Ziva blinzelte in das schwache Morgenlicht, das zwischen den hin- und herwehenden Gardinen auf sie schien. Sie spürte, wie Amy sich neben ihr drehte. Sie war auch schon fast wach. „Guten Morgen…“, murmelte diese und rieb sich den Sand aus den Augen.
Ziva streckte sich und faßte unter ihr Kopfkissen.
Sie schreckte auf. Da war nichts!
„Wo ist es…“, murmelte sie erschreckt und hob das Kissen hoch.
Amy sah sie skeptisch an. „Wo ist was? Komm, leg dich wieder hin…“, brummte sie und zerrte an Zivas Schulter. Ziva saß aufrecht im Bett und starrte erschrocken auf den Fleck, wo ihr Kopfkissen gelegen hatte.
Ziva schlief immer mit einer Waffe unter dem Kissen. Entweder Pistole oder Messer, Hauptsache sie war auch im Schlaf bewaffnet. Wie hatte sie so etwas Essentielles nur nach so vielen Jahren Erfahrung vergessen können?
Auch Amy merkte, dass etwas Ziva keine Ruhe ließ. Sie setzte sich auch auf und umarmte die fassungslose Ziva von hinten. Sie stützte ihr Kinn auf ihre Schulter und fragte leise: „Was ist los?“
Ziva erklärte: „Ich habe immer eine Waffe bei mir, immer. Auch wenn ich schlafe, liegt wenigstens ein Messer unter meinem Kissen.“
Amy verstand nicht. „Mein Gott, das ist doch nicht schlimm, dass du es heute vergessen hast. Wer hätte dich denn in der Nacht angreifen sollen?“
Ziva schwieg. Sie wußte, dass es total kindisch war, sich deswegen Gedanken zu machen, aber war sie inzwischen so blind vor Liebe, dass sie ihren eigenen Schutz vergaß?
Amy versuchte sie aufzumuntern: „Außerdem kann ich dich vor jedem beschützen!“ und zeigte ihr nicht vorhandene Bizeps.
Ziva musste schmunzeln. Auch wenn das höchstwahrscheinlich totaler Qutasch war, glaubte sie Amy.
Sie gab sich einen Ruck, versuchte die Sache abzuhaken und stand auf. „Ich mach Frühstück. Ich bring’s dir ans Bett.“, sagte sie. Amy ließ sich wieder in die Kissen fallen. „Du bist so gut zu mir…“
„Und du zu mir…“, sagte Ziva und beugte sich über Amy um sie küssen, ehe sie in die Küche ging.
Dienstag, 11. August 2009
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