Montag, 17. August 2009

Navy Soap (35)

Als Amy aufwachte, drehte sich alles. Zumindest sah sie weiße Spiralen vor ihren Augen, bis sie realisierte, dass es nur kleine Lichtschlitze waren und es sonst stockfinster war.
Sie setzte sich auf. Ihre Schulter schmerzte.
Sie erinnerte sich. Jemand hatte ihre Schulter gepackt und ihr Nervensystem lahmgelegt. Nun schmerzte ihre Schulter, und die Schmerzen strahlten in Arme, Rücken und Genick aus.
Sie fluchte. „Ich dachte, so was kann nur Mister Spock!“ Sie rieb ihr Genick.
Dann stöhnte jemand neben ihr.

Abby kam am Montag nicht zur Arbeit. McGee, Tony und auch Ziva kam das komisch vor.
„Seit ich hier bin, war sie kein einziges mal zu spät.“, sagte Ziva. Allerdings interessierte sie die Sache nicht weiter. Vielleicht wollte Abby ihre Verschwörungstheorien daheim weiterspinnen.
McGee war total aufgeregt deswegen und auch Tony war alles andere als gelassen. Gibbs war auch besorgt, versuchte aber, Ruhe zu bewahren. Wenn sie im Laufe des Tages nicht von allein auftauchte, oder sich meldete, könnte er nach Feierabend immer noch bei ihr vorbeischauen…

Amys Augen gewöhnten sich langsam an die Dunkelheit und sie erkannte die Silhouette einer jungen Frau ihres Alters. „Geht es ihnen gut?“, fragte sie und beugte sich zu der noch liegenden Gestalt, die immer wieder husten musste. „Nimm deine Griffel da weg“, schimpfte die Frau, als sie wieder Luft bekam und setzte sich auf.
„Moment mal….Amy???“
„Und du bist…Abby?“
Die beiden starrten sich entgeistert an.
„Was machen wir hier???“, entfuhr es beiden synchron.

Als Ziva abends zu ihrem Auto lief, fühlte sie sich gut. Sie würde Amy vergessen können, sie hatte ihr auch nicht mehr auf den Anrufbeantworter gesprochen. Und Abby war heute nicht da gewesen um ihre Stimmung zu trüben.
Trotzdem hatte sie das Gefühl, dass sich dieser Tag, trotz ihrer Zufriedenheit in die graue Monotonie einreihte, die sie durch Amy zu verabscheuen gelernt hatte…

Gibbs stand vor Abbys Wohnung und klingelte. Auch an ihr Handy ging sie nicht.
Er rief noch einmal an.
Dumpf hörte er durch die Wohnungstür das Klingeln von Abbys Handy. Er schlug frustriert mit der Faust gegen die Tür und unterdrückte den Wunsch, sie einzutreten.

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