Mittwoch, 19. August 2009

Navy Soap (39)

Amy hatte sich inzwischen beruhigt und ihren Kopf in Abbys Schoß gelegt. Sie war nicht die schlechteste Gesellschaft. Abby strich Amy ab und zu übers Haar. Auch sie dachte, dass Amy ganz gute Gesellschaft war.
Amy schreckte auf. „Ihr höre Schritte!!!“, zischte sie.

Auf einmal wurde der Deckel der Kiste gehoben. Die beiden waren zuerst vom Licht geblendet, sahen dann einen jungen, bärtigen Mann, der sie mit gelben Zähnen und einem Goldeckzahn angrinste. Widerlich.
Amy erkannte ihn sofort. „Hussein!“, zischte sie. Sie kannte ihn von ihrer Zeit aus Israel. Sie hatte bisher noch nie jemandem erzählt, dass sie damals durch Zufall einen Anschlag in Tel Aviv vereitelt hatte. Durch ihre eigene Tolpatschigkeit, einen vollen Einkaufswagen und einer Menge Glück. Es war nicht ihre Schuld gewesen, sondern Zufall, aber dieser Mann hatte ihr Rache geschworen.
„Habt ihr gut geschlafen, Ladies?“, fragte er auf arabisch. Amy funkelte ihn böse an und schwieg. Abby sah eher ängstlich und unversichert aus. Sie konnte kein arabisch. Auf ihrer Stirn stand: „Wo bleibt Gibbs?“
„Ich habe Essen für euch.“, er warf ihnen zwei abgepackte Sandwichs zu. „Glaubt ihr, man vermißt euch schon?“, lachte er dann auf Englisch.
„Was willst du, Hussein?“, fragte Amy schließlich. „Dich.“, hauchte er. Sie konnte seinen schlechten Atem riechen. „Du brauchst dir keine weiteren Gedanken machen, du wirst sterben. Du hast es verdient. Abby ist mir in die Falle gelaufen, weil sie ständig in deiner Nähe war. Sie ist nun Köder. So kann ich deinen Tod wenigstens grausam inszenieren. Deine kleine Mossadfreundin wird zusehen müssen. Was ich mit der kleinen Laborantin anstelle, muss ich mir dann überlegen, ich denke…“
Abby wurde unruhig. Auch Amy sah sie an. Die beiden hatten etwas hinter dem Lachen von Hussein gehört.
Er redete weiter, und ging ins Detail, was er machen wollte. Amy und Abby interessierte es nicht. Sie waren sich fast sicher, dass Gibbs und das Team inzwischen in der Halle waren und sich anschlichen.

Er merkte erst, als Ziva neben ihm aufgetaucht war, dass er nicht mehr allein in der Halle war. Sie hielt ihm ihre Pistole an die Schläfe.
Auch sie kannte Hussein. Er war einer der Rädelsführer der Hamas. Scheinbar hatte er sich in die USA abgesetzt, unerkannt. Und sein Problem war schon immer, dass er zuviel redete.

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