Als die beiden allein waren fragte Gibbs: „McGee, ist Ziva schon länger so?“
McGee wurde aus seinen Gedanken gerissen...er hatte immer noch das Bild von Tony, der in den Aufzug stieg, vor Augen. „Öhm, Ziva? Nein...die ist...doch...Seit gestern stimmt irgendwas nicht.“
Gibbs sah ihn erwartungsvoll an. Eigentlich wollte McGee das nicht erzählen! Er haderte kurz mit sich selbst, konnte dann aber den stahlblauen Blicken wie aus Eisen, nicht länger widerstehen. Gibbs zwang ihn allein mit einem Blick in die Knie!
„Also...gestern war Amy da...also Zivas Freundin...irgendwie haben die beiden sich ziemlich angeschrien, Abby hat dazu auch noch was gesagt und dann...naja, seither ist Ziva total durch den Wind.“
„Was hat Abby denn damit zu tun? Wer lässt hier überhaupt einfach so irgendwelche Leute rein???“
„Ich weiß nicht, Boss!“
Gibbs wurde langsam ungeduldig und böse.
„Ja und um was ging es überhaupt? Diese Ms Andersson würde die Zentrale doch nie wieder betreten, wenn sie nicht müsste!“
„Das haben wir leider auch nicht mitbekommen...irgendwie nur etwas von wegen, nichts sei mehr so, wie früher und so...“, sagte McGee und zog den Kopf ein, bereit für eine Ohrfeige. Gibbs stand wütend auf und murmelte noch etwas wie „Und ihr wollt Special Agents sein!“ und ging runter zu Abby.
„Also Ziva, jetzt kannst du ruhig ehrlich zu mir sein.“, sagte Tony, während die beiden durch Washington fuhren.
„Tony ich möchte aber nicht drüber reden!“, beharrte ziva. Sie sah kurz zu ihm hinüber. Er sah frustriert aus. „Es tut mir übrigens Leid, dass ich dich heute Mittag so angefahren hab...“, fügte sie leise hinzu.
Tony sagte nach einer kurzen Pause: „Schon ok.“
Die beiden schwiegen.
„Warum entschuldigst du dich nicht auch so einfach bei Amy oder sie sich bei dir?“, fragte er dann, als sie an einer Ampel standen.
„Du kannst mich raus lassen, ich lauf das restliche Stück.“, sagte Ziva hastig und verließ fluchtartig das Auto.
Tony stöhnte und wendete bei der nächsten Gelegenheit, zurück zur Zentrale.
Sie rannte immer noch leicht hinkend zu ihrer Wohnung und drehte den Schlüssel hinter sich so oft es ging. „Ich will nichts mehr von Amy hören!“, rief sie und zerknüllte die Post-it-Botschaft von damals.
Sonntag, 6. Dezember 2009
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