„ABBY UND AMY WURDEN ENTFÜHRT!!!“, schrie sie, als sie aus dem Aufzug stürmte.
Gibbs, Tony und McGee sprangen sofort auf. Mit zitternden Händen kramte sie ihr Handy aus der Manteltasche und warf es zu McGee. „Schnell, orten!“, rief sie mit Gibbs fast gleichzeitig. Das ließ sich Tim nicht zweimal sagen.
Ziva und Tony standen aufgeregt vor dem LCD-Bildschirm und ihnen konnte die Ortung nicht schnell genug gehen.
„Was soll ich mit dem Handy, Jethro?“, fragte Jenny skeptisch und beäugte das kleine Gerät, das Gibbs ihr gerade auf den Schreibtisch geworfen hatte.
„Lies!“
Sie las die Nachricht und schluckte. Er hatte Recht gehabt, auch wenn es vielleicht eine vage Spekulation gewesen war, nun hatte er Beweise.
„Willst du mir jetzt triumphierend beweisen, dass du mit deinem Bauchgefühl recht hattest?“, fragte sie, als sie ihre Maske wieder aufgesetzt hatte.
Tony stach Ziva mit dem Zeigefinger in die Seite. „Das war ziemlich emotional von dir. Machst du dir Sorgen um deine Freundin?“, fragte er, halb ernst, halb hänselnd.
Ziva sah betreten zu Boden. Ja, sie machte sich Sorgen, Große sogar. Aber das mit Amy musste sie abhaken. Sie durfte keine Gefühle haben.
„Hab sie!“, riß Tim beide aus ihrer starren vor dem Bildschirm.
Amy trommelte auf den Boden der Holzkiste. Abby versuchte sie zu beruhigen. „Hey…sie orten uns bestimmt gerade.“, flüsterte sie und legte zaghaft eine Hand auf Amys Schulter.
Amy war zu aufgewühlt. Was, wenn Ziva aus absoluten Desinteresse an ihr die SMS ohne sie zu lesen gelöscht hätte? War Ziva so stark, gegen die menschliche Neugierde anzukämpfen?
Warum hatte sie sich nicht gemeldet? War sie ihr egal geworden? War sie ihr schon die ganze Zeit egal gewesen? War sie einfach nur ein guter Fick gewesen? Ziva hatte ihr verraten, dass es für sie die erste Erfahrung, in sexueller, wie auch emotionaler Hinsicht, mit einer Frau ist. Vielleicht wollte sie einfach nur etwas ausprobieren?
Sie konnte ihre Gefühle nicht länger zurückhalten und brach in Tränen aus.
Abby zögerte kurz und schlang dann beide Arme um sie. „Schhhh-Schhh.“, machte sie, als ob sie ein kleines Kind trösten würde. „Ziva und der Rest des Teams werden uns hier rausholen. Ich bin mir sicher, dass Ziva alles daran setzen wird, dich zu retten.“ Dann wurde sie ernst. ‚Darüber, dass sie dann auch gleichzeitig mich rettet, wird sie möglicherweise nicht so erfreut sein…’, dachte sie wehmütig.
Gibbs starrte auf den Schirm und sah sich die Darstellung der Karte an. McGee erklärte: „Sie befinden sich in einer alten Lagerhalle.“
Es wurde nicht lange gezögert, man fuhr sofort los.
Zivas Herz pochte. Wenn sie Amy lebend finden würden, was sie sehr hoffte, würde sie aber auch mit ihr konfrontiert werden. Was sollte sie Amy sagen?
Gleichzeitig fühlte sie sich an den Tod ihrer Schwester erinnert. Diese Entführung, die nervenaufreibende Suche, alles kam wieder in ihr hoch. Sie durften nicht zu spät sein! Sie wollte nicht noch mehr Leute, die ihr wichtig waren, grausam getötet, in die Leere starrend, sehen!
Dienstag, 18. August 2009
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen