Sonntag, 20. Dezember 2009

Navy Soap (83)

„Hey Ziva!“, kam Abby zu ihr, als sie gerade am Kaffeeautomaten stand. „Na, hast du auch so nen Schädel wie ich?“ Ziva nickte nur still.
„Ich wollte dir nur sagen, ich ähm...“, begann Abby, wusste aber schon nicht mehr, wie sie weiterreden sollte.
„Ich finde du musst das auch wissen.“, sagte sie dann ernst und sah Ziva an. Die schaute nur verwirrt zurück. „Bist du schwanger?“, wollte sie schon fragen, dachte dann aber, dass solche Witze von ihr immer unlustig waren.
„Ich...hab gestern noch mit McGee geredet...“, setzte Abby an.
Ziva hob abwehrend die Arme. „Ich möchte mich aus dieser Geschichte raushalten! Ich hab selbst genug Probleme!“, sagte sie und wollte mit ihrem Kaffee gehen.
„Nein! Nein, es geht nicht um Tony, Ziva. Es geht...um dich.“
Ziva blieb wie angewurzelt stehen und kniff die Brauen zusammen.
„Er...ich musste ihm einfach sagen was passiert war und warum Amy neulich hier war...und...“
Ziva ließ ihre Kaffeetasse fallen und war kurz davor Abby mit einem Handgriff umzubringen. Sie konnte sich nur nicht entscheiden, mit welchem...und selbst wenn, alle wären viel zu schmerzlos.
„Spinnst du!!!“, fauchte sie Abby an und zwang sich, möglichst leise zu bleiben.
Abby machte eine hilflose Geste. „Ich...konnte nicht anders! Ich musste mit ihm reden!“, erklärte sie verzweifelt.
Ziva drückte sie in eine Ecke, damit nicht jeder die beiden sah.
„Hast du eine Ahnung was du da angerichtet hast? Was, wenn Tony davon erfährt???“, flüstert Ziva wütend. „Wie soll ich denn bitteschön meinen Respekt wahren, wenn das so weiter geht??? Die halten mich doch eh alle für ne Witzfigur!!!“ Abby legte ihre Hände auf Zivas Schultern um sie zu beruhigen. „Aber Ziva, McGee ist doch total vertrauenswürdig, er ist der Letzte, der es Tony weitersagen würde!!!“, sagte Abby und versuchte Ziva zu beschwichtigen, was ihr aber nicht so ganz gelang.
„Der schreibt am Ende noch ein Buch drüber!!!“, sagte Ziva verzweifelt. „Was hat er eigentlich dazu gesagt...?“
Abby atmete aus und sagte: „Nicht viel, er hat einfach nur zugehört. Wie man das eben von einem guten Freund erwartet.“
„Pffff, Freunde!“, schnaubte Ziva verächtlich und wollte eine logische Schlussfolgerung bringen, warum Freundschaft unter Menschen nicht möglich war und ihren Augen nichts weiter als eine opportunistische Farce.
Abby unterbrach sie: „Jetzt hör doch mal auf! Wenn du einfach mal deine Gefühle zulassen würdest und nicht verkrampft versuchen würdest, jede noch so kleine Emotion zu unterdrücken, dann würde dich jeder sehr viel ernster nehmen!“ Ziva konnte darauf nichts mehr sagen. Die Worte von Abby waren wahr – und doch wollte sie sie nicht akzeptieren! Abby sah sie mitleidig an und streichelte ihre Wange. Und nun brachen selbst über sie Gefühle herein, hier so nah bei Ziva zu stehen und ihre verletzten Gesichtszüge zu sehen. So eine Emotion kannte sie nicht und sie fragte sich auch, was es mit ihr machte, als...

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