etwa das Date von Tony?
Währenddessen saß Abby gelangweilt im Labor. Es gab nichts zu tun, es gab keinen Fall und sie hatte heute schon zum zehnten Mal ihr Material kontrolliert und neu geordnet.
Zu allem Überfluß hatte keine dieser Tätigkeit ihr Ablenkung verschafft. Sie zweifelte mittlerweile auch daran, dass eine neue Leiche und neues beweismaterial sie wirklich ablenken würden.
Die Bilder des gestrigen Tages gingen ihr nicht mehr aus dem Kopf. Die dümmlich grinsende und zu allem Überfluß freundlich Ziva, diese Amy und dieser Kuß. Und was noch viel schlimmer war, war, dass Abby nicht wußte, warum diese Bilder sich so in ihre Gedanken fraßen.
Sie stand seufzend auf, die Illusion aufgebend, dass Gibbs doch noch vorbeikommen würde, und holte sich selbst ihr CafPow. Tage, an denen sie das tun musste, waren schlechte Tage.
Wieder an der Zentrale ankommend, löste sich die runde für Zivas Geschamck etwas zu schnell auf. Es war schon lange her, dass das Team bei früherem Feierabend noch gemeinsam was Trinken gegangen war. Dieser Aspekt der Arbeit fehlte ihr sehr, mehr als sie eigentlich gedacht hatte. Klar, jeder hatte seinen Freundeskreis außerhalb der Arbeit, aber für Ziva, die hierher gekommen war und niemanden gekannt hatte, war das Team fast genauso wichtig. Egal wie sehr Tony sie manchmal nervte.
Nachdenklich ging sie zu ihrem Auto und verursachte auf der Fahrt sicherlich zehn Verkehrsunfälle mit Todesfolge, nicht nur wegen ihrem Fahrstil, sondern weil sie so in Gedanken verloren war.
Warum konnte sein Handy jetzt nicht einfach klingeln? Warum könnte das Auto nicht einfach einen Unfall bauen? Warum passierte jetzt nicht irgendwas, das ihn aus dieser blöden Situation bringen konnte?
„Ich heiße da…Karuso.“
Ziva sah ihn skeptisch an. Warum hatte er solange überlegt? Warum hatte er gezögert? Nur peinlich konnte es ihm nicht sein. Aber es war nichts, was sie nicht auch herausfinden würde.
McGee fiel für einen kleinen Moment, den Ziva fast vor lauter Argwohn für Tony verpaßt hätte, das Gesicht herunter. Es war eine Mischung zwischen Fassungslosigkeit und tausender unbeantworteter Fragen gewesen.
Ziva schüttelte unmerklich den Kopf. Das wäre zu absurd. oder war McGee etwa das Date von Tony?
Währenddessen saß Abby gelangweilt im Labor. Es gab nichts zu tun, es gab keinen Fall und sie hatte heute schon zum zehnten Mal ihr Material kontrolliert und neu geordnet.
Zu allem Überfluß hatte keine dieser Tätigkeit ihr Ablenkung verschafft. Sie zweifelte mittlerweile auch daran, dass eine neue Leiche und neues beweismaterial sie wirklich ablenken würden.
Die Bilder des gestrigen Tages gingen ihr nicht mehr aus dem Kopf. Die dümmlich grinsende und zu allem Überfluß freundlich Ziva, diese Amy und dieser Kuß. Und was noch viel schlimmer war, war, dass Abby nicht wußte, warum diese Bilder sich so in ihre Gedanken fraßen.
Sie stand seufzend auf, die Illusion aufgebend, dass Gibbs doch noch vorbeikommen würde, und holte sich selbst ihr CafPow. Tage, an denen sie das tun musste, waren schlechte Tage.
Wieder an der Zentrale ankommend, löste sich die runde für Zivas Geschamck etwas zu schnell auf. Es war schon lange her, dass das Team bei früherem Feierabend noch gemeinsam was Trinken gegangen war. Dieser Aspekt der Arbeit fehlte ihr sehr, mehr als sie eigentlich gedacht hatte. Klar, jeder hatte seinen Freundeskreis außerhalb der Arbeit, aber für Ziva, die hierher gekommen war und niemanden gekannt hatte, war das Team fast genauso wichtig. Egal wie sehr Tony sie manchmal nervte.
Nachdenklich ging sie zu ihrem Auto und verursachte auf der Fahrt sicherlich zehn Verkehrsunfälle mit Todesfolge, nicht nur wegen ihrem Fahrstil, sondern weil sie so in Gedanken verloren war.
Navy Soap (23)
Kaum merklich ließ sie die Anspannung von sich fallen. Es ging Tony auch nichts an. Warum sollte sie ihm Rechenschaft über ihre Liebschaften, Freundschaften oder Bekanntschaften ablegen? Tony war da anders. Er gab mit den tollen Mädels an, denen er das Herz gebrochen hatte. Er unterstellte Ziva ständig gefühlskalt zu sein, dabei war er es selbst. Zumindest was Beziehungen oder Affären anging. Er tat Frauen weh, benutzte sie wie Gegenstände.
Nur dieses eine Mal, als es um dieses geheimnisvolle Date ging, war er anders. Mißerfolge würde er verschweigen…aber diesmal ließ er nicht einmal durch Mimik oder Gestik durchsickern wie es gelaufen war.
Ducky kam erschöpft in den Schatten des Baumes. Eigentlich erwartete Ziva immer, dass er seine Belehrungen und Ansprachen mit „Liebe Kinder“ begann. Sie mochte Ducky, er war fast wie ein Großvater.
Er erklärte: „Interessanterweise sind die Knochen wirklich eindeutig älter als 100 Jahre. Komisch ist nur, dass niemandem das vorher ausgefallen ist, da sie nicht einmal einen Meter tief im Boden verborgen waren…“
„…komisch, dass kein Hund sie ausgegraben hat.“, stellte Palmer fest. Manchmal war er wirklich widerwärtig, wenn er versuchte, Lob von Dr. Mallard zu bekommen. Die restlichen drei warfen sich genervte Blicke zu.
„Nein, Mr. Palmer, das ist es in der Tat nicht. Da die Knochen so alt sind, gibt es auch keine Fährte mehr, die die Hunde aufnehmen könnten.“
Gibbs kam nun endlich hinzu. Er hatte bis gerade telefoniert. Man hatte zwar nicht verstehen können, um was es ging, aber es schien kein erfreuliches Gespräch für ihn gewesen zu sein.
„Nun, Ducky?“, fragte er.
Ducky begann nun glücklicherweise nicht noch einmal alles zu erklären, sondern schwelgte in Erinnerungen an alte Zeiten. „Weißt du Jethro, die Geschichte erinnert mich sehr an meine Zeit in New England, als…“
McGee, Dinozzo, Palmer und Ziva gingen schmunzelnd zurück zum Wagen. „Feierabend!“, stöhnte Tony äußerst zufrieden. „Was, freust du dich auf dein Computerspiel?“, stichelte Ziva.
„Ahja, genau Tony, du mußt mir mal sagen, wie dein Charakter heißt.“, fiel es auch McGee wieder ein. Tony warf Ziva einen vernichtenden Blick zu.
‚Jetzt nur keine Nerven verlieren, Tony…’, dachte er.
Nur dieses eine Mal, als es um dieses geheimnisvolle Date ging, war er anders. Mißerfolge würde er verschweigen…aber diesmal ließ er nicht einmal durch Mimik oder Gestik durchsickern wie es gelaufen war.
Ducky kam erschöpft in den Schatten des Baumes. Eigentlich erwartete Ziva immer, dass er seine Belehrungen und Ansprachen mit „Liebe Kinder“ begann. Sie mochte Ducky, er war fast wie ein Großvater.
Er erklärte: „Interessanterweise sind die Knochen wirklich eindeutig älter als 100 Jahre. Komisch ist nur, dass niemandem das vorher ausgefallen ist, da sie nicht einmal einen Meter tief im Boden verborgen waren…“
„…komisch, dass kein Hund sie ausgegraben hat.“, stellte Palmer fest. Manchmal war er wirklich widerwärtig, wenn er versuchte, Lob von Dr. Mallard zu bekommen. Die restlichen drei warfen sich genervte Blicke zu.
„Nein, Mr. Palmer, das ist es in der Tat nicht. Da die Knochen so alt sind, gibt es auch keine Fährte mehr, die die Hunde aufnehmen könnten.“
Gibbs kam nun endlich hinzu. Er hatte bis gerade telefoniert. Man hatte zwar nicht verstehen können, um was es ging, aber es schien kein erfreuliches Gespräch für ihn gewesen zu sein.
„Nun, Ducky?“, fragte er.
Ducky begann nun glücklicherweise nicht noch einmal alles zu erklären, sondern schwelgte in Erinnerungen an alte Zeiten. „Weißt du Jethro, die Geschichte erinnert mich sehr an meine Zeit in New England, als…“
McGee, Dinozzo, Palmer und Ziva gingen schmunzelnd zurück zum Wagen. „Feierabend!“, stöhnte Tony äußerst zufrieden. „Was, freust du dich auf dein Computerspiel?“, stichelte Ziva.
„Ahja, genau Tony, du mußt mir mal sagen, wie dein Charakter heißt.“, fiel es auch McGee wieder ein. Tony warf Ziva einen vernichtenden Blick zu.
‚Jetzt nur keine Nerven verlieren, Tony…’, dachte er.
Navy Soap (22)
Am nächsten Vormittag stoß ein Hobbygärtner beim Garten umgraben auf merkwürdige Knochen. Da das Grundstück von der Naval Academy vermietet wurde, musste sich das Team um Gibbs auf den Weg nach Baltimore machen.
Tony schwieg diesmal wirklich wie ein Grab. Er ließ von Ziva nichts aus sich herausbekommen. Er fühlte sich schrecklich und hatte auch kaum geschlafen. Auf der einen Seite war es so grauenvoll, dass es Sinica nicht in Wirklichkeit gab, jedenfalls nicht so wie er es sich gewünscht hatte, andererseits war er erschreckt darüber, dass er sich in das, was McGee erschaffen hatte, verliebt hat. In einen Charakter, den es gar nicht gab. Und warum zur Hölle hatte er einen neuen erschaffen? Warum war er nicht immer noch der tuntige Elfenkönig???
Er rang sich dazu durch, McGee zu fragen: „Bambino, oder soll ich sagen, Elfenkönig? Was ist denn aus dem geworden?“ – „Was? Wie kommst du darauf?“ – „Ich spiele seit zwei Monaten dieses Spiel und der ist mir noch kein einziges Mal über den Weg gelaufen.“ – „Achso. Unsere Wette. Hatte ich fast vergessen. Wie heißt dein Charakter denn überhaupt?“
Er wußte überhaupt GAR NICHTS. Gut.
Tony war erleichtert, als der Wagen in dem Moment hielt und Gibbs alle rausscheuchte und er somit Timmy die Antwort schuldig blieb.
Er beschloß, den letzten Monat des Vierteljahres zu Ende zu spielen und danach alles darum so schnell wie möglich zu vergessen. Und sich im Real live nach elfengleichen Frauen umzusehen.
Ducky fand schnell heraus, dass die Knochen schon älter waren. Das Team hoffte auf früheren Feierabend, denn wenn die Knochen älter als 100 Jahre sind, könnten sie den Fall an die Archäologie abgeben.
Bis sich die Vermutung bestätigte, hieß es aber warten. Tony, Ziva, McGee und Palmer saßen untätig unter einem Baum und hofften, dass Gibbs nicht darauf kam, dass sie den Inhalt des Wagens neu ordnen sollten, oder sonst eine sinnfreie Aufgabe.
„Was macht eigentlich die kleine Sandwhichbelegerin?“, fragte Tony schließlich. „Abby hat da was verlauten lassen.“
„Es ist mir relativ egal, was Abby davon hält.“, sagte Ziva so gleichgültig wie möglich, obwohl sie sich verkrampfte.
„Ja, und? Was ist denn nun mit der?“
„Tony, erstens ist sie Studentin und hat den Job nur nebenbei gehabt und zweitens…“, sie überlegte, was sie nun sagen wollte. „…wüßte ich nicht, was dich das angeht!!!“
Tony schwieg diesmal wirklich wie ein Grab. Er ließ von Ziva nichts aus sich herausbekommen. Er fühlte sich schrecklich und hatte auch kaum geschlafen. Auf der einen Seite war es so grauenvoll, dass es Sinica nicht in Wirklichkeit gab, jedenfalls nicht so wie er es sich gewünscht hatte, andererseits war er erschreckt darüber, dass er sich in das, was McGee erschaffen hatte, verliebt hat. In einen Charakter, den es gar nicht gab. Und warum zur Hölle hatte er einen neuen erschaffen? Warum war er nicht immer noch der tuntige Elfenkönig???
Er rang sich dazu durch, McGee zu fragen: „Bambino, oder soll ich sagen, Elfenkönig? Was ist denn aus dem geworden?“ – „Was? Wie kommst du darauf?“ – „Ich spiele seit zwei Monaten dieses Spiel und der ist mir noch kein einziges Mal über den Weg gelaufen.“ – „Achso. Unsere Wette. Hatte ich fast vergessen. Wie heißt dein Charakter denn überhaupt?“
Er wußte überhaupt GAR NICHTS. Gut.
Tony war erleichtert, als der Wagen in dem Moment hielt und Gibbs alle rausscheuchte und er somit Timmy die Antwort schuldig blieb.
Er beschloß, den letzten Monat des Vierteljahres zu Ende zu spielen und danach alles darum so schnell wie möglich zu vergessen. Und sich im Real live nach elfengleichen Frauen umzusehen.
Ducky fand schnell heraus, dass die Knochen schon älter waren. Das Team hoffte auf früheren Feierabend, denn wenn die Knochen älter als 100 Jahre sind, könnten sie den Fall an die Archäologie abgeben.
Bis sich die Vermutung bestätigte, hieß es aber warten. Tony, Ziva, McGee und Palmer saßen untätig unter einem Baum und hofften, dass Gibbs nicht darauf kam, dass sie den Inhalt des Wagens neu ordnen sollten, oder sonst eine sinnfreie Aufgabe.
„Was macht eigentlich die kleine Sandwhichbelegerin?“, fragte Tony schließlich. „Abby hat da was verlauten lassen.“
„Es ist mir relativ egal, was Abby davon hält.“, sagte Ziva so gleichgültig wie möglich, obwohl sie sich verkrampfte.
„Ja, und? Was ist denn nun mit der?“
„Tony, erstens ist sie Studentin und hat den Job nur nebenbei gehabt und zweitens…“, sie überlegte, was sie nun sagen wollte. „…wüßte ich nicht, was dich das angeht!!!“
Navy Soap (21)
Die Person war auch ein Mann. Oh nein.
Es war McGee. Tony faßte sich an den Kopf und ging in eiligen Schritten zurück zu der Ecke. Das konnte nicht sein! Zurück gehen konnte er auch nicht. Bambino hatte ihn Gott sei Dank nicht gesehen, weil er mit dem Rücken zu ihm gesessen war. Tony spurtete, nein er flog eher zurück zu seinem Auto.
Daheim stellte er sich erst einmal unter eine eiskalte Dusche.
Vierundzwanzig Stunden später:
Abby sah mehr durch Zufall auf ihre Uhr. Es war kur vor 5! Ziva hatte sicherlich schon Feierabend!
Sie sprintete los. Sie hatte Ziva schon in der Mittagspause verpaßt.
Dabei wollte sie sie doch heute um ein Date bitten!
Abby blieb auf einer Treppenstufe angewurzelt stehen. ‚Date??? Date?! Abby was denkst du da!’, ertappte sie sich selbst. Sie wollte Ziva lediglich fragen, ob sie einmal außerhalb der Zentrale etwas mit ihr unternehmen würde, was nichts mit Verbrechen, Mord und Totschlag zu tun hatte. Diesen Gedanken wiederholte sie wie ein Mantra, als ob sie sich selbst belügen könnte. Sie atmete wieder tief durch und rannte weiter die Treppe hinauf, so dass ihr Laborkittel hinter ihr herflog.
Sie hatte Glück. Ziva stand gerade an ihrem Schreibtisch und packte ihre Sachen zusammen. Diese hatte ein wirklich dümmliches Grinsen drauf. „Ziva!!!“, rief Abby, als sie sich gerade in Richtung Aufzug wandte.
„Oh, hi, Abby!“, sagte sie freundlich und lächelte. Sie hatte verdammt gute Laune. Eigentlich war es eher ein „Mir geht es so gut, dass nicht einmal du mir was kannst, du Vollidiotin!“- Grinsen von Zivas Seite, aber Abby schien die Botschaft der Mimik nicht zu verstehen oder zu übersehen. „Ähm…“, Abby stieg einfach mit in den Aufzug und folgte ihr zum Ausgang und stammelte den ganzen Weg dorthin. „Also…Ziva hast du heute Abend schon was vor?“ Ziva ließ sich kurz verwirren, sah dann aber schon jemand bestimmtes an der Pforte stehen.
„Wozu?“, fragte Ziva und ging ruhigen Schrittes weiter zur Pforte.
„Ähm ich dachte, wir trinken mal einen Absynth zusammen…“
Sie hatten die Pforte und die dort wartende Amy erreicht. „Oh, klingt echt nett, aber ich habe heute schon was anderes vor. Außerdem habe ich gestern schon genug getrunken, nicht war, Amy?“, sagte Ziva. Ihr Tonfall war ekelhaft, als ob sie gerade Tonys Bitte nach einem Date ausschlug. Dabei war das hier rein kollegial!
Und dann dieser Begrüßungskuß zwischen Amy und Ziva. Viel zu lang, viel zu intensiv, viel zu feucht, viel zu Un-Küsschen-artig! Abby wurde schlecht und sie rannte zurück ins Gebäude.
„War das nicht eure Forensikerin, Abby?“ – „Ja.“ – „Was ist den mit der los?“. Ziva zuckte den Schultern. „Keine Ahnung.“. „Aber wir könnten ja mal zu dritt was trinken gehen, ist doch ne süße Idee. Ich würde gerne deine Freunde kennen lernen!“, schlug Amy vor.
Freunde. Amys Naivität war manchmal echt süß. Sie hatte noch viel zu lernen.
Es war McGee. Tony faßte sich an den Kopf und ging in eiligen Schritten zurück zu der Ecke. Das konnte nicht sein! Zurück gehen konnte er auch nicht. Bambino hatte ihn Gott sei Dank nicht gesehen, weil er mit dem Rücken zu ihm gesessen war. Tony spurtete, nein er flog eher zurück zu seinem Auto.
Daheim stellte er sich erst einmal unter eine eiskalte Dusche.
Vierundzwanzig Stunden später:
Abby sah mehr durch Zufall auf ihre Uhr. Es war kur vor 5! Ziva hatte sicherlich schon Feierabend!
Sie sprintete los. Sie hatte Ziva schon in der Mittagspause verpaßt.
Dabei wollte sie sie doch heute um ein Date bitten!
Abby blieb auf einer Treppenstufe angewurzelt stehen. ‚Date??? Date?! Abby was denkst du da!’, ertappte sie sich selbst. Sie wollte Ziva lediglich fragen, ob sie einmal außerhalb der Zentrale etwas mit ihr unternehmen würde, was nichts mit Verbrechen, Mord und Totschlag zu tun hatte. Diesen Gedanken wiederholte sie wie ein Mantra, als ob sie sich selbst belügen könnte. Sie atmete wieder tief durch und rannte weiter die Treppe hinauf, so dass ihr Laborkittel hinter ihr herflog.
Sie hatte Glück. Ziva stand gerade an ihrem Schreibtisch und packte ihre Sachen zusammen. Diese hatte ein wirklich dümmliches Grinsen drauf. „Ziva!!!“, rief Abby, als sie sich gerade in Richtung Aufzug wandte.
„Oh, hi, Abby!“, sagte sie freundlich und lächelte. Sie hatte verdammt gute Laune. Eigentlich war es eher ein „Mir geht es so gut, dass nicht einmal du mir was kannst, du Vollidiotin!“- Grinsen von Zivas Seite, aber Abby schien die Botschaft der Mimik nicht zu verstehen oder zu übersehen. „Ähm…“, Abby stieg einfach mit in den Aufzug und folgte ihr zum Ausgang und stammelte den ganzen Weg dorthin. „Also…Ziva hast du heute Abend schon was vor?“ Ziva ließ sich kurz verwirren, sah dann aber schon jemand bestimmtes an der Pforte stehen.
„Wozu?“, fragte Ziva und ging ruhigen Schrittes weiter zur Pforte.
„Ähm ich dachte, wir trinken mal einen Absynth zusammen…“
Sie hatten die Pforte und die dort wartende Amy erreicht. „Oh, klingt echt nett, aber ich habe heute schon was anderes vor. Außerdem habe ich gestern schon genug getrunken, nicht war, Amy?“, sagte Ziva. Ihr Tonfall war ekelhaft, als ob sie gerade Tonys Bitte nach einem Date ausschlug. Dabei war das hier rein kollegial!
Und dann dieser Begrüßungskuß zwischen Amy und Ziva. Viel zu lang, viel zu intensiv, viel zu feucht, viel zu Un-Küsschen-artig! Abby wurde schlecht und sie rannte zurück ins Gebäude.
„War das nicht eure Forensikerin, Abby?“ – „Ja.“ – „Was ist den mit der los?“. Ziva zuckte den Schultern. „Keine Ahnung.“. „Aber wir könnten ja mal zu dritt was trinken gehen, ist doch ne süße Idee. Ich würde gerne deine Freunde kennen lernen!“, schlug Amy vor.
Freunde. Amys Naivität war manchmal echt süß. Sie hatte noch viel zu lernen.
Navy Soap (20)
Tonys Herz schlug ihm auf dem Weg zum Cafe bis zum Hals. Sie hatten verabredet, dass sie als Erkennungszeichen beide rote Tshirts tragen würden. Rot war diese Saison alles andere als in und für Tshirts war es auch viel zu kalt. Eigentlich. Tony war viel zu aufgeregt um zu frieren.
Währenddessen waren Ziva und Amy in Zivas Wohnung angekommen. Auf dem Weg hierher hatte Ziva schon einiges über Amy erfahren, dass sie eigentlich aus Chicago kam, ihre Familie streng katholisch und italienischer Abstammung war und sie fast enterbt hatte, als sie Jüdin geworden war. „Ich hatte an einem Programm von unserer Kirche teilgenommen, eigentlich wollte ich humanitäre Arbeit in einem Krisengebiet wie Gaza leisten, aber das durften nur die Jungs aus unserer Gruppe. Die haben mich dann für ein Jahr in ein Kibbuz gesteckt.“, erklärte Amy. Ziva lachte. „Bei den Hippies?!“ Amy warf halb lachend ein: „Also so kommunistisch geht’s dort gar nicht mehr zu. Ich fand’s so toll, dass ich konvertiert bin!“
Die beiden stiegen bald von Kaffee auf Tequila um. Ungeschickt und angeheitert wie sie eben war, schnitt sich Ziva in den Finger, als sie eine Zitrone achteln wollte. „Autsch! Das brennt…“, rief sie und warf das Messer von sich. „Lass mal sehen…“, sagte Amy und nahm Zivas Hand in ihre. „Darf ich?“ Ziva wußte nicht so recht, was sie ihr erlauben sollte, aber sie nickte. Amy führte Zivas Finger langsam zu ihren Lippen und leckte, nein sie küßte eher, die Blutstropfen und den Zitronensaft weg.
Auch als die kleine Schnittwunde schon längst sauber war und es auch gar nicht mehr schmerzte, ließ Amy nicht von Zivas Finger ab und fing an, die anderen Fingerspitzen zärtlich zu küssen.
Warum tat sie das? War es der Alkohol? Warum gefiel es ihr? Warum vergaß sie alles um sich herum? Diese Fragen schossen Ziva immer leiser werdend durch den Kopf, während Amys Küsse inzwischen über ihren Arm ihren Hals und schließlich ihren Mund erreichten…
Tony stand an der Ecke zu der Straße, in der das Cafe war. Er musste nur noch wenige Schritte gehen. Er war total aufgeregt, wie elektrisiert. Für kurze Zeit kam ein Gedanke, ob er nicht lieber gehen sollte, doch der wurde von einem Windstoß wie weggeblasen.
Es war ein wunderschöner Tag, Indian Summer in der Stadt. Die Blätter der Bäume in der Allee färbten sich von den Farben gold bis dunkelrot, der Wind bließ durch die Baumkronen.
Tony atmete die Illusion von Frische ein, als der Wind ihm ins Gesicht fuhr und marschierte los.
Er sah das Rot schon von weitem. Mehr konnte er nicht erkennen, eine schnatternde Runde von Frauen am vorderen Tisch verdeckte die rot gekleidete Gestalt.
Ohne dass er es wollte, wurden seine Schritte wieder langsamer. Er wollte Sinica kennen lernen, doch seine Knie waren kurz davor, zu versagen! ‚Komm schon, Dinozzo, du bist ein Mann!!!’, sagte eine Stimme in seinem Kopf und er ging nah genud heran, um die Person in rot er erkennen.
Währenddessen waren Ziva und Amy in Zivas Wohnung angekommen. Auf dem Weg hierher hatte Ziva schon einiges über Amy erfahren, dass sie eigentlich aus Chicago kam, ihre Familie streng katholisch und italienischer Abstammung war und sie fast enterbt hatte, als sie Jüdin geworden war. „Ich hatte an einem Programm von unserer Kirche teilgenommen, eigentlich wollte ich humanitäre Arbeit in einem Krisengebiet wie Gaza leisten, aber das durften nur die Jungs aus unserer Gruppe. Die haben mich dann für ein Jahr in ein Kibbuz gesteckt.“, erklärte Amy. Ziva lachte. „Bei den Hippies?!“ Amy warf halb lachend ein: „Also so kommunistisch geht’s dort gar nicht mehr zu. Ich fand’s so toll, dass ich konvertiert bin!“
Die beiden stiegen bald von Kaffee auf Tequila um. Ungeschickt und angeheitert wie sie eben war, schnitt sich Ziva in den Finger, als sie eine Zitrone achteln wollte. „Autsch! Das brennt…“, rief sie und warf das Messer von sich. „Lass mal sehen…“, sagte Amy und nahm Zivas Hand in ihre. „Darf ich?“ Ziva wußte nicht so recht, was sie ihr erlauben sollte, aber sie nickte. Amy führte Zivas Finger langsam zu ihren Lippen und leckte, nein sie küßte eher, die Blutstropfen und den Zitronensaft weg.
Auch als die kleine Schnittwunde schon längst sauber war und es auch gar nicht mehr schmerzte, ließ Amy nicht von Zivas Finger ab und fing an, die anderen Fingerspitzen zärtlich zu küssen.
Warum tat sie das? War es der Alkohol? Warum gefiel es ihr? Warum vergaß sie alles um sich herum? Diese Fragen schossen Ziva immer leiser werdend durch den Kopf, während Amys Küsse inzwischen über ihren Arm ihren Hals und schließlich ihren Mund erreichten…
Tony stand an der Ecke zu der Straße, in der das Cafe war. Er musste nur noch wenige Schritte gehen. Er war total aufgeregt, wie elektrisiert. Für kurze Zeit kam ein Gedanke, ob er nicht lieber gehen sollte, doch der wurde von einem Windstoß wie weggeblasen.
Es war ein wunderschöner Tag, Indian Summer in der Stadt. Die Blätter der Bäume in der Allee färbten sich von den Farben gold bis dunkelrot, der Wind bließ durch die Baumkronen.
Tony atmete die Illusion von Frische ein, als der Wind ihm ins Gesicht fuhr und marschierte los.
Er sah das Rot schon von weitem. Mehr konnte er nicht erkennen, eine schnatternde Runde von Frauen am vorderen Tisch verdeckte die rot gekleidete Gestalt.
Ohne dass er es wollte, wurden seine Schritte wieder langsamer. Er wollte Sinica kennen lernen, doch seine Knie waren kurz davor, zu versagen! ‚Komm schon, Dinozzo, du bist ein Mann!!!’, sagte eine Stimme in seinem Kopf und er ging nah genud heran, um die Person in rot er erkennen.
Navy Soap (19)
Der Rest des Falles puzzelte sich im Laufe des Tages zusammen.
Vor ungefähr zwei Monaten hatte Amys Ex eine Mitgliedschaft in einem Fitnesscenter angefangen – wie sich herausstellte, eine echte Muckibude mit alten, rostigen Hanteln und schweren Jungs. Ziva und Tony lachten über die Klischeehaftigkeit der Sache.
„Schmächtiger Losertyp wird verlassen. Hofft, sie mit Muskeln zurückzugewinnen und will der nächste Schwarzenegger werden!“, Tony poste und zeigte seinen Bizeps.
„Abby hat bestätigt, daß er seit ungefähr diesem Zeitraum auch verschiedene Dopings ausprobiert hat.“, ergänzte Ziva.
McGee bestätigte: „Der Inhaber des Studios hat über ihn ausgesagt, dass ihm der Muskelaufbau gar nicht schnell genug gehen konnte. Er hat jeden Tag wie ein Stier trainiert. Wir haben den Fall an die Kriminalpolizei abgegeben, da man davon ausgehen kann, dass er das Zeug von einem Fitneßstudiokunden bekommen hat.“
Gibbs war mehr als zufrieden. „Gute Arbeit.“, lobte er. Etwas leiser fügte er zu Ziva hinzu: „Ich denke, Ms Anderson würde sich freuen, wenn du sie zur Tür bringst.“ Ziva lächelte und wollte gehen, als Tony sie blöd anmachte: „Oder sie bis zu ihrer Haustür bringst. Vielleicht bittet sie dich noch auf nen Kaffee rein.“
Ziva lachte. „Und wenn schon, Dinozzo, es würde dich nichts angehen. Du hast nachher ein Date, nicht wahr? Sonst wärst du kaum so gut gelaunt.“
Tony hob eine Braue. „Tja, aber mehr wirst du trotzdem nicht erfahren!“
„Mal sehen…“, lächelte Ziva bedeutungsschwanger und nahm ihre Handtasche und ging zu Amy, die schon am Aufzug wartete.
„Ich kann gar nicht erwarten hier endlich rauszukommen.“, lächelte diese, als beide zur Pforte schritten. Ziva nickte. „Das Gefühl kenne ich. Aber ich muss jeden Tag hierher zurück.“
„Macht dir die Arbeit keinen Spaß? Und…warum bist du nicht in Israel wenn du für den Mossad…und Mann, ich habe so viele Fragen!“, Amy war total aufgeregt.
Ziva lachte. „Schon gut. Sollen wir bei mir noch nen Kaffee trinken? Dann können wir in Ruhe reden.“
Amy strahlte. „Das wäre unheimlich nett. Ich muss sowieso den Kopf freibekommen…meinen Job bin ich jetzt erstmal los.“, seufzte sie.
Ziva legte den Arm um ihre Schultern, während sie nebeneinander herliefen. Es war ein unerklärliches Vertrauen, das sie zu Amy empfand, obwohl sie sie kaum kannte. Und Amy schien es genauso zu gehen.
Vor ungefähr zwei Monaten hatte Amys Ex eine Mitgliedschaft in einem Fitnesscenter angefangen – wie sich herausstellte, eine echte Muckibude mit alten, rostigen Hanteln und schweren Jungs. Ziva und Tony lachten über die Klischeehaftigkeit der Sache.
„Schmächtiger Losertyp wird verlassen. Hofft, sie mit Muskeln zurückzugewinnen und will der nächste Schwarzenegger werden!“, Tony poste und zeigte seinen Bizeps.
„Abby hat bestätigt, daß er seit ungefähr diesem Zeitraum auch verschiedene Dopings ausprobiert hat.“, ergänzte Ziva.
McGee bestätigte: „Der Inhaber des Studios hat über ihn ausgesagt, dass ihm der Muskelaufbau gar nicht schnell genug gehen konnte. Er hat jeden Tag wie ein Stier trainiert. Wir haben den Fall an die Kriminalpolizei abgegeben, da man davon ausgehen kann, dass er das Zeug von einem Fitneßstudiokunden bekommen hat.“
Gibbs war mehr als zufrieden. „Gute Arbeit.“, lobte er. Etwas leiser fügte er zu Ziva hinzu: „Ich denke, Ms Anderson würde sich freuen, wenn du sie zur Tür bringst.“ Ziva lächelte und wollte gehen, als Tony sie blöd anmachte: „Oder sie bis zu ihrer Haustür bringst. Vielleicht bittet sie dich noch auf nen Kaffee rein.“
Ziva lachte. „Und wenn schon, Dinozzo, es würde dich nichts angehen. Du hast nachher ein Date, nicht wahr? Sonst wärst du kaum so gut gelaunt.“
Tony hob eine Braue. „Tja, aber mehr wirst du trotzdem nicht erfahren!“
„Mal sehen…“, lächelte Ziva bedeutungsschwanger und nahm ihre Handtasche und ging zu Amy, die schon am Aufzug wartete.
„Ich kann gar nicht erwarten hier endlich rauszukommen.“, lächelte diese, als beide zur Pforte schritten. Ziva nickte. „Das Gefühl kenne ich. Aber ich muss jeden Tag hierher zurück.“
„Macht dir die Arbeit keinen Spaß? Und…warum bist du nicht in Israel wenn du für den Mossad…und Mann, ich habe so viele Fragen!“, Amy war total aufgeregt.
Ziva lachte. „Schon gut. Sollen wir bei mir noch nen Kaffee trinken? Dann können wir in Ruhe reden.“
Amy strahlte. „Das wäre unheimlich nett. Ich muss sowieso den Kopf freibekommen…meinen Job bin ich jetzt erstmal los.“, seufzte sie.
Ziva legte den Arm um ihre Schultern, während sie nebeneinander herliefen. Es war ein unerklärliches Vertrauen, das sie zu Amy empfand, obwohl sie sie kaum kannte. Und Amy schien es genauso zu gehen.
Navy Soap (18)
„Gibbs!“, rief Abby halb erfreut, halb verwirrt.
„Hallo Abbs, stimmt es, was Ziva da geredet hat?“
„Warum schickst du sie runter, wenn du ihr nicht glaubst?“
Gibbs verdrehte die Augen. „Besonders präzise kann das was du ihr erzählt hast nicht sein. Also?“
Abbys Begeisterung über ihre Entdeckung überkam sie wieder.
„Also, der Tote musste sich das Testosteron vorher gespritzt haben, allerdings allerhöchstens zwei Stunden vorher. Hätte er noch länger auf die komplette Wirkung von der großen Menge gewartet, wäre er eher bewußtlos geworden.“
„Das heißt, er wollte auf Nummer Sicher gehen?“
„Entweder das, oder er hatte eine relativ hohe Toleranz. Ich warte gerade auf Major Massenspektrometer, der mir dann sagen wird, ob er häufiger konsumiert hat.“
„Nun stellt sich nur die Frage, aus welchem Grund er sich gedopt hat.“, stellte Gibbs fest und verließ Abby wieder.
Abby atmete durch und sah Bert vorwurfsvoll an. „Das ist die Antwort? Gibbs? Wegen Gibbs???“
Sie leerte ihren Caf Pow in einem Zug und ihr wurde klar, dass es wirklich an Gibbs liegen musste.
Gibbs mochte Ziva sehr, sie hatte ihm das Leben gerettet. Sie hatte sie immer als Konkurrentin empfunden, obwohl es dafür wahrscheinlich gar keinen Grund gab. Gibbs und Abby verband etwas ganz besonderes – was, wußten beide nicht so genau. Es war so etwas Tochter-Vater-mäßiges obwohl beide nicht verwandt waren. Gibbs Vorgeschichte und der Verlust seiner Frau und seiner Tochter hatten Abby immer sehr Leid getan. Auch wenn Gibbs sich nicht anmerken ließ, dass er beide sehr vermißte, hatte Abby immer den Draht zu ihm gehabt. Sie verstanden sich auch ohne Worte.
Am Anfang war sie sogar ein wenig verliebt in Gibbs gewesen, aber das war inzwischen ganz anders.
Trotzdem wurmte sie die Sache mit Ziva immer noch. Sie beschloß, Ziva morgen einmal zu frage,n ob sie Lust hätte, mit ihr einen Absynth zu trinken. Natürlich rein kollegial.
„Hallo Abbs, stimmt es, was Ziva da geredet hat?“
„Warum schickst du sie runter, wenn du ihr nicht glaubst?“
Gibbs verdrehte die Augen. „Besonders präzise kann das was du ihr erzählt hast nicht sein. Also?“
Abbys Begeisterung über ihre Entdeckung überkam sie wieder.
„Also, der Tote musste sich das Testosteron vorher gespritzt haben, allerdings allerhöchstens zwei Stunden vorher. Hätte er noch länger auf die komplette Wirkung von der großen Menge gewartet, wäre er eher bewußtlos geworden.“
„Das heißt, er wollte auf Nummer Sicher gehen?“
„Entweder das, oder er hatte eine relativ hohe Toleranz. Ich warte gerade auf Major Massenspektrometer, der mir dann sagen wird, ob er häufiger konsumiert hat.“
„Nun stellt sich nur die Frage, aus welchem Grund er sich gedopt hat.“, stellte Gibbs fest und verließ Abby wieder.
Abby atmete durch und sah Bert vorwurfsvoll an. „Das ist die Antwort? Gibbs? Wegen Gibbs???“
Sie leerte ihren Caf Pow in einem Zug und ihr wurde klar, dass es wirklich an Gibbs liegen musste.
Gibbs mochte Ziva sehr, sie hatte ihm das Leben gerettet. Sie hatte sie immer als Konkurrentin empfunden, obwohl es dafür wahrscheinlich gar keinen Grund gab. Gibbs und Abby verband etwas ganz besonderes – was, wußten beide nicht so genau. Es war so etwas Tochter-Vater-mäßiges obwohl beide nicht verwandt waren. Gibbs Vorgeschichte und der Verlust seiner Frau und seiner Tochter hatten Abby immer sehr Leid getan. Auch wenn Gibbs sich nicht anmerken ließ, dass er beide sehr vermißte, hatte Abby immer den Draht zu ihm gehabt. Sie verstanden sich auch ohne Worte.
Am Anfang war sie sogar ein wenig verliebt in Gibbs gewesen, aber das war inzwischen ganz anders.
Trotzdem wurmte sie die Sache mit Ziva immer noch. Sie beschloß, Ziva morgen einmal zu frage,n ob sie Lust hätte, mit ihr einen Absynth zu trinken. Natürlich rein kollegial.
Navy Soap (17)
„Doping.“, sagte sie bedeutungsschwanger und klickte auf einen der Balken. „Sein Testosteron-Spiegel ist höher als er auf natürliche Art und Weise jemals sein könnte. Es ist schon fast eine Vergiftung. Wenn du die Frau mal fragst, wird sie dir sicher sagen können, dass seine Stimme viel tiefer war und sein Bartwuchs womöglich viel stärker als sonst.“ Abby war immer noch total begeistert und freute sich wie ein kleines Schuldmädchen, das gerade eine Eins bekommen hatte.
Ziva nickte. „Gut…Dankeschön.“, murmelte sie und ging. Abbys Begeisterung verebbte sofort und sie sah ihr verwirrt hinterher.
Sie schnabbte sich Bert und ließ sich auf ihren Schreibtischstuhl fallen. Was war nur los? Sie versuchte Ziva so nett wie möglich zu behandeln, aber Ziva war absolut tonlos und komisch gegenüber ihr.
Sie begann wieder ein Zwiegespräch mit ihrem kleinen Plüschfreund: „Vielleicht sollte ich noch einen Schritt auf Ziva zu machen und mir ihr reden. Ihr sagen, dass ich gerne besser kennen lernen würde und nicht immer nur gemein zu ihr sein möchte. Aber irgendwie steigere ich mich auch viel zu sehr in die Sache herein! Es ist nicht fair von ihr, dass sie alle Versuche von mir, nett zu ihr zu sein, abblockt.“
Wenn sie sich selbst so reden hörte, fiel ihr auf, wie absurd die ganze Situation war und sie fragte sich sofort, warum sie erlaubte, überhaupt solche Gedanken über die kleine Israelitin zu machen. Eine Frage ließ sie noch zu: „Aber warum mag ich sie überhaupt nicht?“, murmelte sie und stand auf. Sie wünschte sich, dass sie Antwort am besten jetzt durch die Tür laufen würde und es sich alles von allein erklärt.
Als wär diese kleine Wunschvorstellung wahr geworden, klopfte es. Abby entschied sich, in Zukunft nicht mehr abzuschließen, nur weil sie mit sich und ihren Gefühlen allein sein wollte. Gesellschaft war besser. Auch wenn es Palmer war.
Sie wischte sie Gedanken zusammen mit einer Haarsträhne weg und konnte gar nicht schnell genug aufsperren.
Ziva nickte. „Gut…Dankeschön.“, murmelte sie und ging. Abbys Begeisterung verebbte sofort und sie sah ihr verwirrt hinterher.
Sie schnabbte sich Bert und ließ sich auf ihren Schreibtischstuhl fallen. Was war nur los? Sie versuchte Ziva so nett wie möglich zu behandeln, aber Ziva war absolut tonlos und komisch gegenüber ihr.
Sie begann wieder ein Zwiegespräch mit ihrem kleinen Plüschfreund: „Vielleicht sollte ich noch einen Schritt auf Ziva zu machen und mir ihr reden. Ihr sagen, dass ich gerne besser kennen lernen würde und nicht immer nur gemein zu ihr sein möchte. Aber irgendwie steigere ich mich auch viel zu sehr in die Sache herein! Es ist nicht fair von ihr, dass sie alle Versuche von mir, nett zu ihr zu sein, abblockt.“
Wenn sie sich selbst so reden hörte, fiel ihr auf, wie absurd die ganze Situation war und sie fragte sich sofort, warum sie erlaubte, überhaupt solche Gedanken über die kleine Israelitin zu machen. Eine Frage ließ sie noch zu: „Aber warum mag ich sie überhaupt nicht?“, murmelte sie und stand auf. Sie wünschte sich, dass sie Antwort am besten jetzt durch die Tür laufen würde und es sich alles von allein erklärt.
Als wär diese kleine Wunschvorstellung wahr geworden, klopfte es. Abby entschied sich, in Zukunft nicht mehr abzuschließen, nur weil sie mit sich und ihren Gefühlen allein sein wollte. Gesellschaft war besser. Auch wenn es Palmer war.
Sie wischte sie Gedanken zusammen mit einer Haarsträhne weg und konnte gar nicht schnell genug aufsperren.
Navy Soap (16)
Später unterhielt sich Ziva mit Tony über diese Aussage.
„In Italien sehen die Leute das genauso, da würde keiner zugeben, dass er Schwierigkeiten hat. Besonders im Süden, da geht keiner zur Polizei. Deswegen hat die Mafia auch so eine Macht.“, sagte Tony schulterzuckend.
Ziva war am Verzweifeln. Sie konnte eine solche Einstellung nicht verstehen. Ihr war von klein auf beigebracht worden, dass man sich immer wehren muss, wenn einem Unrecht geschieht. „Mit so einer Mentalität würde mein Land nie existieren können! Das ist absolut dämlich! Ich hätte…“
„…den Kerl totgeprügelt. Du wärst auch nicht zur Polizei gegangen.“
Ziva seufzte. „Hast du morgen eigentlich nicht das Date?“, lenkte sie vom Thema ab.
Tony wurde nachdenklich. „Ich war seit gestern morgen nicht mehr online, es kann sein, dass sie mir schon wieder abgesagt hat.“
„Warum gehst du immer vom schlimmsten aus, Tony? So kenne ich dich gar nicht.“
In der Tat verhielt sich Dinozzo ganz anders als sonst. Er gab nur noch die Hälfte der dummen Sprüche von sich und ließ sich, wenn Ziva es geschickt anstellte, zu Gesprächen über seine Gefühle ein.
Da kam Giobbs wieder. Er kam von der Direktorin und war noch schlechter gelaunt als vorhin. „Ziva, Abby hat was für dich.“
„Warum muss ich eigentlich zu ihr runter?“
„Das ist ein Befehl, David!“, sagte er in einem herrischen Ton und drückte ihr einen XXL-Becher Caf Pow in die Hand.
„Gut, Abbs, was gibt’s?“, fragte Ziva und machte aus ihrem Mißmut kein Geheimnis. Abby war total aufgeregt. „Du erinnerst dich an die Statur des Ermordeten?“
„Es war Notwehr und kein Mord. Mord ist ein geplantes, motiviertes Vergehen. Demnach ist er nur ein Toter.“
Abbys Mundwinkel schossen für kurze Zeit nach unten. „Was liegt dir eigentlich an der Unschuld von dieser…“
Zivas Blick sagte: „Paß lieber auf was du sagst!“ und Abby plauderte lieber weiter:
„Aaaaaalso: Der Kerl war nicht sonderlich muskolös, sondern eher etwas hager. Sie hätte ihn locker wegdrücken können, aber auf dem Video siehst du, dass sie sich ziemlich anstrengt und es nicht geht. Ich habe sein Blut untersucht!!!“ Abby war kurz davor zu hyperventilieren. Sie klickte auf eine Statistik auf dem Bildschirm. „Schau dir das an!!!“ Ziva sah nichts, außer einem Balkendiagram. „Erinnert mich an den Drogentest bei der Verkehrskontrolle…“, sagte sie und wartete ungeduldig darauf, dass Abby sich beruhigte und ihr endlich erklärte, was los sei. Die aber nahm einen großen Schluck Caf Pow und schaute Ziva erwartungsvoll an. „Mensch Ziva, schau doch mal genau hin!“
„Gut, er hat Drogen genommen?“
„Nicht ganz!“, quiekte Abby und wirbelte zum Bildschrim herum, dass ihre Zöpfe flogen.
„In Italien sehen die Leute das genauso, da würde keiner zugeben, dass er Schwierigkeiten hat. Besonders im Süden, da geht keiner zur Polizei. Deswegen hat die Mafia auch so eine Macht.“, sagte Tony schulterzuckend.
Ziva war am Verzweifeln. Sie konnte eine solche Einstellung nicht verstehen. Ihr war von klein auf beigebracht worden, dass man sich immer wehren muss, wenn einem Unrecht geschieht. „Mit so einer Mentalität würde mein Land nie existieren können! Das ist absolut dämlich! Ich hätte…“
„…den Kerl totgeprügelt. Du wärst auch nicht zur Polizei gegangen.“
Ziva seufzte. „Hast du morgen eigentlich nicht das Date?“, lenkte sie vom Thema ab.
Tony wurde nachdenklich. „Ich war seit gestern morgen nicht mehr online, es kann sein, dass sie mir schon wieder abgesagt hat.“
„Warum gehst du immer vom schlimmsten aus, Tony? So kenne ich dich gar nicht.“
In der Tat verhielt sich Dinozzo ganz anders als sonst. Er gab nur noch die Hälfte der dummen Sprüche von sich und ließ sich, wenn Ziva es geschickt anstellte, zu Gesprächen über seine Gefühle ein.
Da kam Giobbs wieder. Er kam von der Direktorin und war noch schlechter gelaunt als vorhin. „Ziva, Abby hat was für dich.“
„Warum muss ich eigentlich zu ihr runter?“
„Das ist ein Befehl, David!“, sagte er in einem herrischen Ton und drückte ihr einen XXL-Becher Caf Pow in die Hand.
„Gut, Abbs, was gibt’s?“, fragte Ziva und machte aus ihrem Mißmut kein Geheimnis. Abby war total aufgeregt. „Du erinnerst dich an die Statur des Ermordeten?“
„Es war Notwehr und kein Mord. Mord ist ein geplantes, motiviertes Vergehen. Demnach ist er nur ein Toter.“
Abbys Mundwinkel schossen für kurze Zeit nach unten. „Was liegt dir eigentlich an der Unschuld von dieser…“
Zivas Blick sagte: „Paß lieber auf was du sagst!“ und Abby plauderte lieber weiter:
„Aaaaaalso: Der Kerl war nicht sonderlich muskolös, sondern eher etwas hager. Sie hätte ihn locker wegdrücken können, aber auf dem Video siehst du, dass sie sich ziemlich anstrengt und es nicht geht. Ich habe sein Blut untersucht!!!“ Abby war kurz davor zu hyperventilieren. Sie klickte auf eine Statistik auf dem Bildschirm. „Schau dir das an!!!“ Ziva sah nichts, außer einem Balkendiagram. „Erinnert mich an den Drogentest bei der Verkehrskontrolle…“, sagte sie und wartete ungeduldig darauf, dass Abby sich beruhigte und ihr endlich erklärte, was los sei. Die aber nahm einen großen Schluck Caf Pow und schaute Ziva erwartungsvoll an. „Mensch Ziva, schau doch mal genau hin!“
„Gut, er hat Drogen genommen?“
„Nicht ganz!“, quiekte Abby und wirbelte zum Bildschrim herum, dass ihre Zöpfe flogen.
Navy Soap (15)
Nach einer viel zu kurzen Nacht fand man sich im Büro ein, um das weitere Vorgehen in beiden Mordfällen zu besprechen.
Gibbs begann: „Okay, das Drogenopfer, ist, wie sich rausstellte, nicht der für den wir ihn gehalten haben. Er hat nichts mit der Navy zu tun. So wie es scheint, ist die Brieftasche, die wir bei ihm gefunden haben, geklaut. Der Fall ist nicht mehr unser Problem. Hinzu kommt der andere Mord. Wir haben jetzt endlich die Bänder bekommen. McGee.“
Timmy spielte die Überwachungsvideos auf den Screen. Ziva hielt den Atem an. Wollte sie das überhaupt sehen?
Auf den schwarz-weißen flimmernden Bildern war Amy zu sehen, die den Kerl ganz normal bediente. Es gab keine dritte Person. Sie hatte gelogen.
Allerdings war der Kunde mehr als auffällig, er versuchte ständig über Theke zu langen. Beim Zahlen hielt er schließlich Amys Handgelenk fest und zerrte sie hinter der Kasse hervor. Dann war auf einmal eine Waffe in seiner Hand. Man sah, wie sich ein Handgemenge entwickelte. Amy versuchte, die Waffe von sich wegzudrücken, während der Kerl sie an sich presste. Ihre Versuche, sich loszureißen, blieben erfolglos. Bis der Schuß sich löste. Er fiel taumelnd nach hinten.
Timmy stoppte das Video.
Ziva meldete sich als erste. „Sieht meiner Meinung nach aus wie Notwehr.“
Gibbs war schon wieder fuchsteufelswild. „Ja, und warum hat sie dir dann eine komplett andere Geschichte erzählt???“
Ziva zuckte mit den Achseln. „Das Band entlastet sie gehörig.“, stellte sie trocken fest und sah zu Tony. Der nickte.
„Also gut, Ziva du redest noch mal mit ihr, ich muss noch ein Wörtchen mit dem FBI wegen dem anderen Mordfall reden.“ Deswegen war er wohl so angepisst.
Im Verhörraum:
„Warum haben sie uns angelogen? Wir haben die Videos bekommen.“
Amy sah erschreckt zu Ziva.
„Die Bänder entlasten sie. Warum haben sie uns die Geschichte nicht sofort erzählt?“
Amy stützte den Kopf in die Hände. „Ich hatte Angst, war total verwirrt….ich hatte gerade einen Menschen umgebracht…und auch sonst…hätten sie mir die Geschichte geglaubt? Ich habe ihn vor zwei Monaten verlassen, weil er mich betrogen hat. Er hat sich zwar ständig entschuldigt und wollte immer, dass ich zurückkomme, aber das konnte ich einfach nicht.“
Ziva nickte. „Ich kann das nachvollziehen.“, sagte sie verständnisvoll und streckte ihre Hand aus, um die von Amy zu berühren. Doch dann konnte sie förmlich die Blicke von Dinozzo im Nacken spüren und entschied sich, ihre Hand doch nicht auf die von Amy zu legen.
Amy vertraute Ziva und so begann sie weiter zu erzählen. „Als er dann in den vergangenen Wochen mit Blumen und Pralinen keine Chance hatte, wurde er immer aggressiver. Zuerst bedrohte er mich verbal, folgte mir, rief mitten in der Nacht an…“
„-klingt nach einem klassischem Fall von Stalking. Warum sind sie nicht zur Polizei gegangen?“
Amy schüttelte nur den Kopf und es rannen Tränen aus ihren Augenwinkeln.
„In meiner Familie löst man seine Probleme selbst. Ein Gang zur Polizei oder zum Psychologen würde nur Schwäche beweisen.“
Gibbs begann: „Okay, das Drogenopfer, ist, wie sich rausstellte, nicht der für den wir ihn gehalten haben. Er hat nichts mit der Navy zu tun. So wie es scheint, ist die Brieftasche, die wir bei ihm gefunden haben, geklaut. Der Fall ist nicht mehr unser Problem. Hinzu kommt der andere Mord. Wir haben jetzt endlich die Bänder bekommen. McGee.“
Timmy spielte die Überwachungsvideos auf den Screen. Ziva hielt den Atem an. Wollte sie das überhaupt sehen?
Auf den schwarz-weißen flimmernden Bildern war Amy zu sehen, die den Kerl ganz normal bediente. Es gab keine dritte Person. Sie hatte gelogen.
Allerdings war der Kunde mehr als auffällig, er versuchte ständig über Theke zu langen. Beim Zahlen hielt er schließlich Amys Handgelenk fest und zerrte sie hinter der Kasse hervor. Dann war auf einmal eine Waffe in seiner Hand. Man sah, wie sich ein Handgemenge entwickelte. Amy versuchte, die Waffe von sich wegzudrücken, während der Kerl sie an sich presste. Ihre Versuche, sich loszureißen, blieben erfolglos. Bis der Schuß sich löste. Er fiel taumelnd nach hinten.
Timmy stoppte das Video.
Ziva meldete sich als erste. „Sieht meiner Meinung nach aus wie Notwehr.“
Gibbs war schon wieder fuchsteufelswild. „Ja, und warum hat sie dir dann eine komplett andere Geschichte erzählt???“
Ziva zuckte mit den Achseln. „Das Band entlastet sie gehörig.“, stellte sie trocken fest und sah zu Tony. Der nickte.
„Also gut, Ziva du redest noch mal mit ihr, ich muss noch ein Wörtchen mit dem FBI wegen dem anderen Mordfall reden.“ Deswegen war er wohl so angepisst.
Im Verhörraum:
„Warum haben sie uns angelogen? Wir haben die Videos bekommen.“
Amy sah erschreckt zu Ziva.
„Die Bänder entlasten sie. Warum haben sie uns die Geschichte nicht sofort erzählt?“
Amy stützte den Kopf in die Hände. „Ich hatte Angst, war total verwirrt….ich hatte gerade einen Menschen umgebracht…und auch sonst…hätten sie mir die Geschichte geglaubt? Ich habe ihn vor zwei Monaten verlassen, weil er mich betrogen hat. Er hat sich zwar ständig entschuldigt und wollte immer, dass ich zurückkomme, aber das konnte ich einfach nicht.“
Ziva nickte. „Ich kann das nachvollziehen.“, sagte sie verständnisvoll und streckte ihre Hand aus, um die von Amy zu berühren. Doch dann konnte sie förmlich die Blicke von Dinozzo im Nacken spüren und entschied sich, ihre Hand doch nicht auf die von Amy zu legen.
Amy vertraute Ziva und so begann sie weiter zu erzählen. „Als er dann in den vergangenen Wochen mit Blumen und Pralinen keine Chance hatte, wurde er immer aggressiver. Zuerst bedrohte er mich verbal, folgte mir, rief mitten in der Nacht an…“
„-klingt nach einem klassischem Fall von Stalking. Warum sind sie nicht zur Polizei gegangen?“
Amy schüttelte nur den Kopf und es rannen Tränen aus ihren Augenwinkeln.
„In meiner Familie löst man seine Probleme selbst. Ein Gang zur Polizei oder zum Psychologen würde nur Schwäche beweisen.“
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