„Ich kann mir nicht vorstellen dass du hier in Washington noch nichts Spannendes erlebt hast! Wir sind in der Hauptstadt der Vereinigten Staaten!“, sagte Daisy, nachdem Amy ihre Erzählungen beendet hatte. Amy schüttelte den Kopf. „Wirklich, ich habe vielleicht ein bisschen was von der Welt gesehen, aber so spannend ist mein Leben nicht!“, beharrte sie.
Daisy sah sie prüfend an. „Verdammt, du bist die einzige aus unserer Klasse die jemals auf nem anderen Kontinent war! Du hast einen Terroranschlag vereitelt. Und jetzt ist dein Leben total angepasst und langweilig und du tust nichts außer einer Diplomarbeit schreiben und seit zwei Wochen in einer Boutique Regale einräumen?“ Amy stöhnte. „Die haben mich auch nur wegen meinen Louibuttons genommen...“ Daisy fiel ihr ins Wort: „Und du bist die einzige aus unserer Klasse die Haute Couture trägt!“ Amy lachte. „Ja weils mir meine Tante schenkt, meinst du ich könnte mir das sonst leisten...“
Daisy wurde ruhig und sah Amy lange an. „Da ist aber ne Menge passiert und du weigerst dich mir das zu erzählen. Was soll ich denn bitte davon halten?“, sie klang schon fast gekränkt. Amy seufzte. Daisy konnte man nichts vormachen. Sie konnte Gedanken lesen und tauchte immer dann auf, wenn man es nicht erwarten würde.
„Ich habe meinen Exfreund erschossen, mich in eine Mossadagentin verliebt und wurde von einem Terroristen entführt. Und dann hat die Agentin mit einer Forensikerin herumgeknutscht. Und ich möchte jetzt nicht mehr drüber reden.“
Daisy sah sie geschockt an. Dann lockerten sich ihre Züge, nur um sie dann wieder mit zusammengekniffenen Augenbrauen anzustarren. Daisy suchte nach einem Häufchen Ironie, wenigstens einer Brise Sarkasmus und hoffte, dass Amy aufspringen und „VERARSCHT!!!“, rufen würde.
Dann begann sie zu lachen. Sie bog ihren Rücken durch und warf den Kopf in den Nacken. Ihre braune Mähne wehte um ihr Gesicht. Sie wischte sich Tränen aus den Augenwinkeln und schnaubte: „Mensch Amy, du bist echt besser geworden im Witze erzählen!“ Dann sah sie zu Amy, die immer noch ernst und unverändert da saß. „Das...war gar kein Witz...?“ Amy saß da und schaute Daisy ernst an. „Oh mein...“ - „Sag nicht das was du sagen willst!“ - „Gott?“ Amy schüttelte den Kopf. „Hast du schonmal dran gedacht die Geschichte zu verkaufen? Das wäre ein Film!“ Amy sah weg. Daisy wurde ruhig. „Das ist noch nicht so lange her...oder...?“ Amy nickte.
„Oh Baby das tut mir so Leid...“, flüsterte sie und streichelte Amys Arm.
„Mein Gott Jethro, wo bleibst du denn so lange???“, fuhr Jenny Gibbs an, als der in ihr Büro stolperte. „Ich hab mich ja beeilt, fliegen kann ich trotzdem nicht.“.
„Da! Da ist sie!!!“, Jenny deutete auf den Bildschirm und starrte mit weit aufgerissenen Augen darauf.
Sonntag, 13. Dezember 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen