„Aber eine Erklärung schuldest du mir noch“, sagte Ziva beim Frühstück mit halb vollem Mund und deutete mit ihrem Cornflakeslöffel auf Amy, die sich unschuldig gab.
„Was?“
„Was ist damals in Tel Aviv passiert?“
Amy fand die Geschichte so lächerlich, dass sie sich nie getraut hatte, sie nach der damaligen Gerichtsverhandlung zu erklären.
Sie kicherte und wurde rot. „Du mußt mir versprechen, mich nicht auszulachen!“
Ziva nickte und legte ihren Löffel beiseite.
„Also, ich war damals für eine Woche mit unserer Gruppe in Tel Aviv. Wir wollten abends am Strand grillen, also war ich einkaufen, in einem Supermarkt. Das Lieblingsanschlagsziel von vielen Terroristen.“
Ziva erinnerte sich. Einkaufen in Amerika war Wellness. Man betrat ein öffentliches Gebäude nicht mit der Angst, sofort in die Luft zu fliegen.
„Husseins Gruppe hatte Sprengköpfe wie Wassermelonen prepariert.“
Ziva begann zu lachen und schüttelte den Kopf. „Er ist der schlechteste Terrorist den ich kenne!“
„Ich habe gerade diese Melonen genommen und in meinen Einkaufswagen gelegt, hab aber noch einige Lagen an anderen Lebensmitteln drauf gelegt. Ich war dann allerdings mit dem Einkaufswagen gegen eine Dosenpyramide gefahren und half einer Kassiererin, das Zeug wieder aufzubauen. Der Wagen war in der Zeit weitergerollt und krachte gegen ein Regal. Die Erschütterung musste wohl den Sprengstoff aktiviert haben, denn der Wagen flog hoch…anscheinend hätten die Melonen schon hochgehen sollen, wenn man sie in die Hand nimmt oder in den Wagen legt. Und die vielen Lebensmittel haben die Explosion eingedämmt…“
Ziva biß sich auf die Lippe um nicht laut loszuprusten. Auch Amy musste sich das Lachen verkneifen, konnte aber irgendwann nicht mehr und beide lachten schallend los.
Freitag, 28. August 2009
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