Freitag, 28. August 2009

Navy Soap (41)

Amy saß weinend vor Erleichterung auf Zivas Schreibtischstuhl. Die holte ihr gerade einen Kaffee. Abby war umzingelt vom Rest des Teams. Alle waren erleichtert, dass sie wieder da war, unversehrt.
Ziva kam mit dem Kaffee zurück. „Nicht weinen!“, sagte Ziva lachend und reichte ihr auch ein Taschentuch. „Ist doch alles gut.“
Amy nahm einen gewaltigen Schluck Kaffee und rang sich dazu durch, Ziva eine unangenehme Frage zu stellen. „Ach, ist es das?“
Zivas Lächeln erfor. Sie freute sich so sehr, dass sie Amy vor sich hatte und auch, dass es ihr gut ging. Was sollte sie ihr erklären? ‚Sorry Amy, aber ich dachte, mir geht es ohne dich besser’ ; ‚Ich schlaf lieber mit Messern als mit Frauen.’ ; ‚Tony und Abby sind schuld!’ ; ‚Mich hat es verwirrt, dass ich endlich mal Glück in der Liebe habe…’
Sie entschied sich, nichts zu erklären. Sie küßte Amy einfach. Ihr war alles egal. Ob sie ihr vertrauen konnte, oder nicht. Diese Frau gehörte in ihr Leben. Ohne sie war es kein Leben. Sie hofft einfach nur, dass Amy ihren Kuß erwiedern würde, sie nicht sauer von sich wegstoßen würde…

Das Gebrabbel des Teams neben den beiden verstummte augenblicklich, aber Ziva und Amy störte das nicht.

Am Abend lagen beide in Zivas Bett. Amys Haare waren noch vom Duschen feucht, sie war nur in ein Badetuch gewickelt und lag nun auf dem Bauch neben Ziva. Ihr Rücken schmerzte immer noch zu sehr.
Die beiden hatten seit ihrem Kuß nichts mehr gesagt, waren nur selig nebeneinander hergelaufen und lagen nun hier. Ziva drehte ihren Kopf und sah Amy an. Sie hatte ihre Augen geschlossen, schlief aber nicht.
„Soll ich dich massieren?“, brach sie schließlich das Schweigen.
Amy öffnete die Augen. „Das wäre unheimlich lieb.“
Ziva setzte sich auf, beugte sich über Amy und zog langsam das Handtuch weg. Es war besser als ein Hanukka-Geschenk auszupacken. Sie strich mit den Händen behutsam über den glatten Rücken. Amy stöhnte wohlig unter ihr. „Das tut guuuut…“
Ziva musste lächeln. Es war so unheimlich schön mit ihr.
„Ich war so eine Vollidiotin…“, setzte sie schließlich an. „Vergibst du mir?“
Amy drehte sich halb auf die Seite. „Soll das ein Scherz sein?“, fragte sie bitter ernst.
Ziva schluckte. Was hatte sie anderes erwartet?
„Ich liebe dich! Natürlich verzeih ich dir!“, brach es aus Amy heraus. Sie lachte und weinte gleichzeitig. Ziva fiel wieder neben sie aufs Bett und küßte sie. Auch sie weinte, vor Glück.

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