Sonntag, 9. August 2009

Navy Soap (27)

Als Tony aufwachte – zum ungefähr hundersten Mal in dieser Nacht, waren seine Kopfschmerztabletten endgültig leer. Er stöhnte und ging in die Küche, um sich ein Glas Wasser zu holen. Die Sache mit Sinica, oder besser McGee, ging ihm einfach nicht aus dem Kopf. Er öffnete das Fenster und sah über die Lichter von Washington hinweg in die Ferne. Was ging da in ihm vor? Warum konnte er das ganze nicht einfach abhaken und sagen: „Saublöd gelaufen.“?

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Gibbs war, trotz seiner großen Müdigkeit in seinem Keller und schraubte an seinem Boot. Auch wenn er es sich nicht eingestehen würde, er war einsam. Und seit Wochen schlug ihm diese Einsamkeit auf die Laune.

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McGee hatte schon den ganzen Tag überlegt, ob er Abby einweihen sollte. Tony war sein Blinddate gewesen und hatte ihn sitzen lassen. Das war so lächerlich und absurd, aber trotzdem war er enttäuscht. Als er auf die Uhr sah, wurde ihm klar, daß es nun selbst für Nachtschwärmerin Abby zu spät für ein Krisentelefonat wäre. Er beschloß es noch bis auf weiteres für sich zu behalten.

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Jenny hatte schon seit längerem Schlafprobleme und sie wußte nicht so recht warum. Sie saß ratlos in ihrem Studierzimmer und klammerte sich an einem Glas Bourbon fest, als sei es das einzige, das ihr in dieser unsicheren, grauen Welt Halt biete.

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Amy war gerade eingeschlafen, Ziva schmiegte sich an ihren Rücken. Sie spürte immer noch Amys Küsse auf ihrem ganzen Körper, wie Feuer brennend. Langsam entspannten sich auch ihre vom Liebesspiel elektrisierten Muskeln und sie glitt hinüber ins Universum der Träume, obwohl sie sich sicher war, das es nirgendswo besser, traumhafter sein konnte, als hier.

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Abby torkelte vom Taxi zu ihrer Wohnung. Sie war wieder im Bat Club gewesen, tanzen, trinken, alles, was sie belastete vergessen… Es hatte nicht geklappt und sie war einfach nur sturzbetrunken und hatte tausend brennende Blasen an den Füßen. Sie fluchte auf ihre neuen Stiefel und ärgerte sich über ihre eigene Naivität. Die Zeit der schnellen Abenteuer war wohl vorbei, heute waren nur Päärchen im Club gewesen. Sie hatte niemanden gefunden, der sie auch nur für ein paar Stunden glücklichen machen konnte! Sie ließ sich in ihren Sarg fallen und Tränen rannen ihre Wangen hinunter. Was sollte das? So war sie nicht. Sie hätte niemals, niemals, niemals einen One-Night-Stand gehabt, egal wie dreckig ihr es ging. Und selbst wenn, warum ging es ihr überhaupt so dreckig?

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