Freitag, 28. August 2009

Navy Soap (46)

Später teilten sich Abby und Ziva ein Taxi. „Ich wußte wirklich nicht, dass wir im selben Block wohnen!“, beteuerte Ziva immer wieder lachend.

„Danke, ich steig auch hier aus.“, sagte Abby und gab dem Fahrer das Geld.
Sie liefen das letzte gemeinsame Stück zu Zivas Wohnung. „Echt komisch, dass du die Idee mit dem Essen hattest…alle denken immer, dass du…“
„Dass ihr mir egal seid. Aber das stimmt nicht, Abby. Das ist Blödsinn. Ihr ward am Anfang die einzigen, die ich hier hatte.“, seufzte Ziva. In Wirklichkeit hatte sie nun auch nur wenige Freunde außerhalb des Berufs. Es waren immer nur flüchtige Bekanntschaften, man tauscht Nummern aus, geht mal zusammen fort, das war’s.
„Du siehst übrigens echt toll aus, Ziva. Du solltest öfters Kleider tragen…hatte gar nicht erwartet, dass du eins hast. Du hast so lange Beine…“ Ziva sah verlegen an sich herunter. Sie hatte schöne Beine, das stimmte, warum sollte sie die verstecken?
„Ähm Danke…aber das Kleid gehört Amy…und die Schuhe auch“, grinste sie verlegen und betrachtete die unbequemen High Heels, in denen sie schon den ganzen Abend herumstackste.

Beide mußten lachen. „Amy ist echt total lieb. Schön, dass du so jemanden gefunden hast.“, sagte Abby, auch wenn es gar nicht zu ihrem Gesichtsausdruck paßte. Eigentlich sah sie eher aus, als ob sie es einer von beiden nicht gönnen würde. Ziva versuchte das zu ignorieren. „Ja, ich weiß.“ Sie wollte nicht mit Abby über Amy reden. Schließlich hatte sie Amy verdächtigt. Das konnte sie nicht einfach vergessen, auch wenn Amy ihr gesagt hatte, wie nett sie Abby fand. Und auch der schöne Team-Abend, an dem die beiden einige gute Gespräche geführt hatten, änderte nichts daran.
„Also, übrigens, jetzt wo ich und Amy uns auch besser kennen-“, sie kicherte nervös und spielte auf die Entführung an. „…steht das Angebot wegen dem Gläschen Absynth bei mir immer noch.“
Ziva zwang sich zu einem Lächeln. ‚Der Abend heute war doch auch nett gewesen, komm schon!’ und sie sagte: „Klar doch. Sag einfach Bescheid, wann es dir mal paßt.“
Sie schloß während sie das sagte die Tür auf und trat schon halb ins Haus. Sie wollte das Gespräch beenden.
„Okay…Freitag abend bei mir?“, fragte Abby und sah sie erwartungsvoll an. Ziva drehte sich nur kurz um und nickte und verschwand dann im Treppenhaus.

Abby trottete nach Hause und könnte sich selbst ohrfeigen. Sie hatte sich zum kompletten Volltrottel gemacht! Sie hatte sich wie ein Teenager benommen. Als ob sie Ziva um ein Date gebeten hätte!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen